Freitag, 11. Mai 2012 von Mario Lehmann
Zugegeben, „wertlos“ trifft es nicht ganz, denn von Wert sind diese Preise für die jeweiligen Fahrzeug-Hersteller und Konzerne schon allein hinsichtlich der zu erwartenden Werbewirkung und Image-Pflege. Der als solcher bezeichnete „Innovationen-Preis“ dient letztlich allein der Werbung und birgt keinerlei Nutzen für etwaige Kunden an sich. Ein Kommentar.

Der Golf – Inbegriff des Volkswagens. Aber sind TSI und DSG anno 2012 noch innovativ? Das CAM sagt, ja. | © VW
Die Center of Automotive Management GmbH & Co. KG – Ein Institut?
Das in Bergisch Gladbach ansässige Unternehmen Center of Automotiv Management (CAM) führt jährlich Studien durch, an deren Ende der sog. Automotive Innovations Award in sieben Kategorien vergeben wird. Mehrere Aspekte an diesem Unternehmen sind auffällig.
Als Beiname und Untertitel verwendet das CAM die Bezeichnung „Das Auto-Institut“ und verwendet diese ebenfalls als Webseite (auto-institut.de). Das Problematische: Bei dem „Auto-Institut“ handelt es sich um kein Institut; weder im wissenschaftlichen noch im rechtlichen Sinne. Allerdings ist die Bezeichnung „Institut“ rechtlich nicht geschützt, dennoch in ihrem Gebrauch eingeschränkt. Ein Unternehmen wie das Center of Automotiv Management darf demnach als GmbH & Co. KG den Begriff des Instituts nicht im Namen führen.
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Donnerstag, 8. März 2012 von Mario Lehmann
Heute, den 08. März 2012, öffnet in Genf der 82. Internationale Auto-Salon seine Pforten. Der europäische Neuwagen- und Messe-Frühling hat damit begonnen. Zahlreiche Premieren werden in Genf vorgestellt, die das Automobil-Jahr 2012 einläuten. Aus deutscher Sicht sind insbesondere die deutschen Kompaktklasse-Neuwagen von Audi und Mercedes von Interesse.

Laut Veranstalter erwarten den Besucher in Genf 105 Welt- sowie 32 Europa-Premieren. Trotz des vermeintlichen Aufschwungs des Elektroantriebs werden E-Lösungen in Genf stiefmütterlich behandelt. Zwar wird ein grüner Pavillon unter dem Motto <<vision verte>> beworben, der eine Erlebniswelt für Elektromobilität sein möchte – allerdings entfallen von den 105 Weltpremieren gerade einmal sieben auf Elektrofahrzeuge. Wurde noch im letzten Jahr der Elektromobilität die Zukunft angedichtet, fällt das Elektro-Jahr 2012 ernüchternd aus. Verbrennungsmotoren – die Volumen-Technologie, mit der überhaupt erst alternative Antriebe finanziert werden können – feiern ihre Renaissance. Technologisch begibt sich der klassische Otto-Motor nun mit Turboaufladung und Direkteinspritzung endgültig auf das Niveau des Diesels. In Kombination mit weiteren Optimierungen an den Motoren und Downsizing sowie Leichtbau in vielfältiger Form soll dem Benziner als Brot-und-Butter-Auto die Zukunft gesichert werden. Diese Sprache sprechen auch die Premieren von Audi und Mercedes.
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Freitag, 16. September 2011 von Mario Lehmann
Am 13. September öffnete unter dem Motto „Zukunft serienmäßig“ die 64. Internationale Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt am Main ihre Pforten – doch vorerst nur für Pressevertreter. Für den Publikumsverkehr öffnet die IAA erst am Montag, den 19. September. Ich war bereits vor Ort und konnte erste Eindrücke von der Messe und einer möglichen automobilen Zukunft sammeln.

