Frage — Was haltet ihr von der EU-Richtlinie für max. 120g/km CO2-Ausstoß von Neufahrzeugen bis 2012?
Was haltet ihr von der EU-Richtlinie für max. 120g/km CO2-Ausstoß von Neufahrzeugen bis 2012?
BMW läuft dagegen Sturm - mit einem Brief an Schweden, Großbritannien und ein paar osteuropäische Staaten in denen die Automobilindustrie und Zulieferbetriebe angesiedelt sind. - Mit der Begründung das Strafen für Verstöße dagegen, innovationsfeindlich sein und nicht dem Klimaschutz helfen würden.
Auch Söder will, das dieser Vorschlag nicht im Rat der Umweltminister debattiert wird sondern im Wettbewerbsfähigkeitsrat.
Mich interessiert eure Meinung, findet Ihr diesen Vorschlag gut oder seit Ihr auf der Seite von BMW und Co.? Ich bin für BMW.
2 Antworten
-Lo- Antwortet vor 56 Monaten
BMW und andere selbsternannte "Premiumhersteller" müssen ja schon rein aus modellpolitischen Gründen gegen diese Richtlinie sein; haben sie doch kein einziges Modell im Programm, das diese Hürde auch nur annähernd wuppen kann. Nicht umsonst haben sich Daimler und BMW gerade aktuell zu einem Joint-Venture zusammen getan, um einen Kleinwagen mit Low-Emission komplett neu zu konzipieren ... das heute boomende SUV- & MPV-Geschäft wird - wenn's so weiter geht - eh' nur eine Eintagsfliege in der Geschichte der automobilen Freiheit" sein und stante pede auf dem Müllhaufen derselben landen; dazu braucht man kein Hellseher zu sein, sondern nur in die heute bereits krisengeschüttelte Autoindustrie der USA zu guggen -- deren Big-Blocks laufen ja jetzt schon "nur noch unter bitteren Tränen", dabei ist der Sprit dort noch vergleichsweile supergünstig.
Diese elendige Verdammnisdebatte um - wissenschaftlich erwiesen - gänzlich unwirksame Umweltzonen halte ich wie Teile der CO2-Emissionsdebatte für Neufahrzeuge reine Augenwischerei ...
... und zwar aus folgenden Gründen:
Ausnahmslos ALLE Überprüfungen der Verbrauchs- und damit CO2-Emissionsangaben der gängigen Hersteller (nicht nur im Premiumsegment) haben einer Nachprüfung unter Laborbedingeunge mit eklatanten Abweichungen nach oben um 10 bis 20% nachgewiesen; dabei waren die "Premiumhersteller" - wie immer - Spitze ;-) .... im Mogeln.
Bei exaktem Nachfahren des Fahrzyklus unter realistischen Bedingungen auf der Straße kamen nochmal 10-15% Abweichung nach oben drauf. So kommt es, dass Fahrzeuge im Fahrbetrieb locker mal 2 Liter auf 100km mehr verbrauchen (wohlgemerkt bei EU-Normzyklusfahrt !!! ) als im Hochglanzprospekt angegeben. Wahrscheinlich veranlasst die Autolobby in allernächster Zukunft, die Grenze, ab der der Käufer Minderung des Kaufpreises oder Wandlung des Kaufvertrages rechtlich geltend machen kann, auf 50% über den angegebenen Prospektwerten; der mündige Autokäufer müsste diesen NeuwagenTemplanern doch bereits reihenweise die Bude mit Schadenersatzforderungen einlaufen ... der sprichwörtliche "deutsche Michel" merkt aber diese maßlose Lügerei der Hersteller nicht mal, sondern meckert lieber über die ach so hohen Preise an der Zapfsäule.
... und zu den Umweltzonen sag' ich nur: Würde sich jeder Autofahrer eine Feinstaubplakette kaufen, würden ~250 Millionen €uro in die Kassen gespült werden ... bei einem angenommenen Verkaufspreis von den empfohlenen 5,-€ ... soll "ein Auge zugedrückt" werden, weil die Schadstoffschlüsselnummer "gerade nicht zur Hand war", kostest die Plakette durchaus schon mal das Vier- bis Fünffache (Alles schon gehabt)
--- Noch Fragen, Kienzle?! ---
Fazit: Der deutsche Autofahrer wird abgezockt ohne Ende und bezahlt zu der Anschaffung eines vermeintlich "sauberen" Autos gar teuer Geld für angebliche TOP-Umweltfreundlichkeit ...
