BMW 1er E81/87 (ab 2004) 120i

autoaid-Score 77 / 100 aus 4 Berichten „Befriedigend“

Hubraum: 1995 ccm

Leistung: 125 kW (170 PS)

Treibstoff: Benzin

Arrow_redAlle technischen Daten

Bewertung aus 2 Erfarungsberichten:

Alltagstauglichkeit:
4stars
Ausstattung:
3stars
Preis-Leistung:
3stars
Verbrauch:
4stars
Zuverlässigkeit:
4stars
Platzangebot:
3stars
Materialanmutung:
5stars
Fahrspaß:
5stars
Gesamtbewertung:
4stars

BMW 1er E81/87 (ab 2004) 120i Erfahrungsberichte

Dopamin

Bewertet von Dopamin am 16. November 2010

4stars_widget Bewertet von Dopamin am 16. November 2010

Neuwagen-Probefahrt: BMW 120i

Nachdem mich der Škoda Fabia 1.2 TSI mit 105 PS trotz einiger Abstriche schon größtenteils überzeugen konnte, möchte ich mir dieses Mal den 1er von BMW etwas näher ansehen. Klar, vergleichbar sind die beiden Modelle kaum, spielt der 1er doch in einer ganz anderen Liga, sowohl in Anspruch als auch Preisklasse, und ein wenig Image und Prestige zahlt der Kunde irgendwie dann doch. Dennoch reizte mich der Gedanke, die beiden mal gegenüberzustellen.

Seit dem 2007er Facelift wurde beim 1er – wie mittlerweile bei jedem BMW-Modell – das scharfkantige, provokante Design entschärft und nähert sich damit dem als etwas klassischer empfundenen Äußeren eines BMW. So wirkt nun auch der 1er-Neuwagen gefälliger. Die Scheinwerfer wurden überarbeitet, wirken nun passgenauer, enger an der Karosse orientiert. Auffälliger ist das völlig geänderte Design der Nebelscheinwerfer. Diese sind nun keine aufdringlichen Glupscher mehr, sondern wurden sinnvoll in den vorderen Stoßfänger integriert, die ebenfalls moderner gestaltet worden sind. Der 1er bekam zusätzlich neue Seitenspiegel spendiert. Ein Blick von hinten bestätigt schnell meine aufkeimende Vermutung: Auch am Hintern des 1er wurde Hand angelegt. Die Heckleuchten wurden modernisiert, der Stoßfänger aufgehübscht. Schön: Das hässliche Plastik-Abteil an der Unterseite der Heckstoßstange ist nun endlich verschwunden. So darf denn ein Neuwagen anno 2010 aussehen.

Im Innenraum setzt sich der am Äußeren gewonnene Eindruck fort. Hier hat der 1er im Vergleich zu seinem Pendant ohne Facelift deutlich gewonnen. Endlich sind wir auch hier im Neuwagen-Premium-Segment angelangt. Die Bedienelemente sind logisch angeordnet und werfen kaum Fragen auf. Die Klima-Regler liegen nicht zu tief, sind gut erreichbar. Sowohl die Teilledersitze als auch Armaturen, Lenkrad und Schaltknauf fühlen sich hochwertig an und werden dem hohen Preissegment gerecht. Die Instrumente und Displays lassen sich sehr gut ablesen, auch bei Sonneneinstrahlung. Ebenso verhält es sich mit dem guten und zuverlässigen Navigationsgerät. Das iDrive-System ist mittlerweile soweit überarbeitet, dass es für dieses keinen Anlass zur Kritik gibt; außer, dass es teilweise stark vom Fahren ablenkt. Auch lässt sich das Navi nicht einfach abschalten.
Im gut ausgeformten Fahrersitz sitze ich mit einer Körpergröße von 1,80 m sehr gut und bequem. Ich habe ausreichend Platz und habe nicht das Gefühl, beengt zu sitzen. Wer allerdings nach hinten möchte, der sollte nicht zu groß und ich zu füllig sein. Eine gewisse Fitness wäre auch nicht schlecht, denn es erfordert eine gewisse Gelenkigkeit, den Körper aus den tiefen Sitzen wieder hinaus zu zirkeln.