Es ist schon beeindruckend, wie groß diese Messe tatsächlich ist. Ganze Horden von Journalisten aus aller Welt versammeln sich am 13. September 2011 am Messegelände in Frankfurt, schieben sich durch die drei Eingänge und drängen sich um die wenigen Presse-Akkreditierungsstände, geiern um die neuesten Modell und Studien herum und pressen sich durch Kollegen – Schreiberlinge, Fotografen und Vertreter der Automobil-Hersteller – und behindern sich gegenseitig im Kampf um ein aussagekräftiges Foto, einen Blick auf das Cockpit einer Designstudie oder einer Berührung, die anderswo als sexuelle Belästigung aufgefasst werden würde. Ob der schieren Größe des Geländes sollte angenommen werden, dass sich die Journalisten-Masse gutmütig verteilen würde; an Platz mangelt es freilich nicht. Stattdessen schart sich eine Journalisten-Traube tumultartig um die Enthüllung des DTM AMG Mercedes C-Coupé durch Michael Schumacher und Nico Rosberg. Ein Durchkommen scheint unmöglich, ein Foto aus der dritten Reihe ebenso. Gut, dann stören weniger Menschen den Ausblick auf die wirklich wichtigen Protagonisten dieses Tages. So ging es schnell vorbei an der Traube, hin zu den Neuheiten und Studien von Mercedes-Benz.

Mercedes auf der IAA 2011 – Das Gedränge ist groß, gerade an der Studie F125 und der neuen Mercedes B-Klasse sowie dem smart forvision. | (CC) MLe
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Freitag, 2. September 2011 von Mario Lehmann
Die dritte Generation des schwäbischen Premium-SUV, der W 166, wird mit seiner europa-weiten Markteinführung am 21. November 2011 seinen Vorgänger W 164 ablösen. Während der 64. IAA in Frankfurt am Main (15. bis 25. September 2011) wird die M-Klasse der Öffentlichkeit vorgestellt. Der im US-amerikanischen Daimler-Werk Tuscaloosa gefertigte Geländewagen kann bereits seit Juli 2011 zum Grundpreis von 54.978,- € für den ML 250 BlueTEC 4MATIC vorbestellt werden.

Mercedes prescht voran: Die dritte Generation der M-Klasse soll wieder frischen Wind in das umkämpfte SUV-Segment bringen. Im November erfolgt die erste Auslieferung des W 166. // © Daimler AG
Optisch hat sich im Vergleich zum Vorgänger nicht zu viel verändert, etwa die eigenwillige C-Säulen-Konstruktion und die ums Eck lugende Heckscheibe. Das erfolgreiche Grundkonzept bleibt bestehen. In Designfragen wurden Details verbessert und das Erscheinungsbild aufgefrischt.
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Montag, 14. März 2011 von Mario Lehmann
Mit viel Luxus und technischen Spielereien, erhöhter Effizienz und mehr Leistung geht das BMW 6er Coupé der dritten Generation auf Kundenfang. Nach der Pressemitteilung von BMW seien „Ästheten mit Freude an Luxus und innovativer Technologie“ das anvisierte Klientel des 6ers. Als solche sehen sich sicher viele, die das Coupé sahen und fühlten; es wird für die meisten jedoch ein schöner Traum bleiben müssen, denn ein Preis jenseits der 70.000,- € hat mit Eleganz und Grazie nur bedingt etwas gemein.

