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DEKRA stellt Gebrauchtwagenreport 2012 vor – Warum die Statistiken von ADAC, DEKRA und TÜV unzuverlässig sind

Donnerstag, 19. Januar 2012 von Mario Lehmann

Zu Beginn dieses Jahres stellt die DEKRA den Gebrauchtwagenreport 2012 vor. Dabei wurden 50 neue Fahrzeuge in einem Laufleistungsbereich von 0 – 50.000 Kilometer in die Datenbank der Prüforganisation aufgenommen. Insgesamt habe die DEKRA 15 Millionen Fahrzeuge bei der Hauptuntersuchung (HU) auf der Hebebühne gehabt. Insgesamt stehen in der Datenbank des Stuttgarter Prüfgesellschaft 280 Fahrzeugmodelle, die in acht Kategorien unterteilt werden. Der Opel Astra J wurde als Fahrzeug mit der besten Einzelwertung ausgezeichnet. Doch was ist eine solche Auszeichnung wert?

Screenshot gebrauchtwagenreport.com der DEKRA | 18. Januar 2012

Nicht nur die DEKRA veröffentlicht regelmäßig die Ergebnisse ihrer durchgeführten Hauptuntersuchungen. Auch der TÜV gibt mit seinem TÜV-Report eine Statistik aus, die Aussagen über Zuverlässigkeit und Qualität einzelner Fahrzeugmodelle treffen soll. Weiterhin großen Wert beigemessen wird der Pannenstatistik des ADAC, die angibt, wie oft und aufgrund welcher Probleme die gelben Engel zu bestimmten Fahrzeugen ausrücken mussten.

In der Theorie klingen solche Statistiken und Übersichten besonders geeignet, um sich einen Überblick über qualitative Fahrzeuge zu verschaffen. Sowohl für den Neuwagen- als auch den Gebrauchtwagenkauf können aussagekräftige Urteile die Kauf-Entscheidung maßgeblich beeinflussen. Zuverlässige Autos mit hoher Langzeitqualität versprechen keine oder nur wenige Werkstatt-Aufenthalte und würden somit für niedrigere Unterhalskosten sorgen.

Doch was, wenn diese Reporte und Statistiken nicht die ganze Wahrheit widerspiegeln?

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Bundeskartellamt konnte keine Preisabsprachen unter Mineralölkonzernen nachweisen – Dennoch liege ein Benzin-Oligopol vor

Dienstag, 24. Mai 2011 von Mario Lehmann

Das Bundeskartellamt analysierte drei Jahre lang Preis-Dynamiken am deutschen Benzin- und Sprit-Markt. Medienberichten zufolge seien Preisabsprachen nicht nachweisbar, dennoch falle der Preis an der Zapfsäule zu hoch aus. Der Markt werde beherrscht von fünf großen Unternehmen, die ihre Preise zwar nicht absprechen, aber abschauen. Die Politik und der ADAC fordern nun Konsequenzen. Den Ölmultis soll es an den Kragen gehen. Aber ist das überhaupt gerechtfertigt?


Benzinpreisentwicklung 1991 – 2009. Es geht steil bergauf, ein Ende ist nicht in Sicht. | Wikimedia Commons, Public Domain. Urheber: Boonekamp


Im Bericht des Kartellamtes sei die Rede von einem Benzin-Oligopol. Was ein Monopol (gr. mónos – allein, pōlein – verkaufen) ist, dürfte ein Großteil der Menschen wissen. Die Telekom war ein Monopol, ebenso wie die Post oder die Bahn. Da Monopolisten allein den Preis bestimmen können, ohne auf eine Konkurrenz achten zu müssen, widerstreben monopolistische Strukturen den Gesetzmäßigkeiten des Marktes und der bundesdeutschen Marktwirtschaft. Das ist soweit noch einleuchtend.