Der Fahrkomfort im Serienfahrwerk ist bereits BMW-typisch straff ausgelegt. Trotzdem lässt es nicht an Komfort missen. In dieser Hinsicht bildet es einen guten Kompromiss. Sowohl sportlich in zügigen Kurven als auch locker lässig Cruisen ist mit dem 1er-Neuwagen drin. Dabei federt der 1er akzeptabel und ausreichend, schluckt das Nötigste weg.
Der Motor kann durchaus Spaß machen, wenn man ein Faible dafür hat. Der 2.0-Liter-Benziner leistet nun satte 170 PS und zieht ordentlich los. Wer allerdings empfindliche Ohren hat und weniger auf Motorsound steht, der dürfte seine Probleme haben. Denn der 1er fährt für einen Neuwagen überraschend laut und rau, im Lenkrad sind die Motorvibrationen spürbar. Die Handschaltung dagegen ist ohne Tadel. Kurz und knackig flutsche ich durch die einzelnen Gänge; schnelles und gemütliches Schalten, alles kein Problem.

Wenig auffällig sind die Start-Stopp-Automatik und die Bremsenergierückgewinnung. Hält man an der Ampel und geht in den Leerlauf, nimmt den Fuß von der Kupplung, schaltet sich der Motor aus. Sobald ich wieder auf die Kupplung trete, um den ersten Gang einzulegen, springt der Wagen wieder an. Was jedoch fehlt, sind Langzeiterfahrungen mit der Start-Stopp-Automatik und inwieweit das ständige Anlassen des Motors langfristig Auswirkungen hat.
Im Verbrauch hält sich der kleine BMW angenehm zurück. Angesichts der vorliegenden Leistung ist das beachtlich, hängt aber auch stark von der eigenen Fahrweise ab.


Trotz der ganzen schönen Seite und vielen Vorteile ist meines Erachtens noch 'ne Menge Luft nach oben. Der Motor muss noch laufruhiger werden, auch wenn er Dank Direkteinspritzung schon sehr viel sparsamer geworden ist.
Frech dagegen ist teilweise die Preispolitik von BMW. Bei einem Neuwagen dieser Preisklasse sollte es selbstverständlich sein, dass eine einfache Klimaanlage, beheizbare Seitenspiegel und umklappbare Kopfstützen serienmäßig an Bord sind, immerhin kostet der 120i in der von mir gefahrenen Ausführung als Neuwagen stolze 37.990,- €, da möchte ich nicht 60,- € für klappbare Kopfstützen investieren müssen, um die furchtbare Rundumsicht auszugleichen. Ebenso unschön ist die schon fast obligate Paket-Politik vieler Automobil-Bauer. Und überhaupt bleibt ein BMW ein BMW, und so einer ist teuer, auch wenn er nur Golf-Größe hat.


Das heißt für mich: Kaufen werde ich mir keinen 1er-Neuwagen, obwohl mir der 120i durchaus gefällt. Fast 38.000,- € für ein Auto, das ich am liebsten noch mit einigen Sachen aufpeppen wollen würde. Schnell käme ich auch 40 – 45.000,- €. Und für das Geld kann ich mir gleich einen 3er in die Garage stellen. Außerdem ist der Motor noch zu rau und krankt mit Vibrationen. Die kleinliche Preispolitik schreckt zusätzlich ab. Was bleibt, ist ein an sich sehr gutes Auto mit sehr guten Anlagen. In Verarbeitung und Qualität macht BMW niemand so schnell etwas vor, wie auch in Sachen Fahrdynamik. Zudem ist er alltagstauglich, sparsam im Verbrauch mit geringen Schadstoffwerten. Auch macht der kleine 1er Spaß, der Motor zieht ordentlich, auch schon untenrum. Und dennoch ist noch Luft nach oben und Raum für Verbesserungen.

91/209 Benutzern fanden diesen Erfahrungsbericht hilfreich

Erfahrungsbericht hilfreich / Erfahrungsbericht nicht hilfreich

Reisender

Bewertet von Reisender am 26. November 2010

3stars_widget Bewertet von Reisender am 26. November 2010

Neuwagen-Testfahrt – Unterwegs mit dem BMW 120i

Auf der langwierigen Suche nach einem geeigneten Neuwagen fuhr ich einen BMW 120i zur Probe, der annähernd in der Ausstattung daherkam, die ich mir auch für mein Fahrzeug wünschen würde.
Rein äußerlich ist der 1er BMW seit 2007 ein klein wenig geliftet unterwegs. Das kantig-eigenwillige wurde etwas entschärft. Die Scheinwerfer wurden überarbeitet und sehen im jetzigen Design besser aus. Die vordere Stoßstange ist nun markanter gestaltet und wirkt sportlicher. Neue Außenspiegel tun ihr übriges. Auch das Heck wurde überarbeitet und wird optisch eher dem Premium-Anspruch BMWs gerecht. Insbesondere die hässliche, dunkelgraue Hartplastik-Kante der Heckstoßstange ist verschwunden. Die überarbeiteten Heckleuchten kommen zeitgemäßer daher.
Mein Modell des 120i war in Tiefseeblau metallic lackiert, hatte 16‘‘-Alufelgen auf 205er Bereifung und war ausgestatte mit dem Advantage Paket, dem Innovationspaket und dem Comfort Paket. Nebelscheinwerfer, die Chromleiste um die Seitenscheiben und die Xenon-Scheinwerfer mit Tagfahr- und adaptiven Kurvenlicht werten das Gesamtpaket auf.

