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autoaid auf der 64. IAA in Frankfurt am Main – Großer Andrang am ersten Pressetag

Freitag, 16. September 2011 von Mario Lehmann

Am 13. September öffnete unter dem Motto „Zukunft serienmäßig“ die 64. Internationale Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt am Main ihre Pforten – doch vorerst nur für Pressevertreter. Für den Publikumsverkehr öffnet die IAA erst am Montag, den 19. September. Ich war bereits vor Ort und konnte erste Eindrücke von der Messe und einer möglichen automobilen Zukunft sammeln.

Es ist schon beeindruckend, wie groß diese Messe tatsächlich ist. Ganze Horden von Journalisten aus aller Welt versammeln sich am 13. September 2011 am Messegelände in Frankfurt, schieben sich durch die drei Eingänge und drängen sich um die wenigen Presse-Akkreditierungsstände, geiern um die neuesten Modell und Studien herum und pressen sich durch Kollegen – Schreiberlinge, Fotografen und Vertreter der Automobil-Hersteller – und behindern sich gegenseitig im Kampf um ein aussagekräftiges Foto, einen Blick auf das Cockpit einer Designstudie oder einer Berührung, die anderswo als sexuelle Belästigung aufgefasst werden würde. Ob der schieren Größe des Geländes sollte angenommen werden, dass sich die Journalisten-Masse gutmütig verteilen würde; an Platz mangelt es freilich nicht. Stattdessen schart sich eine Journalisten-Traube tumultartig um die Enthüllung des DTM AMG Mercedes C-Coupé durch Michael Schumacher und Nico Rosberg. Ein Durchkommen scheint unmöglich, ein Foto aus der dritten Reihe ebenso. Gut, dann stören weniger Menschen den Ausblick auf die wirklich wichtigen Protagonisten dieses Tages. So ging es schnell vorbei an der Traube, hin zu den Neuheiten und Studien von Mercedes-Benz.

Mercedes auf der IAA 2011 – Das Gedränge ist groß, gerade an der Studie F125 und der neuen Mercedes B-Klasse sowie dem smart forvision. | (CC) MLe

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Neuwagen-Vorstellung: Hybrid-Supersportwagen ist teuerstes Serien-Fahrzeug Deutschlands – Verkaufsstart des Porsche 918 Spyder für 768.026,- €

Montag, 21. März 2011 von Mario Lehmann

Porsche gab heute bekannt, dass die Studie des Hybriden 918 Spyder 2013 in Serie geht und ab sofort vorbestellt werden kann. Der Preis für den auf 918 Stück limitierten Supersportwagen mit drei Motoren liegt bei unglaublichen 768.026,- €.

Der Porsche 918 Spyder. Ab dem 18. September 2013 soll der Hybrid-Supersportler ausgeliefert werden; zu Preisen von 768.026,- €. // © Porsche

Seit heute, dem 21. März 2011, können Kaufinteressierte den vor einem Jahr auf dem Auto-Salon in Genf vorgestellten Porsche 918 Spyder vorbestellen. Dieser wird mit einem mindestens 500 PS straken V8-Motor ausgerüstet sein und erhält zusätzliche Unterstützung von zwei Elektromotoren, die zusammen mindestens 218 PS leisten können sollen. Nach Porsche-Angaben soll der Verbrauch nach dem genormten europäischen Fahrzyklus bei lediglich 3 Liter auf 100 Kilometer liegen. Der Preis: 768.026,- €. Damit setzt Porsche dem weltweit herrschenden Hybrid-Wahnsinn die Krone auf; und bringt nebenher das teuerste Serienfahrzeug Deutschlands auf den Markt.

Um die Exklusivität noch zu steigern, wird der 918 Spyder auf 918 Stück limitiert werden. Produktionsbeginn 18. September 2013, eine Reminiszenz auf den Produktnamen. Man beachte die amerikanische Schreibweise des Datums: 9/18.