Ein Oligopol (gr. óligoi – wenige, pōlein – verkaufen) dagegen sieht eine Handvoll Anbieter einem Heer Nachfrager gegenüber. Hier ist keine willkürliche Preistreiberei möglich, denn die Konkurrenz kann durch günstigere Angebote die Nachfrage auf sich konzentrieren. Daher orientieren sich die Anbieter gegenseitig aneinander. Wucher ist aber dann möglich, wenn die wenigen Unternehmen Hand in Hand arbeiten und ihre (hohen) Preise absprechen und sich damit das Heer der Nachfrager untereinander aufteilen. Dies wiederum widerstrebt dem Marktgedanken und ist illegal. Und diesem Verdacht sollte das Bundeskartellamt nachgehen. Wie sich zeigte, seien die Preise nicht abgesprochen – was strafbar wäre – sondern über Preis-Scouts lediglich abgeschaut und angeglichen. Ein solches Vorgehen ist wiederum erlaubt.

Erhöht also ein Anbieter seine Sprit-Preise registrieren das die Konkurrenten und erhöhen ebenfalls den Preis. Das ärgert den Kunden und Autofahrer, schließlich soll er plötzlich 1,60 € für Super-Benzin löhnen.

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Service: Bewertungsportale erobern das Internet und sorgen für Transparenz – audoaid.de stellt Portal für Kfz-Werkstätten und Werkstatt-Kunden zur Verfügung

Mittwoch, 9. Februar 2011 von Mario Lehmann

Zahlreiche Portale, die dem Verbraucher dienlich sein sollen, haben sich in den letzten Jahren entwickeln und etablieren können. So können Internet-Nutzer ihre Erfahrungen publik machen und teilen, Empfehlungen aussprechen, vor schwarzen Schafen warnen. Nahezu jeder Bereich unseres Alltags kann mittlerweile diskutiert, bewertet und weiterempfohlen werden. Einzig im Bereich der Kfz-Werkstätten lässt das Online-Angebot an zuverlässigen Adressen zu wünschen übrig. Diese Lücke schließt autoaid.de – das Auto-Service-Portal – und bietet darüber hinaus einen doppelten Service.

Die Leistungen einer Kfz-Werkstatt sind Vertrauenssache. Daher sind Pfusch und Fehler oft ärgerlich und teuer. Das Auto-Service-Portal autoaid.de stellt für den Erfahrungsaustausch der Kunden mit verschiedenen Werkstätten eine sinnvolle Plattform im Sinne des Verbraucherschutzes dar.

Die Firma autoaid GmbH, die sich u. a. als verbraucherorientierten Dienstleister versteht, bietet auf ihrer Webseite www.autoaid.de unter der Rubrik „Werkstatt & Autohaus“ prinzipiell zwei Arten von Service an. Einerseits dient die Werkstatt-Seite als Bewertungsportal, in welchem Werkstattkunden von ihren Eindrücke einer in Anspruch genommenen Kfz-Werkstatt berichten und die geleistete Arbeit bewerten können. Dies gewährleistet für andere Internet-Nutzer unabhängige Bewertungen und Beurteilungen, denen der Besucher von autoaid.de eher vertraut als den Versprechungen einer Werkstatt. Darüber hinaus werden Eindrücke geschildert von Werkstattkunden für Werkstattkunden; ein Aspekt, der bei den großen Werkstatt-Tests der Autozeitschriften nicht bedient werden kann. Des Weiteren dient der Werkstatt-Bereich als erster Anlaufpunkt für die Suche nach Werkstätten. Gezielt kann nach Werkstätten gesucht werden, die sich auf bestimmte Marken spezialisiert haben, Reparaturen an speziellen Bauteilen, besondere Service-Leistungen anbieten oder ein großes Reifensortiment und einen Reifenservice offerieren.

Im Werkstatt-Bereich von autoaid.de können die Benutzer nach Werkstätten suchen, Erfahrungsberichte lesen und schreiben oder nach bestimmten Service-Leistungen suchen. Werkstattbetreiber können ihre Werkstatt registrieren und eintragen lassen, somit überregional agieren.

