Frage — Wie reinigt man am besten Einspritzventile? - meine tropfen
Erstmal einen Guten,
seit Mitte Juni habe ich mit meinem BMW E46 320i Cabrio das Problem, das er nach längerem stehen nicht mehr richtig anspringt (stottern, usw.) Sobald der Motor dann aber gelaufen ist ist dieses Problem wie weg geblasen. Auch im Fehlerspeicher gibt es dafür kein Problem, alles auf okay. Benzindruck ist auch Normal. Also gibt es da nur noch die Variante das das Gemisch durch die Ventile zu fett wird und dadurch springt der Wagen schlecht an. Soweit zu meiner Recherche.
Meine Frage stellt sich nun: Wie reinigt man die Einspritzventile?
Das stottern tut dem Motor und meinen Nerven nicht gut.
2 Antworten
AutoPro Antwortet vor 35 Monaten
Moin Kollege,
also ich habe mal vor länger Zeit schon, von einem Freund eine Anleitung bekommen wie man eine Motorreinigung durchführt. Ich habe sie dir mal mit angehängt. Meiner Auffassung nach ist das ein heikles Thema, so eine Operation selber zu machen. Darum hab ich es gelassen und es einen Profi übergeben. Der meinte das man das normaler weise alle 100.000 Kilometer mal machen sollte. Ich hoffe du kannst mehr mit der Anleitung anfangen als ich es konnte.
Viel Spaß
"Einspritzventile prüfen und reinigen am V8
Vorwort:
Ich habe diese Aktion durchgeführt weil ich undichte ESV bei meinem Wagen
vermutet habe, was sich leider (oder zum Glück) nicht bewahrheitet hat.
Aber nach 200tsd km kann man sich diese Aktion ja mal gönnen.
Benötigt wird:
· Ultraschallgerät (am besten beheizbares)
· Tickopur TR13 (Reinigungsmittel)
· Wasserkocher
· Thermometer
· Druckluftanschluss + Druckminderer
· Blinkrelais + 12V Netzteil
· Spritze
· Diverse Plastikbecher
· 16 O-Ringe + 8 Halteklammern
· Und Geduld+Zeit
Ich hab mir vorher noch zur Sicherheit 8 Ventile organisiert falls doch das ein oder
andere ein Problem haben sollte.
Als erstes hab ich mal den Widerstand der Ventilspulen gemessen und bin bei allen
auf 16 Ohm gekommen (TIS gibt nichts dazu an) und denke dass damit alle el. in
Ordnung sind.
Dann hab ich mir mit einem alten Blinkrelais und einer 55W-Birne eine Schaltung
gebastelt um die Ventile im U-Bad zu takten.
Das wird folgendermaßen angeschlossen:
+ 12V vom Netzteil an Klemme 30 und – vom Netzteil an Klemme 31
von Klemme 30 zu Plus Birne
von Masse Birne zu Kontakt LE
von Kontakt LA an einen Pol des Ventils
vom anderen Pol Ventil zu Klemme 31 (Masse)
dann tackert das Ventil schön gleichmäßig vor sich her.
Ultraschallbad:
Laut Aufschrift auf dem Tickopur (ist extra für ESV), sollten die Ventile bei 60°C 10
Minuten in einer Wasser-Tickopurmischung von Tickopuranteil 10% liegen, das
ergab bei der Größe meines U-Badbehälters ca. 300ml Wasser und 30ml Tickopur.
Jetzt kommt die Geschichte mit dem beheizbaren Ultraschallgerät.
Da ich das nicht hatte, hab ich eben einen Wasserkocher genommen, die 300ml
Wasser auf ca. 65°C erhitzt, vorher in einen Messbe cher das Tickopur
reingeschüttet und dann das heiße Wasser in den Messbecher zugegeben und
dieses dann in das U-Bad zum bereits taktenden Ventil zugeschüttet. Da mein UGerät
nach 3min ausschaltet, hab ich es eben 3-mal eingeschaltet.