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Neuwagen-Vorschau: Porsche testet Elektro-Auto – Der Porsche Boxster E soll den Weg zur Porsche-Elektromobilität ebnen

Freitag, 11. Februar 2011 von Mario Lehmann

In einer Pressemitteilung vom 10. Februar 2011 kündigte Porsche Praxistests mit rein elektrisch betriebenen Porsche Boxster an. Der erste von drei Porsche Boxster E lief bereits vom Band und stellt damit den Beginn einer Elektromobilitäts-Testphase dar. Die E-Mobile seien Forschungsfahrzeuge, die dem Unternehmen helfen sollen, etwaige Probleme der Elektromobilität zu untersuchen und Lösungen zu entwickeln. Eingesetzt wird die Boxster E-Testflotte im Großraum Stuttgart.

Geht als Modell E mit drei Modellen in die Elektro-Testphase: Der Porsche Boxster // © Porsche

Matthias Müller, Vorsitzender der Porsche AG, ließ verlauten, Porsche wolle die Probleme der Elektromobilität so angehen und bewältigen, wie es die Kunden des Unternehmens gewohnt seien. Das bedeutet, es wird auf Porsche-typische Leistung und Sportlichkeit wertgelegt. Die fahrenden Labore – wie Müller die E-Boxster nennt – sollen darüber hinaus auf Alltagstauglichkeit und Nutzer- und Bedienungsfreundlichkeit – mit Fokus auf Fahren, Fahrkomfort und Ladetätigkeit – untersucht und optimiert werden. Resultierend aus diesen Erkenntnissen sollen die zukünftigen Anforderungen an eine alltagstaugliche Elektro-Infrastruktur skizziert werden können.

Anlässlich dieses Projekts werden ebenso lobende Stimmen aus der Baden-Württemberger Politik laut, die Porsches Weitsicht und Innovationskraft herausstellen. Gerade im Sportwagen-Segment sei diese Signalwirkung wichtig. Porsche wird hier eine Vorreiterrolle in Sachen E-Mobilität zugesprochen, die die Zuffenhausener eigentlich nicht für sich in Anspruch nehmen können. Denn bekanntlich hinken die deutschen Automobilbauer bezüglich alternativer Antriebe anderen Herstellern hinterher, zumal der Tesla Roadster im Bereich Elektro-Sportwagen echte Pionierarbeit leistete und seit März 2008 in den USA und seit Mai 2009 in Europa erhältlich ist.

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Preisverleihung: Die Gelben Engel gehen an BMW, Porsche und Toyota – ADAC und deutsche Automobilbauer feiern sich selbst

Montag, 17. Januar 2011 von Mario Lehmann

Am 13. Januar 2011 wurde in München zum siebenten Mal die vom ADAC initiierte Veranstaltung zur Vergabe des Gelben Engels abgehalten. In fünf Kategorien wurden Preise, Lobhudelei und Eierkuchenfriede verteilt. Der ADAC-Autopreis sorgte für Medienrummel und einen Schaulauf der deutschen Automobil-Prominenz.

Der BMW 5er F10 wurde von den Mitgliedern des ADAC zum beliebtesten Auto gewählt und ist somit in der Kategorie "Auto" mit dem Gelben Engel ausgezeichnet worden.

Die Veranstaltung eröffnete Stefan Müller, seines Zeichens ADAC-Geschäftsführer, mit einem Grußwort, in welcher der Club-Chef darstellt, wie toll der Club ist, dem er vorsitzt. Der Eigenlob-Reigen ist damit eröffnet. Dieser wird auch konsequent fortgesetzt, wenn ADAC-Präsident Peter Meyer eine Reihe rhetorischer Fragen in den Raum stellt, die allesamt mit „ADAC“ beantwortet werden sollen. Sicherlich verrichtet der Allgemeine Deutsche Automobil-Club wichtige Arbeit, gerade als Verbraucherschützer. Aber Veranstaltungen wie die Verleihung des Gelbe Engels verdeutlichen auch, dass sich der ADAC peu à peu der Automobilbranche annäherte. Überdeutlich zu spüren, wenn Meyer den Verantwortlichen der Auto-Hersteller Honig ums Maul schmiert und darüber hinaus jegliche Selbstreflexion vermissen lässt. Auch die Bundesregierung bekommt ein gutes Zeugnis ausgestellt. Im Beisein von Verkehrsminister Peter Ramsauer und Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner unterstreicht ADAC-Präsident Meyer, der ADAC sei mit der Politik der Bundesregierung zufrieden. Das liege an der Nicht-Einführung der PKW-Maut.