Andererseits bietet autoaid.de den Werkstätten selbst die Möglichkeit, sich potentiellen Kunden zu präsentieren und Werbung in eigener Sache zu machen. Auf diese Weise wird es den Werkstattbetreibern ermöglicht, über die regionalen Grenzen hinaus an Bekanntheit zu gewinnen. Werkstätten können sich hier über das Angebot von autoaid.de informieren.

In Kombination dieses doppelten Service ergibt sich ein Profil für den Werkstatt-Bereich, der u. a. bewerkstelligt, dass Autofahrer, die im Urlaub oder auf Geschäftsreise auf unbekannten Straßen unterwegs sind und einen Defekt am eigenen Fahrzeug zu beklagen haben, schnell und sicher mithilfe des Auto-Service-Portals autoaid.de eine geeignete und gut bewertete Werkstatt in ihrer Nähe ausfindig machen können.

autoaid.de – Das Auto-Service-Portal bietet sowohl Werkstatt-Betreibern als auch Werkstatt-Kunden eine unabhängige Plattform.

Einen Service dieser Art – sowohl für Autofahrer selbst als auch für den Betreiber einer freien oder Vertragswerkstatt – bietet in dieser Form nur die Firma autoaid an.

autoaid.de – das Auto-Service-Portal für Neuwagen und Werkstätten – bietet mit Beginn des Jahres auch Autoteile zum Online-Kauf an

Freitag, 7. Januar 2011 von Mario Lehmann

autoaid.de - Das Auto-Service-Portal bietet ab sofort einen weiteren Service an: den Online-Kauf von Autoteilen.

Das Auto-Service-Portal autoaid.de, über das Interessenten bisher schon Neuwagen von deutschen Vertragshändlern online kaufen und eine kompetente, passende Werkstatt in der Nähe finden konnten, bietet seit Beginn des Jahres einen weiteren Service an. Mit dem neuen Jahr 2011 ist es Interessierten und Besuchern über autoaid.de möglich, online Autoteile zu suchen und zu bestellen.

Auf der Hauptseite des Portals findet sich ab sofort neben den bisherigen Rubriken Werkstatt, Neuwagen, Gebrauchtwagen und Testberichte die neue Rubrik Autoteile.

Über dieses Menü sucht sich der Besucher die gewünschten Bauteile für sein Fahrzeug und kann diese bei Bedarf sofort bestellen.

Mit einem Klick auf die neue Kategorie gelangt der Kunde in ein übersichtliches Menü, das untergliedert wird in zehn Unterkategorien, wie z. B. Reifen, Felgen, Navigationssysteme, Car-Hifi oder Tuning.

Sucht ein Besucher bspw. Winterreifen, klickt dieser auf die Unterkategorie Reifen und gelangt damit zur Produktvorschau aller Reifen. Über eine Suchmaske kann schließlich festgelegt werden, welche Art Reifen, welche Reifengröße, welcher Reifenhersteller etc. gesucht wird. Mit Betätigung des „Reifen suchen“-Buttons werden schließlich die Reifen mit den entsprechenden Spezifikationen und der Preisangabe angezeigt. Mit einem weiteren Klick auf den Wunschreifen werden alle wichtigen Details zum jeweiligen Reifen angezeigt und aufgelistet. Über die Schaltfläche „Jetzt zum Shop“ können weitere Informationen abgerufen und bei Interesse der Kauf des von autoaid.de vermittelten Produkts mittels einer Bestellung abgeschlossen werden.

Auf der linken Seite können die Charakteristika des gesuchten Reifens angegeben werden. Die große Reifen-Vielfalt lässt wichtige Preisvergleiche zu.

