Bewertet von Philipp Fassbinder
am 29. März 2011
Fahrbericht BMW 118i – Die Erfüllung eines Traums
Ich hatte mich damals schon mit der Einführung des 1er BMWs in den kleinen Bayern verguckt. Damals war ich aber weder volljährig noch hatte ich das nötige Kleingeld, um mir diesen kleinen Flitzer leisten zu können.
Einige Jahre, viel Schweiß und Arbeit später hatte ich genügend zusammengespart, habe mir noch etwas von meinen Eltern gepumpt und kaufte mir schließlich einen schwarzen BMW 118i aus privater Hand. Das kleine Schwarze ist Baujahr 2005 und hat bereits 113.000 Kilometer runter. Aber das Auto machte sowohl technisch als auch optisch einen gepflegten, hochwertigen Eindruck, sodass er mir die knapp 10.000,- € wert war. Der Vorbesitzer war regelmäßig bei der jährlichen Inspektion in einem BMW-Autohaus und ist auch sonst allen automobilen Pflichten nachgekommen. Das verschaffte mir Sicherheit und beruhigte mich ungemein.
Darüber hinaus war der 118i auch gut ausgestattet. Klimaautomatik, CD-Radio, Einparkhilfe und viele andere Extras, die das Autofahren angenehm machen.
Die 129 PS des 2.0-Liter-Benziners reichen völlig aus, um gut motorisiert unterwegs zu sein. Der Benziner ist spritzig und durchzugsstark, allerdings auch relativ durstig. Der 2005er Fünf-Türer hat leider auch nur eine Fünfgang-Handschaltung, einen sechsten hätte ich manchmal schon ganz gern.
Dennoch machte mir der 1er von Beginn an richtig Spaß, überzeugte mich mit seiner Dynamik, die auch auf langen Strecken bequemen Sitze und die gute Sound-Anlage.
Hier und da gibt es aber leider auch weniger Schönes. Klappern, Knistern und Wackeln gehören mittlerweile zum Alltag. Womöglich wurde der 1er im Laufe seiner über 100.000 Kilometer zu sehr auf mancher Strecke durchgeschüttelt. Sonderlich stören tut mich das letztlich aber nicht. In Sache Komfort erzielt er auch keine Bestnoten, dazu ist er zu sportlich und straff ausgelegt. Das muss man mögen.
Und ich mag meinen 1er. Wer wie ich über kleinere Macken und Schönheitsfehler hinwegsehen kann, es sportlich und spritzig mag, der fährt sicher gut mit einem 1er. Und da Liebe bekanntlich blind macht, kommt mir der kleine Bayer subjektiv besser vor, als er womöglich ist. Aber lieber ein paar Macken und Charme, als ein herz- und seelenloses Auto, das sich keinen Lapsus erlaubt. Ich bin zufrieden und würde mich wieder für einen 1er entscheiden.
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