... während die EU-Nachbarn, vor Allem aber Afrika un der Ostblock günstigst an unsere im eigenen Lande unverkäuflichen "sogenannten Stinker" kommen und diese dort jahrzehntelang munter weiter vor sich hinmüffeln ;-)
Denn merke: Die Feinstaubwolke macht an JEDER Ländergrenze und noch so kleinen Umweltzone Halt ?! (Dortmund hat gerade die kleinste Umweltzone eingeführt: 300m Straße zum Verkehrsknotenpunkt Borsigplatz) ... ja, geht's noch?!
Noch ein kleiner Nachtrag zu dem Thema: Hochnotpeinliche Frage an unser Aller Merkel: http://www.direktzu.de/kanzlerin/messages/15341
EIN einziger neu produzierter Neuwagen hat durch seine Produktion bereits ~8 TONNEN CO2 in die Luft geblasen, ohne je einen einzigen Meter gefahren zu sein ... also macht mal Einen auf "Zivilen Ungehorsam" und fahrt Eure Gebrauchtwagen mit ruhigem Gewissen weiter ... zumindest, so lange die deutsche Industrie kostenlose "Verschmutzungszertifikate" von der Bundesregierung geschenkt bekommt .. ..soviel noch nebenbei zum ebenso augenwischenden Thema "Subventionsabbau"
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Priusfan Antwortet vor 51 Monaten
Normtest ist Normtest. Den kann man nicht unter normalen Straßenbedingungen nachfahren. Da wird man naturgemäß immer Abweichungen rausbekommen. Das der nicht alltagsgerecht ist steht außer Frage. Aber um die Fahrzeuge ordentlich vergleichen zu können benötigt man nunmal eine labortechnische Messung unter genormten Bedingungen.
Und die sogenannten Messrunden der selbsternannten Autotester diverser Zeitungen und Zweitschriften sind nicht mit irgndetwas vergleichbar. Die so ermittelten Werte gelten jeweils nur für das an dem Tag um diese Urzeit und bei dem Wetter mit dem Fahrer gefahrene Fahrzeug. Selbst wenn ein Vergleichsfahrzeug direkt dahinter oder davor fährt, sind die Bedingungen schon anders. Der eine kommt noch bei grün drüber und der andere muss warten. Einer hängt hinter einem LKW fest der andere nicht u.s.w. Im normalen Straßenverkehr kommt man einfach nicht auf ausreichend vergleichbare Werte.
Auch wenn ich fast täglich mit demselben Auto um fast dieselbe Zeit dieselbe Strecke fahre, weicht der Durchschnittsverbrauch täglich um 0,1-0,3 von Tag zu Tag ab. Abhängig von der Temperatur und den Verkehrsverhältnissen.
Aber nun zum eigentlichen Thema:
Ich finde die Grenze von 120g für 2012 nicht unereichbar. Schon heute gibt es zahlreiche Fahrzeuge in der Kompakt- und Mittelklasse, die diese Werte deutlich unterschreiten. Und wenn ich mir die Weiterentwicklung in den nächsten 4 Jahren angucke, ist das mit etwas gutem Willen locker zu schaffen.
Aktuelle Modelle nutzen heutzutage gerademal 15-20% der im Benzin gespeicherten Energie zum Antrieb aus. Da ist also noch genug Luft für eine Effizienzsteigerung.
Mit Dowsizing,Gewichtseinsparung, Start-Stopp-Automatik und Cw Wertverbesserung ist schon einiges zu machen. Man muss nur wollen.
Bis 2012 gibt es aus Japan Plug-In Hybride mit 2,5L Verbrauch. Oder den Volt von GM mit ohne Benzinverbrauch oder Opel hat da auch was am Start. Selbst Porsche baut ab 2009 einen Hybriden. Mercedes hat den F700 als Hybrid in Planung. Nur von BMW kommt da anscheinend nix.
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