Ein weiteres Angebot der neuen Autoteile-Rubrik des Auto-Service-Portals autoaid.de stellt der Autoteile-Preisvergleich dar. Über drei einfache Schaltflächen werden grundlegende Daten des betreffenden Fahrzeugs (Hersteller, Baureihe, Modell) eingegeben. Nach Bestätigung der Fahrzeugdaten werden die verfügbaren Teile für dieses jeweilige Modell aufgelistet. Mit der Auswahl des gewünschten Bauteils gelangt der Interessent letztlich zum Preisvergleich der gewünschten Baugruppe.

Mit der neu verfügbaren Rubrik Autoteile ergänzt autoaid seinen Service für den Verbraucher und leistet seinen Beitrag zur Transparenz des breit gefächerten Auto-Dienstleistungsmarktes.

„Biosprit“: Mit Beginn des Jahres ist der E10-Bio-Kraftstoff in Deutschland erhältlich

Montag, 3. Januar 2011 von Mario Lehmann

Um den EU-Auflagen zum CO2-Ausstoß etwas näher zu kommen, wurde beschlossen, den E10-Bio-Kraftstoff in Deutschland einzuführen.  Damit wird der Bio-Ethanol-Anteil des Superbenzins von bisher maximal fünf auf höchstens zehn Prozent erhöht. Der bisherige E5-Kraftstoff wird aber noch bis  mindestens 2013 erhältlich bleiben. Vorteil: Ein winziges Stück mehr Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen, ein geringerer CO2-Ausstoß. Unmittelbarer Nachteil: Nicht jedes Fahrzeug verträgt den neuen Kraftstoff. Und die Umweltfreundlichkeit von Bio-Sprit darf überdies bezweifelt werden.

Eine gewöhnliche Tankstelle in Deutschland. Mit Beginn dieses Jahres wird auch der neueingeführte E10-Kraftstoff verkauft. // (CC) Wikimedia Commons, Immanuel Giel

Seit einigen Jahren sind die Bundesrepublik, die EU und Teile der restlichen Welt bestrebt, den CO2-Ausstoß dieser Welt zu reduzieren. Hierfür werden verschiedene Maßnahmen ergriffen. Beispielsweise werden Abgasnormen erlassen, die vorschreiben, wie viel Schadstoffe ein Neufahrzeug nach einem genormten, ideellen Fahrzyklus ausstoßen darf. Über die Sinnhaftigkeit eines ideellen Zyklus muss nicht gestritten werden; dennoch gelten sie und legen fest, dass mit dem 01.01.2011 die sogenannte Euro-5-Norm von jedem neuzugelassenen Fahrzeug erfüllt werden muss.  Ein Fahrzeug, das dieser Norm nicht gerecht wird, muss draußen bleiben und darf in der EU nicht zugelassen werden. So ist ein Mazda RX-8 z. B. nicht mehr als Neuwagen erhältlich.

Der Euro-5-Norm zum Opfer gefallen und damit in der EU ausgestorben: Der Mazda RX-8.

Eine weitere Maßnahme der EU ist die Anreicherung unseres fossilen, auf Erdöl basierenden Benzin-Kraftstoffes mit biogen erzeugtem Ethanol. Bisher waren im Benzin an der deutschen Tankstelle maximal fünf Prozent Ethanol enthalten. Mit Beginn dieses Jahres soll daneben ein E10 genannter „Biosprit“ angeboten werden – allerdings wohl erst im Februar und nicht wie geplant bereits im Januar. Der Name trügt, denn besonders „biologisch“ ist auch dieser Kraftstoff nicht. Lediglich der Anteil des Bio-Ethanols ist auf bis zu zehn Prozent angehoben. Daraus resultieren leicht gesenkte CO2-Emissionen, die jedoch teuer erkauft werden müssen.

