Verbrauch(er)kürzung
Dienstag, 9. März 2010 von Kevin A. ClipperNachdem ich heute an der Tankstelle eine Benzinpreisveränderung von sechs Cent im Laufe eines einzelnen Tages miterleben durfte, habe ich mir ein paar Gedanken gemacht zum Thema Benzinverbrauch. Zuerst habe ich mich natürlich geärgert, dass ich erst am Abend getankt habe.
Klar, um weniger Geld an der Tanke zu lassen, könnte man seinen Mittelklassewagen verkaufen und sich ein 3L Auto zulegen. Doch muss man sich gleich von dem Wagen verabschiedet, den man so lieb gewonnen hat? Nein, jedes Auto kann mit hohen und mit niedrigem Verbrauch gefahren werden. Keine Frage, aber wie macht man das am geschicktesten ? Was kann man tun, um mehr aus seinem Tank zu holen? Und wie viel Tiger steckt im Tank?
1. Cool bleiben
Bald ist Sommer und wird dann wird es wieder heiß. Was machen wir? Klimaanlage einschalten? Bei etwa 0,5L-2,5 L Benzin mehr pro 100 Km kann das schnell ins Geld gehen. Deshalb am besten mal bei einem unabhängigen Tester nachfragen, wieviel die eigene Klimaanlage so verbraucht. Auch die Wartung sollte nicht vernachlässigt werden, denn wie der Rest des Wagens ist die Wartung der Schlüssel zu guten Leistungen! Wem die Klimaanlage zu teuer ist, der meint vielleicht, durch Herunterkurbeln der Seitenfenster Geld zu sparen. Aber zu früh gefreut, denn die offenen Fenster führen zu einer Veränderung der Aerodynamik des Autos und verursachen immerhin noch etwa 0,2L/100km!
2. Durchdrehen
Bei der Reifenwahl sollte man auf den “Blauen Engel” achten. Reifen mit diesem Zeichen wurden entwickelt, um den Verbrauch zu verringern – und tun dies auch um bis zu 5%. Ein klein wenig Reifenüberdruck von 0,2 Bar bringt übrigens auch etwa 1% geringeren Verbrauch und hilft gleichzeitig die Lebensdauer der Reifen zu erhöhen.
3. Unter Strom
Wessen Ohren auf der Fahrt neben dem Säuseln des Motors unbedingt noch Musik hören muss, wird leider 0,1 L je 100 km weniger im Tank haben. Tagesfahrlicht ist sicherlich ein Sichherheitsvorteil, der nicht zu vernachlässigen ist, leider auch nicht der Mehrverbrauch von 0,1-0,5 L/100km. Der Frühling naht und Deutschlands Heckscheiben werden zum Glück bald nicht mehr zugefroren sein. Aber Experten prognostizieren einen weiteren Winter in 2011 und somit Heizungskosten von 0,1-0,2L pro 100 km für die Heckscheibengrills.
4. Packesel oder Tanktiger?
Extra Gewicht im Auto kostet ebenfalls extra an der Zapfsäule. Eine Faustregel besagt, pro 100kg extra im Wagen 0,3L/100 km mehr Verbrauch. Also sollte jeder mal in seinen Kofferraum schauen, ob da nicht vielleicht ein paar Wasserkanister, Sommerreifen oder Ambosse verstaut sind, die in Keller oder Garage besser aufgehoben wären.
5. Anbau verboten
Ein leerer Gepäckträger auf dem Dach verändert die Aerodynamik soweit, dass der Verbrauch sich um circa 10% erhöht. Im Fall eines Heckträgers sind es sogar 20%. Die Aerodynamik leidet prinzipiell unter jedem Anbau. Heckspoiler tun dies sogar mit Absicht, um den Grip zu erhöhen. Wie viel schlechter der Verbrauch genau wird, ist bei so vielen möglichen Anbauten nicht pauschal zu sagen. Bei Pickups und Anhängern sollte man die Klappe der Ladefläche übrigens schließen. Diese offen zu lassen bringt nicht weniger, sondern mehr Verbrauch. Das hat was mit Verwirbelungen zu tun – muss man nicht verstehen, aber hinnehmen.
Fazit – eine spritsparende Fahrweise ganz außen vor gelassen – ist, dass ein bisschen Nachdenken und eine mehr oder weniger gute Vorbereitung ein paar Liter des Verbrauchs kürzen können. Vor der nächsten längeren Reise oder dem nächsten Jahr mit Tausenden Pendelkilometern kann man nun also etwas besser planen – und dementsprechend einiges sparen.
Gute und sichere Fahrt!




Wer sich nicht sicher ist, was für Reifen er auf dem Auto hat, der sollte nachschauen ob er das „Schneeflocken-Zeichen“ auf der Seitenwand findet. Manchmal steht auch „M&S“ in der Reifenbezeichnung. Das heißt aber nicht zwangsläufig, dass diese Reifen wintertauglich sind, da es auch „M&S“ Sommerreifen gibt. In einem solchen Fall sollte man lieber zu einem