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Neuwagen-Vorstellung & Hybrid-Fahrzeuge: Auf der Detroit Motor Show präsentiert Toyota eine geplante Prius-Modell-Familie – Was Toyota der Automobil-Zukunft beschert

Freitag, 14. Januar 2011 von Mario Lehmann

Trotz klemmender Gaspedale, Rückrufaktionen und Weltwirtschaftskrise – die Marke Toyota baut ihren Marktanteil weiter aus und möchte für die Zukunft das Hybrid-Konzept weiter etablieren und auskosten. Der Hybrid-Primus Prius soll in eine breitere Modellpalette aufgefächert werden. Für den US-Markt angekündigt sind bereits für den Spätsommer 2011 der Toyota Prius v (versatility – ‘Vielseitigkeit’) – ein kompakter Familien-Van in typischem Prius-Design – und für die erste Jahreshälfte 2012 der Prius c Concept, der als City-Kleinwagen vernehmlich Alleinstehende und kinderlose Paare im groß-urbanen Umfeld ansprechen soll.

Der Toyota Prius v, der im Spätsommer 2011 in den USA auf den Markt kommen soll, ist deutlich auf Familien zugeschnitten.

Es ist schon faszinierend. Außerordentlich erfolgreich feiert sich Toyota selbst als Hybrid-Vorreiter und Pionier der Nachhaltigkeit. Unbestritten, der von Toyota perfektionierte Hybrid-Antrieb verbraucht weniger Kraftstoff, erzeugt weniger CO2-Emissionen als konventionelle Neuwagen mit Verbrennungsmotor. Dennoch bleibt die Abhängigkeit vom Mineralöl. Ziel ist es bekanntermaßen, die Fesseln der Erdöl-Abhängigkeit zu sprengen und mithilfe ökologisch unbedenklicher Verfahrensweisen weiterhin uneingeschränkt mobil zu bleiben und unseren westlich-industriellen Lebensstandard zu halten. Nun hat es Toyota geschafft, die Übergangslösung Hybridantrieb salonfähig und marktreif zu machen. Seit 1997 und nach drei Generationen Prius wurden weltweit über 2.000.000 Einheiten abgesetzt. Zwar ist es unwahrscheinlich, dass dieser Erfolg wirtschaftlich einen Erfolg für den Hybrid-Antrieb darstellt – die Entwicklungs- und Forschungskosten werden immens (gewesen) sein – aber der Prius bescherte Toyota ein unbezahlbares Image als Öko-Vorreiter. Dass der Hybrid-Antrieb nur eine Übergangstechnologie darstellt, dessen ist sich Toyota selbst offenbar bewusst. Nicht umsonst forschen die Japaner unaufhörlich und nachdrücklich im Bereich der Brennstoffzellen-Technologie. So ist für 2015 auch geplant, Japan großflächig mit Wasserstoff-Tankstellen und entsprechender Infrastruktur zu versehen, um ein Brennstoffzellen-Fahrzeug marktreif in Serie zu produzieren; für den Privatkunden. Toyota forciert dieses Vorhaben gemeinsam mit Nissan, Honda und vielen weiteren japanischen Unternehmen. Toyota wird also nicht dauerhaft am Hybriden festhalten. Das ist vernünftig, allerdings hat Toyotas Arbeit im Hybrid-Segment schwerwiegende Folgen, wie es scheint.

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TÜV-Report 2010 – Fast jedes fünfte Fahrzeug fällt durch die erste Hauptuntersuchung (HU)

Freitag, 17. Dezember 2010 von Mario Lehmann

Der diesjährige TÜV-Report sorgt für vielerlei Reaktionen bei denjenigen, die ihn sich näher betrachten. Einerseits Ernüchterung, denn die Abwrackprämie zeigt statistisch keine Auswirkungen auf die Mängel-Masse. Andererseits nährt der aktuelle TÜV-Report Besorgnis. Von den fast 7,5 Millionen Hauptuntersuchungen (HU), die der TÜV zwischen Juli 2008 und Juni 2009 durchgeführt hat, bestanden 17,6 % der geprüften Fahrzeuge aufgrund erheblicher Mängel die HU nicht.