Das neue 6er Coupé – Die dritte Generation verbindet klassisches Coupé-Design mit zeitgenössischer Moderne.
Darf man in Zeiten von Erdbeben, Tsunami, Atomkraft, Libyen & Krise der arabischen Welt, Öko-Welle und E10-Misere überhaupt ein solches Automobil bauen und auf den Markt bringen? Gibt es denn weiß Gott nichts Wichtigeres als Luxus-Coupés mit 4,4-Liter-Achtzylinder-Motoren? Ganz bestimmt; sicher gibt es das. Aber mal ehrlich: ist es nicht schön? Diese lang gezogene Motorhaube, das kurze Stummelheck mit Bürzel, die breit ausgestellten Radkästen. Dazu die verchromte, eckige Duplex-Auspuff-Anlage und die neu gestalteten LED-Rückleuchten. Hier treffen sich klassisches Coupé-Design und zeitgenössische Moderne vereint wieder. Und natürlich: ein solches Autos erfüllt keinen Zweck, es ist sinnfrei und völlig nutzlos. Aber es erfreut das Auge.

Dieses Gesicht könnte ab Herbst 2011 gelegentlich im Rückspiegel auftauchen: Die neue Front des 6er Coupés.
Doch ist ein solches Fahrzeug ökologisch bedenklich? Ja, ist es eigentlich schon. Das kleinste 6er Coupé ist der BMW 640i, ein Dreiliter Reihensechszylinder mit Turbolader, Direkteinspritzung und 320 PS. Sicher, BMW arbeitet auch im Segment der Oberklasse-Coupés an der Effizienz der Motoren, und ein vorläufiger Normverbrauch von 7,7 Litern auf 100 Kilometer lässt hoffen. Doch einerseits ist der genormte Verbrauchszyklus kritisch zu beäugen, da im Alltagsturnus wesentlich mehr verbraucht wird. Andererseits ist der gleiche Motor N55B30 ebenfalls im 14 PS schwächeren BMW 535i verbaut. Dort ist jener mit einem Verbrauch von 8,5 Litern angegeben. Und der tatsächliche Verbrauch liegt sowieso höher. Entsprechend der Motorgröße und des Verbrauchs sieht schließlich auch der Schadstoffausstoß weniger rosig aus. Aber Dank EU-Verbrauchsnorm erfüllt das 6er Coupé die Euro-5-Norm.
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Dienstag, 15. Februar 2011 von Mario Lehmann
Obwohl die Weltpremiere für das Coupé C 204 der Mercedes C-Klasse W 204 eigentlich für den Genfer Auto-Salon angedacht ist, wird das Nachfolgemodell des gefloppten Mercedes CLC schon jetzt anhand von Bildern und einem Pressetext öffentlich gemacht. Deutlich wird auf den ersten Blick die Orientierung an der Limousine. Damit dürfte das C-Klasse Coupé eher in die Fußstapfen des alten Mercedes CLK treten, der offiziell vom Mercedes E-Klasse Coupé abgelöst worden ist.

Das neue C-Klasse Coupé (C 204) beerbt offiziell den mäßigen CLC, aber eigentlich sehen wir hier den Nachfolger des CLK.
Schon gestern, am 14. Februar 2011, präsentiert die Daimler AG ihr neues Coupé basierend auf der C-Klasse W 204, obwohl die eigentliche Präsentation & Weltpremiere für den Genfer Auto-Salon gedacht ist. Schon seit Wochen geistern im Netz Bilder von Erlkönigen und ersten völlig enthüllten C-Klasse Coupés. Und diese erste Enthüllung war schließlich der BILD auch gut genug für einen schlecht konstruierten Mini-Skandal. Angeblich verwende Mercedes-Benz den Hofmeister-Knick, den BMW seit den 60er Jahren an vielen Modellen verbaut. Typisch Boulevard und auch schön innerhalb der verschiedenen Springer-BILD-Redaktionen weitergereicht, sodass auch die Autobild brav propagiert, Mercedes würde den sogenannten Hofmeister-Knick von BMW verwenden.
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Montag, 31. Januar 2011 von Mario Lehmann
Mit einem Festakt beging die Daimler AG in Stuttgart den 125. Geburtstag des Automobils. Unter den 1.400 geladenen Gästen fanden sicher allerlei namhafte Persönlichkeiten aus Politik, Sport, der Automobil-Branche und den Medien wie etwa Angela Merkel oder Michael Schumacher. Nachdem man anscheinend auch bei Mercedes bemerkt hat, dass das Auto mit Verbrennungsmotor nach 125 jähriger Lebenszeit im Sterben liegt, propagiert Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG, dass das Unternehmen als Erfinder des Automobils den Anspruch erhebt, auch in Zukunft wegweisende Impulse für die Mobilität der Zukunft zu geben.