Optisch ist der 1er E81 von BMW sichtlich gereift, wird als Neuwagen dem Premium-Segment der Kompakten durchaus gerecht. Einzig die unansehnliche Antenne trübt das überwiegend positive Erscheinungsbild.


Der 1er-Innenraum glänzt durch eine hervorragende Verarbeitung und exzellenter Materialanmutung. Hier zeigt BMW, was Premium heißt. Diese Klasse erreicht sonst nur Audi mit seinem A1. Die Teile sind sauber und passgenau verbaut. Hier klappert, knarzt und wölbt sich nichts.
BMW-typisch ist ebenso die gute Ergonomie des Cockpits. Der Fahrer findet sich schnell gut zurecht. Das iDrive-System inklusive des Navigationssystems ist ausgereift, die Bedienung funktioniert intuitiv. Das Platzangebot vorn ist sehr gut, ich habe genügend Raum zur Entfaltung und kann sowohl Sitz als auch Lenkrad exakt auf mich zuschneiden.


Ein Manko des 120i ist ganz klar der Motor. Doch, das liegt nicht an der Leistung, die ist üppig vorhanden. Der kleine BMW schiebt gut nach vorn, auch wenn das volle Drehmoment mangels fehlenden Turbos erst bei über 4000 Umdrehungen anliegt. Zwar zieht der 1er auch untenrum ordentlich, aber richtig los geht es nur, wenn die Gänge hoch ausgefahren werden. Das ist nicht weiter schlimm, der BMW ist eben eine hochtourige Fahrmaschine, die einen annehmbaren Verbrauch erzielen kann; die entsprechende Fahrweise vorausgesetzt. Und der BMW ist schnell. Unter acht Sekunden auf 100, das macht Spaß, gerade in Kombination mit dem Heckantrieb und dem sehr gut, aber zu straff abgestimmten Fahrwerk. Der 120i ist ein echter Kurvennarr, der hechelnd von Biegung zu Biegung hastet und nach hohen Kurvengeschwindigkeiten lechzt. Aber – und das stört auf Dauer – der Motor macht sich permanent bemerkbar. Seien es die Motorvibrationen, die ich am Lenkrad spüre oder dieses eigenwillige Motorengeräusch, das einen fast an einen Diesel erinnert. Der Motor erweist sich als relativ laut und brummig. Das hätte ich von BMW nicht gedacht, die sonst eher für Laufkultur bekannt sind. Sei es drum, Spaß macht er, aber er kann auch wie ein quengelndes Kind auf die Nerven fallen.

Dagegen sind Lenkung, Bremsen und Fahrverhalten erstklassig; so bin ich das von BMW auch gewohnt. Doch an dieser sportlichen Auslegung – trotz fehlenden M-Paktes – kommt der 1er-Neuwagen insgesamt zu unkomfortabel daher. Klar, das sportive Fahrwerk passt zum 170 PSer und zum Charakter des 1er, aber auf schlechten Straßen, auf denen ich ohnehin nicht so sportlich fahren kann, spürt man, dass das Fahrwerk an seine Grenzen gerät und leitet Fahrbahnunebenheiten, Spurrillen und Huckel deutlich spürbar an den Innenraum weiter. Da ist noch Bedarf an Verbesserungen. Dass BMW auch dies beherrscht, zeigt aktuell der neue X3.
Passend zum Sportsgeist des Kleinen E81 ist das gut und präzise zu schaltende Getriebe. Die sechs Gänge lassen sich flüssig wechseln, die Schaltwege sind nicht zu lang und die Übersetzung stellt einen guten Kompromiss aus Spritspar-Ambitionen und Fahrdynamik dar.

