Test & Fahrbericht: Mitsubishi Lancer Sportback 1.8 DI-D+ – Einführung, Daten & Fakten

Seit 2007 ist die aktuelle Generation des Mitsubishi Lancer auf dem Markt. Fünf Jahre ist es bereits her, dass die Japaner mit ihrem Kompaktmodell die Jet Fighter-Front einführten, die später auch das Facelift-Modell des 2012 ohne Nachfolger eingestellten Mitsubishi Colt zieren sollte. Zwei Wochen testete ich die Schrägheck-Variante Lancer Sportback mit dem stärksten 1.8er Common-Rail-Diesel.

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Mitsubishi Lancer Sportback 1.8 DI-D+ Merkur-Silber Vorderansicht Fel

Der Mitsubishi Lancer ist bei den Japanern ein Modell mit reichlich Historie. Bereits 1973 lief der erste vom Band, 1977 wurde diese erste Generation Lancer erstmals in Deutschland vertrieben.
Die seit 1988 produzierte vierte Generation jedoch war es erst, die ich Anfang der 90er Jahre bewusst wahrnahm – allerdings nicht als Schönheit.

Inzwischen sind wir heute bei der achten Generation, der Baureihe CYO angelangt. Seit 2007 wird diese angeboten und hat sich während dieses Produktionszeitraums optisch kaum verändert. 2008 wurde die Modellreihe um die Sportback genannte Schrägheck-Variante ergänzt, die den Kombi des Vorgängers ersetzen sollte.

Mitsubishi Lancer Sportback 1.8 DI-D+ Merkur-Silber Seitenansicht Fel

Zum Modelljahr 2013 hat Mitsubishi die Lancer-Modelle unmerklich aufgemöbelt. Optisch hat sich dabei nichts getan. Aber an den inneren Werten wurde kräftig gedeichselt. Auch die Modell-Politik erfuhr eine Überarbeitung.

Entgegen früherer Modelljahre gibt es den 2013er Lancer nun nicht mehr in unterschiedlichen Ausstattungslinien (z. B. Instyle, Invite). Das Ausstattungsniveau bleibt jedoch erfreulich hoch. So gehören etwa Bi-Xenon-Scheinwerfer, Regen- und Lichtsensor, Klimaautomatik, Sitzheizung, das Leder-Multifunktionslenkrad, ein Audiosystem mit 6,1“-Touchscreen und sechs Lautsprechern sowie USB-Anschluss, Bluetooth-Freisprecheinrichtung und die Rückfahrkamera zur Serienausstattung.

Mitsubishi Lancer Sportback 1.8 DI-D+ Merkur-Silber Heckansicht Fel

All das sind Ausstattungsmerkmale, die bei anderen Herstellern oftmals erst gegen weiteres Geld zu bekommen sind. Die Krönung dieses Preis-Leistungs-Verhältnisses stellt schließlich der Basispreis dar: der 1.6er Benziner mit 117 PS weist sowohl als Limousine als auch in der Sportback-Variante einen Listenpreis von 20.990 € aus.

Unabhängig von Modell-Variante und Motorisierung bietet Mitsubishi derzeit noch bis zum 30.06.2013 bei Kauf eines Lancer einen Preisnachlass von 3.000 € an. Damit sinkt der Basis-Listenpreis des Testwagens auf 20.990 € und der des Benziners auf 17.990 €.

Mitsubishi Lancer Sportback 1.8 DI-D+ Cockpit Interieur Innenrau

Die Diesel-Modelle verfügen über weitere Details, die zum Serienumfang gehören. So dürfen in den Selbstzündern sechs statt fünf Gänge sortiert werden, gibt es eine Geschwindigkeitsregelanlage, Zierleisten in Klavierlackoptik sowie 18-Zoll-Leichtmetallfelgen. Mit der ClearTec genannten Start-Stopp-Automatik zollt Mitsubishi den gesteigerten Öko-Erwartungen Tribut.

Mitsubishi Lancer Sportback 1.8 DI-D+ Kombiinstrument Tacho Cockpit InterieurDer gefahrene Testwagen mit dem 150 PS starken 1.8er Turbodiesel DI-D+ startet laut Liste regulär ab 23.990 €. Das Aggregat ist jedoch ausschließlich dem Sportback vorbehalten. Das einzige kostenpflichtige Extra, über das der Sportback 1.8 DI-D+ verfügte, war die Metallic-Lackierung in Merkur-Silber für 490 €.

So stand er schließlich vor mir. Und ich muss gestehen, ich war – was den Lancer betrifft – ohnehin befangen. Seit seiner Markteinführung war er mir sympathisch. Ich mochte seither die kantige, aggressive Front. Obschon ich in optischer Hinsicht stets die Limousine bevorzugen würde und das Heck des Sportback als weniger gelungen betrachte, fährt zumindest in Berlin der Lancer Sportback verhältnismäßig häufig durch die Straßen und ist weit öfter anzutreffen als die Limousine.

Mitsubishi Lancer Sportback 1.8 DI-D+ Merkur-Silber Heckansicht Detail Feldwe

Als vorzeitiges Ergebnis nach zwei Wochen Test darf ich bereits an dieser Stelle festhalten: der Mitsubishi Lancer Sportback 1.8 DI-D+ ist ein guter und praktischer Kompaktwagen mit einem nahezu unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnis. Aber: der Lancer ist ein Kopf-Auto. Sympathie hin oder her – der Lancer verkauft sich über seinen Preis, die gute Ausstattung und dem Bewusstsein, einen zuverlässigen Japaner gekauft zu haben. Pure Vernunft. Glücklich schätzen kann sich derjenige, der es beherrscht, seine Vernunft gleichfalls in Emotion und Passion zu transformieren. Denn in seinen eigenen Parametern ist der Mitsubishi Lancer Sportback durchaus in der Lage, Fahrspaß und Emotion aufkommen zu lassen.

Das verbaute Triebwerk mit 150 Diesel-PS und 300 Nm ab 2.000 Umdrehungen, das ich bereits aus dem Citroën C4 Aircross HDi 150 kenne, überzeugt weitestgehend und zeigte sich kräftig sowie spurtstark. Auch in allen anderen Belangen verhielt sich der Lancer Sportback völlig unproblematisch. Einsteigen, losfahren. Denn im Cockpit gibt es kaum Funktionen oder Tasten, die Fragen aufwerfen könnten. Sehr viel ergonomischer kann ein Fahrzeug-Innenraum kaum ausfallen. Nur Kleinigkeiten könnten besser gelöst sein.

Mitsubishi Lancer Sportback 1.8 DI-D+ Merkur-Silber Vorderansicht Detail Jet Fighter Xeno

Einen genaueren Blick werfe ich auf die jeweiligen Bereich in den folgenden Artikeln. Separat gibt es dieses Mal eine Blogschau zum Mitsubishi Lancer sowie detaillierte Angaben zur Ausstattung und den technischen Daten.

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8 Reaktionen auf diesen Beitrag

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  5. Thorsten Podlech

    Der 2013er Lancer ist wirklich ein tolles Auto. Zumal sich die Grundausstattung wirklich sehen lassen kann. Bei anderen Fahrzeugherstellern sind diese nur gegen einen Aufpreis erhältlich.

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  7. Deutscher Auto Blogger Digest vom 14.06.2013 › "Auto .. geil"

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