Der Besitzer eines 911er Porsches braucht sich keine Sorgen um die HU machen. Im TÜV-Report 2010 belegt er Platz 1. / © Porsche

Freuen dürfen sich Porsche-Fahrer. Mit einer Durchfallquote von 1,9 % bei den 2- bis 3-Jährigen liefert der Porsche 911 die beste Vorstellung ab. Im Durchschnitt schaffen 5,1 % der zwei bis drei Jahre alten Autos die erste Hauptuntersuchung nicht. Schlusslicht: Der Kia Carnival mit 29,3 % nicht bestandener Hauptuntersuchungen. Gefolgt wird der Koreaner von Chrysler PT Cruiser (13,8 %), Peugeot 407 (12,1%) und dem Hyundai Atos (10,3 %).

Auf den Spitzenpositionen hinter dem Porsche 911 (1,9 %) finden sich der Mazda 2 (2,4 %), der VW Golf Plus (2,6 %), Ford Fusion (2,6 %) und der Mazda 3 (2,6 %).

Wie der TÜV-Report 2010 zeigt, ist der Anteil mangelhafter Autos, die bei der ersten Hauptuntersuchung keine Plakette bekommen, auf über 17 % angestiegen.

Insgesamt wiesen 80,5 % der 2- bis 3-Jährigen keine Mängel auf, 14,4 leichte und 5,1 % fielen durch schwere Mängel auf.

Auffällig ist, dass oftmals die Beleuchtung schon bei zwei- und dreijährigen Autos falsch eingestellt ist. Mangelhafte Beleuchtung ist nicht ohne Grund ein HU-Kriterium, da falsch eingestellte Scheinwerfer andere Verkehrsteilnehmer blenden können und so zu einem höheren Unfallrisiko beitragen.

Bei den 4- bis 5-Jährigen ging der VW Golf Plus als Sieger hervor. Nur 3,4 % der geprüften Modelle bestanden die Hauptuntersuchung des TÜV nicht. Gefolgt von einem weiteren Familien-Van ist der Toyota Corolla Verso mit 3,6 % dem Golf Plus auf den Versen. Weiter folgen der 1er BMW (3,7 %), Mazda 3 (4,1 %) und der Porsche Boxster (4,6 %).

Die Schlusslichter bei den vier und fünf Jahre alten Fahrzeugen sind der Renault Espace (20 %), wieder der Chrysler PT Cruiser (20,9 %), der Peugeot 106 und der Renault Laguna (jeweils 21,9 %) sowie der Kia Carnival mit 28,2 %. Und der bleibt auch insgesamt im TÜV-Report das Schlusslicht.

Der Kia Carnival - Er genießt keinen guten Ruf und ist kein begehrter Gebrauchtwagen. Zu recht, denn fast 30 % aller zugelassenen Carnival sind bereits bei einer HU nicht durchgekommen. / © Rudolf Stricker, Wikimedia Commons

Erschreckend sind die Ergebnisse der elfjährigen Fahrzeuge. Fast ein Viertel (24,1 %) erhielt die HU-Plakette vom TÜV erst nach einem Werkstattbesuch. Gerade bei den älteren Autos zeigten sich Mängel an Bremsen, Bremsleitungen und -schläuchen. Ebenso häufig betroffen waren die Auspuffanlage und die Achsen. Rost und Lenkungsspiel seien ebenso Schwerpunkte gewesen.

Anhand des TÜV-Reports 2010 ließen sich etwa 9 Millionen Fahrzeuge annehmen, die mit erheblichen Mängeln  in Deutschland zugelasen und unterwegs seien. Problematisch: Wenn es den Fahrzeughaltern an Geld mangelt, wird häufig zuerst an Wartung und Inspektion der Autos gespart. Dies geht auf Kosten der Verkehrssicherheit.

Neuwagen-Vorstellung: Der VW Touareg 3.0 V6 TDI – Agiler & sparsamer nach Entschlackungskur?

Freitag, 10. Dezember 2010 von Mario Lehmann

VW hat seinen Premium-SUV-Platzhirsch im April 2010 neuaufgelegt und einer Frischzellenkur unterzogen. Die Geländegängigkeit wurde zurückgeschraubt, diverse Bauteile ausgelassen; geblieben ist ein permanenter Allradantrieb für die gesamte Motorenpalette und eine Gewichtsersparnis von über 200 Kilogramm. Die Gelände-Accessoires sind nun aufpreispflichtige Extras, doch der Volkswagen-Konzern war offenbar der Ansicht, nur so könne sich das Spritfresser-Image abmildern lassen. Um diesen Aspekt noch zu unterstreichen, bietet VW nun auch eine Hybrid-Version des Touareg an.