Anschließend habe ich das Ventil in klares Wasser getaucht um die Bad-Reste
runterzuspülen und dann noch kräftig mit Druckluft ab- und ausgeblasen.
Danach habe ich Kraftstoff (bei taktendem Ventil!!!) oben eingefüllt und das Ventil
ca. 20x takten lassen, um zu gewährleisten dass auch am Ventilsitz und Kegel
wieder Kraftstoff ist weil manche Stimmen behaupten dass das Ventil sonst festhockt
und nach Einbau nicht mehr funktioniert. Daher hab ich auch den fertigen Ventilen
bis zum Einbau immer in der abgebildeten Halterung nach und nach von oben mit
einer Spritze Sprit eingeträufelt.
Zur Dichtheitsprüfung:
Da ich natürlich wissen wollte ob die ESV überhaupt richtig dicht sind bevor ich sie
bei mir einbaue, habe ich die Dichtheitsprüfung nach TIS durchgeführt.
Laut TIS dürfen in 15sec nicht mehr als 2 Luftblasen bei 3bar in 80° heißem Wasser
aus den Ventilen treten.
Also mit Schlauch und Druckminderer dazwischen ein Ventil angeschlossen, dann
erst noch taktend (den vorher eingeträufelten Sprit) ausgeblasen, was wiederum
eine schöne Funktionsprüfung ist.
Mit dem Wasserkocher das Wasser auf 80°C erhitzen u nd in einen Becher geben,
dann das Ventil leicht schräg hineinhalten und nicht wundern das gleich 1-2 Blasen
aufsteigen, das ist nur die Luft in der Düse die sich jetzt schlagartig erwärmt und
dadurch natürlich ausdehnt.
Sind diese Blasen weg ca. 15 sec warten, wenn in dieser Zeit keine mehr folgen, ist
alles im grünen Bereich und ihr könnt das Ventil getrost verwenden.
Bei mir waren alle 8 o.k., und am nächsten Tag auch die alten die drin waren.
Zum Aus- und Einbau der Einspritzleise muss folgendes demontiert werden:
· LLRV
· Halterung Gas- Tempomatzug
· Abdeckungen Ventildeckel
· Die Kabelschächte wo die Kabel zur Versorgung der ESV drinliegen (dort
darauf achten dass die Metallbügel der Stecker für die Ventile nicht komplett
weg müssen, es reicht aus diese Bügel nur an einer Seite um die Ecke zu
bringen!!! Dann ist die Gefahr des Davonfliegens gleich null. Auch gleich nach
dem Ausbau diese Klammern wieder in richtige Position bringen, dann
vergesst ihr dies nicht!!!)
Auch würde ich mir die Mühe machen die Metallklammern die die ESV an der
Einspritzleiste halten vorher abzumontieren und ERST die Leiste von den Ventilen
zu ziehen, meine ESV saßen so fest, ich denke mit roher Gewalt die ich anwenden
hätte müssen um ESV und Einspritzleiste gleichzeitig zu entfernen, wäre da
eventuell was kaputt gegangen. Danach kann man die ESV durch hin- und
herbewegen und gleichzeitigem Zug schön aus dem Sauger ziehen.
Ich hab dann schön die O-Ringe und die Klammern erneuert und vor Montage die ORinge
mit Armaturenfett aus dem Sanitär-Bereich eingefettet. Wundert euch nicht
wie lasch die ESV mit den Klammern dran in der Einspritzleiste „hängen“, keine
Angst, das ist nachher tatsächlich dicht.
Lasst euch zum montieren der Einspritzleiste am besten von jemandem die
Kabelschächte gezielt zur Seite heben, das erleichtert ungemein.
Jetzt bin ich erst mal gespannt ob sich die „unnötige“ Aktion irgendwie am
Spritverbrauch bemerkbar macht."
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bimmer Antwortet vor 35 Monaten








