Test & Fahrbericht: Infiniti Q50 2.0t – Einführung, Daten & Fakten

Infiniti Q50 2.0t – Einführung, Daten & Fakten

Mit dem Q50 bieten die Japaner von Infiniti seit Sommer 2013 eine elegant gezeichnete Mittelklasse-Limousine an. Als ich die ersten Bilder Anfang 2013 sah, war mir klar: Muss ich fahren. Und pünktlich mit der Erweiterung der Motorenpalette um einen 2.0-Liter-Turbobenziner stand der Infiniti Q50 2.0t vor meiner Tür. Und ich war verzückt.

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2014 Infiniti Q50 2.0t V37 Malbec-Schwarz Vorderansicht Sonnenuntergan

Infiniti baut schöne Autos, edle und sportive Autos, die nicht nur chic aussehen können, sondern auch richtig gut sind. Das Infiniti-Design ist aufregender und markanter als das von 3er BMW, C-Klasse und A4 zusammen. Aber Infiniti hat ein Problem: In Deutschland ist die Nissan-Edelmarke beinahe gänzlich unbekannt. Obwohl ein echter Kopfverdreher, kann kaum ein Autofahrer etwas mit dem Namen Infiniti anfangen – trotz des Markenbotschafters und ehemaligen Infiniti-Red-Bull-Racing-Piloten Sebastian Vettel. Das sollte sich ändern – das muss sich ändern; denn Infiniti hat ’ne Menge zu bieten.

Infiniti Q50 – Geschichts-Exkurs

Und dabei hat der Q50 eine spannende Historie vorzuweisen. Mit dem Infiniti Q50 ging für mich indirekt ein Jugendtraum in Erfüllung, und zusätzlich besteht witzigerweise eine Verbindung zu meinem ersten eigenen Auto. Anno 2005 war es, als ich mir als Schüler für 1.900 € einen 1994er Nissan Primera (P10) 2.0 SLX anschaffte. Der Primera P10 wurde in den USA als Infiniti G20 angeboten. Das letzte Modell dieser G-Serie war der G37 (V36), das auch schon in Deutschland erhältlich war. Der Nachfolger V37 ist seit 2013 der Q50.

2014 Infiniti Q50 2.0t Skyline V37 Malbec-Schwarz Heckansicht Detai

Damit ist der Testwagen quasi der Ururenkel meines ersten Autos. Schließlich erfüllt die Tatsache, dass der Q50 im Heimatmarkt Japan als Skyline – ohne Infiniti- oder Nissan-Badge – vertrieben wird, indirekt einen alten Jugendtraum. Dort ist der Infiniti Q50 bzw. Skyline V37 als Nachfolger des inzwischen „klassischen“ Skyline R34 sowie des Skyline V35 und V36. Wobei der R34 unter Fans aus vielen Gründen als letzter echter Skyline gilt.
Aber machen wir uns nichts vor: Mit einem Nissan Primera oder Nissan Skyline hat der Infiniti Q50 nichts am Hut – Nomenklatur hin oder her.

Nissan Infiniti Primera Skyline Q50 V37 – Bestandsaufnahme

2014 Infiniti Q50 2.0t Skyline V37 Malbec-Schwarz Heckansich

Der Testwagen kam in der Sport-Ausstattungslinie zu mir, der serienmäßig mit den wirklich hervorragenden LED-Scheinwerfern sowie der direkt-adaptiven Lenkung DAS (Direct Adaptive Steering) ausgestattet war. Unter der Bughaube verrichtet ein 2.0-Liter-Turbo sein Tagwerk, das an ein 7-Gang-Automatikgetriebe gekoppelt ist und 155 kW/211 PS sowie 350 Newtonmeter leistet. Motor sowie Getriebe stammen von Daimler (M 274 DE 20 AL & 7G-Tronic Plus) und kommen in dieser Form etwa im Mercedes-Benz C 250 (BR 205) zum Einsatz. In Querbauweise und an ein Doppelkupplungsgetriebe geflanscht, findet sich das Aggregat unter der Bezeichnung M 270 DE 20 AL aber auch in der B-Klasse, dem Mercedes-Benz B 250.

2014 Infiniti Q50 2.0t V37 Cockpit Interieur Innenraum Graphite Leder Kacchu-Aluminiu

Optisch erwies sich der Infiniti Q50 Sport als eine beeindruckende Erscheinung, die immer wieder die Blicke auf sich zog; sicher, weil Infiniti kaum bekannt ist, aber auch, da der Q50 einfach gut aussieht. Es ist diese sportive Eleganz gepaart mit einem Schuss Barock, der mir sehr zu gefallen weiß. Das Sahnehäubchen ist jedoch ohne jeden Zweifel das Interieur. Verarbeitung, Haptik, Materialauswahl – hier passt einfach alles. Der Q50 spielt ohne Probleme in der selben Liga wie die deutsche Premium-Konkurrenz und hat in puncto Bedienung dank seiner beiden Touchsreens in der Mittelkonsole die Nase vorn. Zwar benötigt das Bedienen der zahlreichen Funktionen anfangs Gewöhnungsarbeit, aber das Wohlfühlen und Heimischwerden ist im Nu erledigt. Und weil ich mich auf dem Fahrersitz so gut aufgehoben fühlte, ging ich das Verkehrsgeschehen gleich viel gelassener und entspannter an.

2014 Infiniti Q50 2.0t V37 Malbec-Schwarz Vorderansicht LED-Scheinwerfe

Malbec-Schwarz heißt die Farbe, in der der Testwagen erstrahlt. Ein grandioser Farbton, den ich persönlich auch für den Q50 wählen würde. Das Attribut „Schwarz“ wird der Farbe dabei in keinster Weise gerecht. „Malbec“ heißt urspürnglich eine alte französische Rotweinsorte, die gekennzeichnet ist durch ihre sehr dunkle violett-schwarze Traubenfarbe. Und je nach Lichteinfall erscheint der Lack mal schwarz, mal violett. Eine sehr schöne Farbe; nur leider getrübt von der sparsamen Ab-Werk-Lackierung, die durch hässliche Orangenhaut gekennzeichnet ist. Aber – so viel sei schon in dieser Einführung verraten – das war auch schon der gravierendste Mangel am Infiniti Q50.
Detaillierter geht’s bald im Fahrbericht zu.

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5 Reaktionen auf diesen Beitrag

  1. Infiniti Q50: Blogschau | autoaid.de blog

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  3. Am 27. Februar 2015 gefunden … | wABss

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  4. Deutscher Auto Blogger Digest vom 27.02.2015 › "Auto .. geil"

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  5. Daily: Autoblog-Welt 28. February 2015 › Mein Auto Blog

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