Empfehlenswert für den 1er BMW – wie eigentlich für viele andere Autos auch – ist die Xenon-Lichtanlage mit dem adaptiven Kurvenlicht und dem Tagfahrlicht. Das kostet einen happigen Aufpreis, aber der Sicherheitsbonus ist es wert. Das serienmäßige Stabilitätsprogramm ist vorbildlich. Die Paketpolitik von BMW dagegen weniger. Das Problem dabei ist, dass ich mir mein Wunschauto eben nicht so zusammenstellen kann, wie ich es gern möchte. Ich werde dazu gedrängt, spezielle Pakete zu ordern, die ich womöglich nicht haben möchte. Möchte ich eine bestimmte Lackierung oder einen bestimmten Stoff oder Lederausstattung in einer Lieblingsfarbe, muss ich häufig entweder das Style- oder das M-Paket hinzu wählen, auch wenn ich das nicht will. Das gilt auch für bestimmte Felgen, Lenkräder und Interieurleisten. Möchte ich das Aerodynamik-Kit, muss ich wieder das M-Paket hinzu buchen. Und wenn ich dann das M-Paket nehme, kann ich mit diesem bestimmte Farben nicht mehr kombinieren. Hinzu kommt, dass eine einfache Klimaanlage – eine Klimaautomatik sowieso – Aufpreis kostet, ebenso wie beheizbare Außenspiegel. Das verwundert und verärgert, zumal der BMW 120i in meiner gewünschten Konfiguration fast 36.000,- € kostet. Da sollte mehr drin sein, zum Beispiel eine Herstellergarantie, die BMW immer noch nicht bietet.


Fazit: Ich mag den 1er, er gefällt mir sehr. Kaufen werde ich ihn mir jedoch nicht. Dafür macht mir BMW zu viel verkehrt; seien es die Aufpreis- und Paketpolitik oder das Fehlen einer Garantie. Ich fühle mich etwas eingezwängt und beschränkt in meiner Wahlfreiheit als Kunde. Gerade angesichts des sehr hohen Anschaffungspreises erwarte ich mehr Flexibilität, wenn es um die Konfiguration meines Neuwagens geht. Zudem ist der 2.0-Liter-Benziner zu laut, das Fahrwerk zu unkomfortabel.

103/211 Benutzern fanden diesen Erfahrungsbericht hilfreich

Erfahrungsbericht hilfreich / Erfahrungsbericht nicht hilfreich



BMW 1er E81/87 (ab 2004) 120i Testberichte

BMW 1er E81/87 120i

BMW hat seiner 1er-Reihe ein Facelift verpasst. Vor allem die Qualitätsanmutung im Innenraum hat deutlich gewonnen und ist jetzt Premiumniveau. Aber auch unter dem Blech hat sich viel getan, alle Motoren sind nun deutlich sparsamer (15 bis 20 Prozent). Entscheidend dazu tragen die neuen Einspritzsysteme, Bremsenergie-Rückgewinnung sowie die Start-Stopp-Automatik beim Schaltgetriebe bei - all diese Maßnahmen funktionieren einwandfrei und bedeuten keinerlei Umstellung für den Fahrer. Der getestete 1er hat einen Zwei-Liter-Benzinmotor, der verhältnismäßig rau läuft, ziemlich laut ist und beim Fahren das Gefühl vermittelt, man säße in einem Diesel. Aber er braucht deutlich weniger. Das lässt sich BMW auch fürstlich bezahlen, der Benziner Dreitürer mit dem Zwei-Liter-Motor startet bei 25.100 €, wobei sogar eine einfache Klimaanlage und beheizte Außenspiegel noch extra kosten.
ADAC Motorwelt bewertet den 1er E81/87 120i mit der Note 2,0

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Bewertung 80 von 100

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Ausgabe 05/2007

BMW 1er E81/87 120i

Kompaktautos sind keine Familienmobile und Autos für Leute, die oft zu dritt oder zu viert fahren. Daher reicht es völlig, wenn sie zwei Türen zum Einsteigen, und eine zum Gepäck einladen haben. Das zeigt auch der Dreitürer des 1er BMW deutlich. Er sieht dynamischer und frischer aus als das fünftürige Pendant. Die Reduzierung um zwei Türen hat ihm optisch gut getan. Viel wichtiger sind aber die Neuheiten, die im Verborgenen passiert sind: Dazu gehören die technischen Features unter der Motorhaube ebenso wie die clevere Start-Stop-Automatik, die innovative Brake Energy Regeneration, oder die Ganganzeige. Dass Sprit sparen nicht unbedingt den Verlust an Leistung bedeutet, zeigt der 120i mit einem beachtlichen Vortrieb und einem nicht unbeträchtlichen Stück Freude am Fahren. Zu kritisieren ist, dass BMW den Einstiegsmotor aus dem 116i Fünftürer im dreitürigen Modell nicht anbietet.
Auto-News.de bewertet den 1er E81/87 120i mit 4,5 von 5 Sternen

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Bewertung 88 von 100

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Ausgabe 28. Februar 2007


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