Im VW-Familiengesicht kommt auch der aktuelle VW Touareg daher.

Mit den durch VW erfolgten Weglassungen im Geländebereich des Touareg ist das schon zuvor nur bedingt geländegängige Sports Utility Vehicle nun endgültig im Segment der Straßen- und Asphalt-SUVs anzusiedeln. Denn die Geländeausrüstung und die Tauglichkeit für unbefestigte Straßen überhaupt ist ausschließlich über Zusatzzahlungen erhältlich. Abgesehen von den optischen Einbußen dürfte dies jedoch kaum einen Verlust darstellen, war der Touareg ohnehin in den Großstädten und auf gut ausgebauten und asphaltierten Autobahnen dieser Welt zu Hause. VW reagiert also auf aktuelle Entwicklungen und versorgt seinen Premium-Panzer mit kleineren Motoren und niedrigerem Verbrauch und trimmt den SUV auf mehr Straßentauglichkeit, Komfort und Luxus.

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BMW EfficientDynamics mit Leerlauf im 535i Gran Turismo – Alte Suppe aus neuen Dosen?

Montag, 6. Dezember 2010 von Mario Lehmann

Während alle Welt und nahezu jeder Automobil-Hersteller ein Hybrid-Modell nach dem anderen ankündigt und ebenso jeder neuen Nachricht über die E-Mobilität huldigt, geht BMW alte, ausgetretene Pfade. Doch, das ist nicht schlecht, denn die Bajuwaren wühlen die alten Trampel-Pfade auf, schichten fein säuberlich Kies und Beton-Recycling auf, verdichten gewissenhaft und verlegen frisch aufpolierte Gehwegplatten. Sie zeigen uns damit, dass Altes und Bewährtes immer verbessert und effizienter werden kann.

Mit einem BMW 5er Gran Turismo erproben die Bayern ein Eco-Management-System, das den Verbrauch deutlich senken kann.

Toyota feiert sich seit Jahren selbst, haben sie doch den Hybrid-Antrieb und den Prius salonfähig gemacht. Längst gilt der Hybrid-Primus nicht mehr als Streber-Auto grüner Linksalternativer. Er hielt Einzug im gehobenen Bürgertum, das über die Zeit ein Umwelt-Bewusstsein entwickelte und nun auf der vermeintlich grünen Welle mitschwimmt. Ein Großteil der automobilen Welt zieht mit, versucht krampfhaft und überschnell mit Toyota gleichzuziehen. Im großen Stil werden nun Hybrid-Fahrzeuge auf den Markt geworfen, auf Messen präsentiert. Und die deutschen Autobauer müssen sich oftmals anhören, sie hätten den Hybrid-Trend verschlafen. Und genau das ist der Rummel um die hybride Mobilität auch: ein Trend, der ein umweltbewusstes, grünes Bewusstsein der Automobil-Konzerne vorgaukelt und dadurch einen enormen, noch nicht vorhersehbaren Image-Gewinn darstellt. Das investierte Geld kommt ohnehin nicht wieder rein, der Umweltschutz hält sich in Grenzen. Einen aberwitzigen Höhepunkt erreicht die Öko-Lüge um den Hybrid-Hype, wenn Porsche einen 320 km/h schnellen Rennsportwagen namens 918 Spyder vorstellt, der im batteriebetriebenen Schleichgang drei Liter Sprit auf 100 Kilometer verbrauchen soll, zumindest nach der zweifelhaften EU-Verbrauchsnorm.

Der Porsche 918 Spyder bekommt einen Hybrid-Antrieb spendiert und stülpt sich damit die grüne Maske der Hybrid-Lüge über, denn drei Liter wird der nicht auf 100 Kilometer verbrauchen.

