Gefahr – Alkohol am Steuer

Gefahr von Alkohol und Auto fahren

Für manch einen mag Alkohol am Steuer immer noch eine Art „Kavaliersdelikt “ sein. Dass es sich hierbei um einen leider oft auch tödlichen Irrtum handelt, beweist die Statistik. Pro Jahr verunglücken in Deutschland mehr als 1.800 Menschen aufgrund von Alkohol tödlich, mehr als 5.000 werden zum Teil schwer verletzt. Dennoch hat sich das Motto „Don't drink and drive“ noch immer nicht in allen Köpfen fest verankert. Dass sich Alkohol und Auto fahren nicht vertragen, belegt nicht nur die Statistik, sondern beruht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Schon ein Promillegehalt von 0,2 beeinträchtigt die Sehleistung und Wahrnehmungsfähigkeit für bewegte Objekte. Außerdem können Geschwindigkeiten nicht mehr richtig eingeschätzt werden; dazu verschlechtert sich die Reaktionszeit. Entsprechend erhöht sich die Unfallgefahr: Schon bei 0,5 Promille Alkohol im Blut verdoppelt sie sich, bei 0,8 Promille steigt sie sogar auf das Fünffache. Hinzu kommt die Verantwortung eines betrunkenen Kraftfahrers, unter Umständen den Tod oder eine schwere Verletzung mit bleibenden Behinderungen Unschuldiger billigend in Kauf genommen zu haben. Auch hier spricht die Statistik eine deutliche Sprache: Durchschnittlich reißt ein alkoholisierter Autofahrer bei einem Unfall drei andere Menschen mit ins Unglück.

Da Alkohol Teil unserer Kultur ist, muss man den bewussten Umgang damit lernen.

Jugendliche unter 25 Jahren sind am häufigsten an Alkoholunfällen beteiligt. Präventionsarbeit, Aufklärungskampagnen oder Verkehrscoaching, speziell für junge Menschen, die die Gefahren von Alkohol zum Inhalt haben, sind daher unumgänglich. In Deutschland setzt man auf kontinuierliche Prävention und wirksame Sanktion. Daher gilt seit dem 1. August 2007 für Fahranfänger in der Probezeit ein absolutes Alkoholverbot (§ 24 c StVG).

Ob jung oder alt

Auto fahren in Verbindung mit Alkohol ist unverantwortlich. Neben den verkehrs- und strafrechtlichen Folgen erwarten den betrunkenen Fahrer natürlich auch versicherungsrechtliche Probleme. So wird in der Kaskoversicherung grundsätzlich ab 1,1 Promille die Deckung versagt. Unter 1,1 Promille entscheidet der Unfallhergang, wobei zu klären ist, ob der Unfall alkoholbedingt passiert ist. Ist das der Fall, zahlt der Versicherer nicht. Für die Kfz-Haftpflicht-Versicherung gilt im Prinzip das gleiche, wobei die Versicherung zunächst den Unfallgegner nach den allgemeinen Haftungsgrundsätzen entschädigen muss, anschließend aber bis zur Höhe von 5.000 EUR Regress nehmen wird. Alkohol am Steuer ist nicht nur gefährlich, sondern auch teuer. Wer betrunken Auto fährt, bringt nicht nur sich und andere Menschen in (Lebens-)Gefahr, darüber hinaus riskiert man seinen Führerschein und seinen Versicherungsschutz.

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