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TÜV-Report 2010 – Fast jedes fünfte Fahrzeug fällt durch die erste Hauptuntersuchung (HU)

Freitag, 17. Dezember 2010 von Mario Lehmann

Der diesjährige TÜV-Report sorgt für vielerlei Reaktionen bei denjenigen, die ihn sich näher betrachten. Einerseits Ernüchterung, denn die Abwrackprämie zeigt statistisch keine Auswirkungen auf die Mängel-Masse. Andererseits nährt der aktuelle TÜV-Report Besorgnis. Von den fast 7,5 Millionen Hauptuntersuchungen (HU), die der TÜV zwischen Juli 2008 und Juni 2009 durchgeführt hat, bestanden 17,6 % der geprüften Fahrzeuge aufgrund erheblicher Mängel die HU nicht.

Der Besitzer eines 911er Porsches braucht sich keine Sorgen um die HU machen. Im TÜV-Report 2010 belegt er Platz 1. / © Porsche

Freuen dürfen sich Porsche-Fahrer. Mit einer Durchfallquote von 1,9 % bei den 2- bis 3-Jährigen liefert der Porsche 911 die beste Vorstellung ab. Im Durchschnitt schaffen 5,1 % der zwei bis drei Jahre alten Autos die erste Hauptuntersuchung nicht. Schlusslicht: Der Kia Carnival mit 29,3 % nicht bestandener Hauptuntersuchungen. Gefolgt wird der Koreaner von Chrysler PT Cruiser (13,8 %), Peugeot 407 (12,1%) und dem Hyundai Atos (10,3 %).

Auf den Spitzenpositionen hinter dem Porsche 911 (1,9 %) finden sich der Mazda 2 (2,4 %), der VW Golf Plus (2,6 %), Ford Fusion (2,6 %) und der Mazda 3 (2,6 %).

Wie der TÜV-Report 2010 zeigt, ist der Anteil mangelhafter Autos, die bei der ersten Hauptuntersuchung keine Plakette bekommen, auf über 17 % angestiegen.

Insgesamt wiesen 80,5 % der 2- bis 3-Jährigen keine Mängel auf, 14,4 leichte und 5,1 % fielen durch schwere Mängel auf.

Auffällig ist, dass oftmals die Beleuchtung schon bei zwei- und dreijährigen Autos falsch eingestellt ist. Mangelhafte Beleuchtung ist nicht ohne Grund ein HU-Kriterium, da falsch eingestellte Scheinwerfer andere Verkehrsteilnehmer blenden können und so zu einem höheren Unfallrisiko beitragen.

Bei den 4- bis 5-Jährigen ging der VW Golf Plus als Sieger hervor. Nur 3,4 % der geprüften Modelle bestanden die Hauptuntersuchung des TÜV nicht. Gefolgt von einem weiteren Familien-Van ist der Toyota Corolla Verso mit 3,6 % dem Golf Plus auf den Versen. Weiter folgen der 1er BMW (3,7 %), Mazda 3 (4,1 %) und der Porsche Boxster (4,6 %).

Die Schlusslichter bei den vier und fünf Jahre alten Fahrzeugen sind der Renault Espace (20 %), wieder der Chrysler PT Cruiser (20,9 %), der Peugeot 106 und der Renault Laguna (jeweils 21,9 %) sowie der Kia Carnival mit 28,2 %. Und der bleibt auch insgesamt im TÜV-Report das Schlusslicht.

Der Kia Carnival - Er genießt keinen guten Ruf und ist kein begehrter Gebrauchtwagen. Zu recht, denn fast 30 % aller zugelassenen Carnival sind bereits bei einer HU nicht durchgekommen. / © Rudolf Stricker, Wikimedia Commons

Erschreckend sind die Ergebnisse der elfjährigen Fahrzeuge. Fast ein Viertel (24,1 %) erhielt die HU-Plakette vom TÜV erst nach einem Werkstattbesuch. Gerade bei den älteren Autos zeigten sich Mängel an Bremsen, Bremsleitungen und -schläuchen. Ebenso häufig betroffen waren die Auspuffanlage und die Achsen. Rost und Lenkungsspiel seien ebenso Schwerpunkte gewesen.