Dass im tatsächlichen Betrieb drei Liter verbraucht werden, ist sehr wahrscheinlich; bei 700 PS Leistung sind diese in etwa 15 Minuten durchgeblasen. Wir sehen: Porsche springt auf den Hybrid-Zug auf, platziert sich zwischen den Waggons in einer Gesetzeslücke und lässt den Elektromotor zur pseudo-ökologischen Dekoration verkommen, der zu Steuerersparnissen und Fehleinschätzungen in der Öko-Bilanz führt. Aber anders zieht es Toyota mit seiner Luxus-Marke Lexus auch nicht durch, wenn Modelle wie der RX 450h oder LS 600h als völlig absurde und sinnlose Alternativen zum Diesel angeboten werden. Zumal auch schon kleinere, augenscheinlich sinnvollere Hybrid-Modelle nicht zwangsläufig weniger verbrauchen als ein vergleichbares Diesel-Aggregat.

Dass der Hybrid-Antrieb im Allgemeinen keine dauerhafte Lösung für die Zukunft sein kann, haben wir bereits zur Genüge dargelegt. Letztlich verhält es sich mit dem Elektro-Auto, dem E-Mobil oder wie auch immer man diese Erscheinung nennen möchte, nicht anders. Mitsubishis i-MiEV steht in Deutschland und Europa kurz vor der Markteinführung und ersten Neuwagen-Auslieferungen. Groß, ganz groß wird das Elektro-Auto als Antrieb der Zukunft gepriesen. Endlich ökologisch in der Stadt unterwegs sein, endlich leise surrend, in einem einzigen Gang und ohne Schaltrucken oder Schubunterbrechung. Und das Ganze bei Null Komma nichts CO2-Ausstoß. Denkste; Pustekuchen. Es scheint, vielen E-Enthusiasten gereicht der Verstand bis zur heimischen Steckdose. Fragt sich jemand der Elektrolisten eigentlich, woher unser Strom kommt, wie er gewonnen wird?

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Der grüne Schwindel – Warum Hybrid- und Elektro-Auto keine Klima-Retter sind

Montag, 8. November 2010 von Mario Lehmann

Teil I – Das Hybrid-Auto

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Der Prius – Toyotas Hybrid-Primus

Wer dieser Tage oder überhaupt in den letzten Monaten und Jahren die aktuelle Entwicklung der Automobil-Industrie verfolgte, wird wohl kaum an dem Thema Ökologie & Umwelt vorbeigekommen sein. Seit einiger Zeit gehört das Entwickeln von vermeintlich umweltschonenden Fahrzeugen zum guten Ton eines jeden Automobil-Konzerns. Zu jeder Messe werden „neue“ Hybridelektrokraftfahrzeuge und „einzigartige“ Elektro-Automobil-Konzepte präsentiert und vorgestellt. Um den Eindruck der Sauber- und Jungfräulichkeit herauszuarbeiten und zu verdeutlichen werden die entsprechenden Stände, Podeste und Fahrzeuge in den Farben Grün, Gelb, Weiß und Himmelblau präsentiert.


Selbiges vollziehen die Hersteller in ihren Prospekten ihrer umwelt- und ressourcen-schonenden Autos. Das suggeriert – man möchte fast Ochsen oder Rindviecher schreiben – den Messebesuchern und Kaufinteressenten, man befände sich in einer naturbelassenen Umgebung, frei von Schadstoffen, reich an gutem Sauerstoff und gesunder, frischer Luft, am Fahrbahnrand huschen die in vollen Blüten stehenden Sonnenblumen an uns vorüber, während die freundlich lächelnde Sonne die Solarzellen auf dem Autodach bedient und uns Schulter und Innenraum wärmt. Einen Augenblick später passieren wir auch schon eine wunderschöne, von Bäumen gesäumte Landstraße. Ganz allein, summend und surrend gleiten wir dahin, als scheinbar einziges Auto dieser Welt, vorbei an Windkrafträdern, die den herrlich sauberen Strom produzieren, den ich durch mein mief-freies Auto konsumiere. Unser jungfräulich weißes Öko-Unschuldslamm-Auto gleitet dahin, lässt saftig grüne Wiesen – meist ist es dann doch künstlich angelegter, unnatürlich grün leuchtender Rasen – die unsere Hoffnung auf eine glückselige Zukunft nähren, vorüberziehen. Die neugierigen, strahlendgelben Sonnenblumen-Köpfe schauen verwundert unserem geräuscharmen Gleiter hinterher, der weiße Unschuldswindkrafträder links und rechts hinter sich lässt und uns in verheißungsvoll leuchtendes Azur, das uns am Horizont zu erwarten scheint, fährt, als sei es das natürlichste der Welt.

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