News — Daimler fährt Spitzenwerte ein

10. Februar 2012

Daimler fährt Spitzenwerte ein

Quelle: http://www.auto-reporter.net

„In Summe haben wir das Jubiläumsjahr auch zum Erfolgsjahr für Daimler gemacht“, zog Daimler-Chef Dieter Zetsche auf der Jahrespressekonferenz Bilanz. Jetzt arbeite man daran, mit allen Kräften „diesen Erfolg fortzusetzen und wie geplant die Zielrenditen ab dem Jahr 2013 nachhaltig zu erreichen“. Bestwerte fuhr Daimler beim Absatz, Umsatz, EBIT und Konzernergebnis ein. Dazu hätten alle Geschäftsfelder beigetragen, betonte Zetsche, Insbesondere Mercedes-Benz Cars erzielte beim Absatz, Umsatz und EBIT Spitzenwerte. „Nie war die Pkw-Sparte in ihrer langen Unternehmensgeschichte besser als im Jahr 2011“, so die Stuttgarter stolz. Mehr als 2,1 Millionen Fahrzeuge verkauftInsgesamt lag das Konzernergebnis nach vorläufigen Zahlen bei 6,0 Milliarden Euro (Vorjahr: 4,7 Mrd.), der Umsatz stieg von 97,8 Milliarden Euro im Jahr 2010 auf nunmehr 106,5 Milliarden Euro. Insgesamt hat Daimler im vergangenen Jahr 2,1 Millionen Fahrzeuge abgesetzt und damit das Vorjahresniveau um elf Prozent übertroffen. Die Mercedes-Benz Cars mit den Marken Mercedes-Benz, Maybach und smart haben mit einem Verkaufsrekord von 1,38 Millionen Fahrzeugen wesentlich zu diesem Anstieg beigetragen. Höchststände verzeichnete die Sparte auch beim Umsatz mit 57,4 Milliarden Euro (+7 %) und beim EBIT mit 5,2 Milliarden Euro. Die Umsatzrendite legte von 8,7 auf 9,0 Prozent zu. Den Ergebnisanstieg erklärt Daimler vorwiegen mit dem Absatzwachstum insbesondere im Mittelklasse- und SUV-Segment. Vor allem in China und den USA konnte das Geschäftsfeld Boden gutmachen. Im Truck-Geschäft verbuchte Daimler einen weltweiten Absatzzuwachs von 20 Prozent auf 425.800 Fahrzeuge. Ebenfalls um 20 Prozent nahm der Umsatz auf 28,8 Milliarden Euro zu. Auch das EBIT dieses Geschäftsfelds lag mit 1,87 Milliarden Euro deutlich über dem Vorjahresniveau mit 1,33 Milliarden. Um 18 Prozent ging der Absatz der Mercedes-Benz Vans nach oben. Dafür sorgten 264.200 Verkäufe der Modelle Sprinter, Vario, Vito und Viano. Der Umsatz stieg auf 9,2 (7,8) Milliarden Euro und das EBIT auf 835 (451) Millionen. Daimler Buses erhöhte den Absatz von Bussen und Fahrgestellen trotz schwieriger Bedingungen bei den Komplettbussen weiter auf 39.700 (39.100) Einheiten. Der Umsatz lag mit 4,4 (4,6) Milliarden Euro leicht unter Vorjahresniveau. Das Geschäftsfeld konnte mit einem EBIT von 162 Millionen Euro das hohe Niveau des Vorjahres nicht erreichen. Diese Ergebnisentwicklung ist auf einen rückläufigen Absatz von Komplettbussen in Westeuropa und Nordamerika zurückzuführen. Zudem wirkten sich inflationsbedingte Verteuerungen in Lateinamerika negativ auf das EBIT aus. Positiv wurde das Ergebnis durch höhere Auslieferungen von Fahrgestellen in Lateinamerika und Mexiko sowie durch Wechselkurseffekte beeinflusst.Insgesamt hat Daimler sein Konzern-EBIT im vergangenen Jahr mit rund neun Milliarden Euro um 24 Prozent steigern können. Einschließlich Sonderfaktoren stieg die Kennzahl um 20 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro nach 7,3 Milliarden im vergangenen Jahr. Beide EBIT-Werte sind neue Bestwerte.AusblickBei Daimler geht man davon aus, dass die weltweiten Automobilmärkte in diesem Jahr weiter wachsen. Davon ausgenommen sind allerdings die durch die Schuldenkrise zunehmend belasteten westeuropäischen Märkte. Global rechnet man mit einem 4-prozehntigen Plus bei den Pkw-Zulassungen, wobei das Wachstum vor allem in den asiatischen Schwellenländern, dem US-amerikanischen Markt und dem von Nachholeffekten beeinflussten japanischen Markt getrieben werde.Bei mittelschweren und schweren Lkws rechnet das Unternehmen mit einer weltweiten Nachfrage „mindestens auf dem Niveau des Vorjahres“. Während man dem nordamerikanische Markt einen Nachfrageschub von bis zu 20 Prozent zutraut, sieht man den Markt in Europa stark von der anhaltenden Staatsschuldenkrise und der daraus resultierenden Konjunkturschwäche gezeichnet. Mehr als Vorjahresniveau mag man in Stuttgart nicht erwarten. Im Pkw-Geschäft wollen die Schwaben weiter zulegen und stärker wachsen als der Gesamtmarkt. (Auto-Reporter.NET/arie)

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