Anhand des TÜV-Reports 2010 ließen sich etwa 9 Millionen Fahrzeuge annehmen, die mit erheblichen Mängeln  in Deutschland zugelasen und unterwegs seien. Problematisch: Wenn es den Fahrzeughaltern an Geld mangelt, wird häufig zuerst an Wartung und Inspektion der Autos gespart. Dies geht auf Kosten der Verkehrssicherheit.

Wie Sie Ihr Auto winterfest machen – Sicher durch die kalte Jahreszeit

Montag, 11. Oktober 2010 von Mario Lehmann

Alle Jahre wieder im Oktober beginnt die – zumindest für Autos und ihre Fahrer – pflegeintesive Jahreszeit, da viele Teile und Bereiche des eigenen Autos gepflegt und gewartet gehören, um sicher und mobil durch Herbst und Winter zu kommen.

Alles beginnt, wie sollte es anders sein, mit dem Herbst. Im Idealfall ist das ein goldener Oktober, der uns schönes Wetter und Sonnenschein, einen klassischen Altweibersommer beschert. Doch oft sieht es anders aus: Regen, Laub und Wind, Dreck und niedrige Temperaturen. Bei solchen Witterungsverhältnissen gibt es einige Dinge zu beachten.

Auf die richtige Bereifung kommt es an

Generell ist darauf zu achten, dass stets die passende Bereifung aufgezogen wird. Winterreifen sind bei niedrigen Temperaturen, Matsch und Schnee unabdingbar und gegenüber Sommerreifen merklich überlegen. Winterreifen weisen eine weichere Gummi-Mischung auf als Sommerreifen. Dies ist nötig, damit die Reifen auch bei Minusgraden elastisch und flexibel bleiben. Es ist allerdings zu beachten, dass Winterreifen bei sommerlichen Temperaturen einen wesentlich erhöhten Abrieb aufweisen und teils gefährliche Fahreigenschaften entwickeln. Es ist daher dringend davon abzuraten, Winterreifen im Sommer und Sommerreifen im Winter zu fahren.

Die viel gerühmte, magische Sieben-Grad-Grenze, die von der Reifenindustrie propagiert wurde und wird, ist, wie sich in zahlreichen Tests zeigte, hinfällig. Über Jahre hinweg wurde empfohlen, ab einer Temperatur von unter sieben Grad, Winterreifen zu verwenden, da diese aufgrund der weicheren Gummierung bessere Traktion böten. In der Theorie stimmt das auch: Weicheres Gummi bietet besseren Halt als härteres. Das Problem: Winterreifen sind mit vielen kleinen Einschnitten, Lamellen im Profil versehen. Diese sind nötig, um Haftung auf Schnee und Matsch zu gewährleisten. Diese Lamellen sorgen jedoch dafür, dass der Vorteil der weicheren Gummimischung auf trockenem und kaltem Asphalt hinfällig wird. Schlimmer noch; selbst bei unter sieben Grad sind die Bremswege mit Sommerreifen bei trockenem und nassem Asphalt kürzer als mit Winterreifen. Das bedeutet, es gibt keine eindeutige Temperaturgrenze, ab welcher Winterreifen die eindeutig besseren Reifen sind. Und Winterreifen sind erst richtig gut bei Schnee und Matsch.

Der Spiegel berichtete bereits im Jahr 2005 von der so getitelten „Sieben-Grad-Lüge“ und veröffentlichte eine Übersicht, aus der ersichtlich wird, dass Winterreifen bei sieben Grad Celsius und nasser Fahrbahn einen über 50 Meter langen Bremsweg aufweisen, während Sommerreifen darunter bleiben. Deutlicher und größer wurde der Unterschied bei trockener Fahrbahn, auch wenn die Winterreifen bei unter 50 Metern blieben.

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