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Persönlicher Kommentar:
Alles fing damit an, daß ich aus unserem Fuhrpark einen Audi A3 übernommen habe und dieser reif für eine Inspektion war.
So machte ich meinen ersten Kontakt mit Audi-Stoppanski.
Vorweg: Tolles Ambiente! Parkettboden und alle Mitarbeiter in weißen Hemden. Genau so einer, mit viel zu sauberen Händen, nahm mich gegen nachmittag in Empfang und zelebrierte eine Übergabe, als ob ich gerade einen A8 erstanden hätte. "Er hätte alle Punkte der Liste nochmals selbst gecheckt und das Auto wäre jetzt wieder in bestem Zustand.". Als ich jedoch die Zündung einschaltete, piepste und blinkte es immer noch, daß die Inspektion fällig wäre. Was hat der Mann eigentlich alles gecheckt?
Aber das war nur die Vorgeschichte!
Zu dumm, daß ausgerechnet im Zuständigkeitsbereich von Audi Stoppanski der A3 vor kurzem anfing zu stottern und die Motorkontrolleuchte anging. Ein Telefonat mit einem sehr guten Audi-Autohaus (leider zu weit weg) brachte die Ernüchterung. Stoppanski wäre zuständig! Also fuhr ich kurzerhand die 500m(!) von Ort des Auftretens des Fehlers bis zu Stoppanski. Dort angekommen kam man nur äußert widerwillig meiner Bitte nach, doch den Fehlerspeicher auszulesen. Dieser sprach dann "Zündaussetzer Zylinder 3". Also war das Auto nicht mehr fahrbereit. Da es sich um einen checkheft-gepflegten Firmenwagen handelt, sprach ich den Weisses-Hemd-Träger auf die Audi-Mobilitäts-Garantie an. Er konterte mit "Die greift hier nicht! Sie sind auf eigener Achse zu uns gekommen. Die gilt nur, wenn sie abgeschleppt werden." Eine Nachfrage bei einer Audi-Werkstatt meines Vertrauens ergab, daß dies in der Tat so ist. Aber, da bei einer Weiterfahrt unverbranntes Benzin in den Kat geraten würde, müsse mir Stoppanski die Weiterfahrt untersagen und damit greife die Garantie wieder.
Tja, was soll ich sagen? Ich mache es kurz: Der Werkstattleiter erklärte mir, er würde die Weiterfahrt nur untersagen, wenn eine ROTE Kontrollampe an wäre. Die Motorkontrollampe sei aber eben nunmal nur eine GELBE!?!?!?
Umgekehrt weigerte man sich aber, mir zu bestätigen, daß eine Weiterfahrt (zu einer guten Werkstatt) problemlos möglich wäre.
Das Auto wurde dann von einem Autohaus meines Vertrauens kostenlos 30km geholt und das (banale) Zündkabel ersetzt.
Unterm Strich: Von einem Audi-Partner hätte ich erwartet, daß er sich der Sache annimmt und nicht versucht den Kunden mit kleinlichen Diskussionen loszuwerden
Wie wär's damit gewesen?
"Keine Problem. Lassen Sie uns das Auto hier. Wir kümmern uns darum. Wie weit haben Sie's noch? Ah, noch 500m bis zu Ihrer Firma. Kein Problem, wir bringen Sie eben hin."
Wenn dann das Auto nachmittags wieder gelaufen wäre. Hätte es dann irgendjemand interessiert, ob Audí das Zündkabel übernimmt?
Ansonsten gibt's noch genug andere haarsträubende Geschichten von Kollegen. Aber das sollen die Kollegen wenn selbst erzählen.
Unterm Strich: Mir ist eine weniger geleckte Schrauberbude, bei der man noch sieht, daß gearbeitet wird und man sich zum Problem mit dem Mechaniker direkt unterhalten kann, tausendmal lieber.
Beispiel gefällig?
Autohaus Finger in Karlsruhe-Neureut
Nachtrag: Habe gerade gesehen, daß Stoppanski einen Werkstattest gewonnen haben soll. Muß man lesen!
Ja, es stimmt, der Kaffee ist sehr gut.
Aber wenn ich einen Kaffee trinken will, gehe ich in ein Cafe!
Bewertet von Decoud am 16. Juni 2008
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