Frage — Ich spiele mit dem Gedanken mir eine Mercedes Pagode zuzulegen

Welche Baujahre sind zu empfehlen? Welcher Motor? Selber restaurieren oder viel Geld in die Hand nehmen? Vielleicht kann mir hier einer ein paar Tipps geben

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momax

momax Antwortet vor 60 Monaten

Die Pagode ist zweifelsohne einer der beliebtesten Oldtimer von Mercedes-Benz. Seine richtige Bezeichnung ist eigentlich 230, 250 oder 280 SL. Seinen inoffiziellen Namen Pagode gab man ihm wegen seines Hardtop-Dachs, das nach innen gewölbt ist und dem Wagen einen einmaligen Charakter verleiht. Das elegante Cabrio löste mit seinen geraden schnörkellosen Linien den sehr viel verspielteren 190 SL ab. Gebaut wurde die Pagode von 1963 bis 1970. Zunächst mit einem 150 PS starken Reihensechszylinder, dem 230 SL. 1965 führte man für zwei Jahre den gleich starken 250 SL ein. Dieses Modell erwies sich jedoch als nicht sehr standfest. Deshalb schob man schon nach kurzer Bauzeit den 280 SL nach. Zweifelsohne das ausgereifteste Modell der Baureihe W113. Alle Motoren waren mit Handschaltung und Automatikgetriebe erhältlich. Für welches Modell sollten sich Oldtimerinteressenten entscheiden? Oldtimerliebhaber die es gerne etwas sportlicher lieben, greifen zum 230 SL mit Handschaltung. Zu dem Motor passt das Schaltgetriebe besser denn es unterstreicht den kernigen Charakter. Mit dem Automatikgetriebe wirken alle drei Motoren schlapp – gerade dem 170 PS starken 280 SL merkt man damit seine Leistung nicht mehr an. Für viele ist damit der 230 SL mit Handschaltung die wahre Pagode. Wer es ausgereifter mag nimmt den 280 SL, der serienmäßig über Gurte und Kopfstützen verfügt. Der Wage eignet sich hervorragend zum Cruisen. Leicht zu unterscheiden sind die 230er von den 280er von hinten an den Orangen Blinkergläsern im Heckscheinwerfer – beim 230er waren sie ganz rot.

Wie viel Mercedes-Benz die vor und nach der Pagode auf den Markt kamen war auch sie ein Vorreiter in Sachen Fahrgastsicherheit. Denn das Auto war das erste mit einer konstruierten Knautschzone Oldtimerfreunde die sich für eine Pagode interessieren treffen auf einen recht übersichtlichen Markt. Im Internet werden zum Beispiel auf Mobile.de ständig nur um die 120 Fahrzeuge angeboten. In Deutschland sind nur noch rund 5000 Pagoden zugelassen. Dementsprechend schwer ist es, ein Auto zu bekommen das den eigenen Farb- und Preisvorstellung trifft. Vorsicht vor überteuerten Rostlauben und verspachtelten US-Importen.
Generell sollte man wie bei allen Oldtimern lieber etwas mehr investieren als den ein Rostlaube zu kaufen. Eine Restauration kann leicht mehrere 10.000 Euro verschlingen. Gute Pagoden im Zustand 2 kosten heute (Stand 11/2007) rund 35.000 Euro und mehr. Fahrbare Pagoden mit leichten Mängeln (Zustand 3-) aber rostfrei kosten ab 25.000 Euro. Vorsicht ist auch bei den California Pagoden geboten. Die Autos verfügen zwar über 4 Sitze, dem Wagen fehlen aber das Stoffverdeck und das Gestänge. Ein Umbau, sprich ein Nachrüsten des Verdecks, kostet leicht 8000 Euro. Der California Roadster ist somit für die Wenigsten eine attraktive Alternative.

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pagode

Gefragt von pagode vor 60 Monaten
Thema: Mercedes Pagode

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