Der Patent-Motorwagen Nummer 1, den Carl Benz am 29. Januar 1886 zum Patent anmeldete.
Unter der Patentnummer 37435 meldete Carl Benz – eigentlich geboren und getauft als Karl – seinen (Patent-)Motorwagen Nummer 1 beim Kaiserlichen Patentamt zu Berlin zum Patent an. Das Dreirad wurde angetrieben von einem Einzylinder-Viertaktmotor aus 0,954 Litern Hubraum, leistete 0,9 PS bei 400 Umdrehungen pro Minute und fuhr bis zu 16 Kilometer pro Stunde schnell. Zwar fanden erste Probefahrten auf einem Innenhof bereits 1885 statt, doch wurde erst mit der Patentierung vom 29. Januar 1886 das Automobil offiziell, mit dem schließlich auch öffentliche Probefahrten unternommen worden sind. Die erste dokumentierte Ausfahrt fand am 03. Juli 1886 in Mannheim statt. Carls Sohn Eugen Benz lief mit einer Flasche Benzin nebenher, um den Patent-Motorwagen bei Bedarf zu betanken.
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Montag, 17. Januar 2011 von Mario Lehmann
Am 13. Januar 2011 wurde in München zum siebenten Mal die vom ADAC initiierte Veranstaltung zur Vergabe des Gelben Engels abgehalten. In fünf Kategorien wurden Preise, Lobhudelei und Eierkuchenfriede verteilt. Der ADAC-Autopreis sorgte für Medienrummel und einen Schaulauf der deutschen Automobil-Prominenz.

Der BMW 5er F10 wurde von den Mitgliedern des ADAC zum beliebtesten Auto gewählt und ist somit in der Kategorie "Auto" mit dem Gelben Engel ausgezeichnet worden.
Die Veranstaltung eröffnete Stefan Müller, seines Zeichens ADAC-Geschäftsführer, mit einem Grußwort, in welcher der Club-Chef darstellt, wie toll der Club ist, dem er vorsitzt. Der Eigenlob-Reigen ist damit eröffnet. Dieser wird auch konsequent fortgesetzt, wenn ADAC-Präsident Peter Meyer eine Reihe rhetorischer Fragen in den Raum stellt, die allesamt mit „ADAC“ beantwortet werden sollen. Sicherlich verrichtet der Allgemeine Deutsche Automobil-Club wichtige Arbeit, gerade als Verbraucherschützer. Aber Veranstaltungen wie die Verleihung des Gelbe Engels verdeutlichen auch, dass sich der ADAC peu à peu der Automobilbranche annäherte. Überdeutlich zu spüren, wenn Meyer den Verantwortlichen der Auto-Hersteller Honig ums Maul schmiert und darüber hinaus jegliche Selbstreflexion vermissen lässt. Auch die Bundesregierung bekommt ein gutes Zeugnis ausgestellt. Im Beisein von Verkehrsminister Peter Ramsauer und Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner unterstreicht ADAC-Präsident Meyer, der ADAC sei mit der Politik der Bundesregierung zufrieden. Das liege an der Nicht-Einführung der PKW-Maut.
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Montag, 8. November 2010 von Mario Lehmann
Teil I – Das Hybrid-Auto
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Der Prius – Toyotas Hybrid-Primus
Wer dieser Tage oder überhaupt in den letzten Monaten und Jahren die aktuelle Entwicklung der Automobil-Industrie verfolgte, wird wohl kaum an dem Thema Ökologie & Umwelt vorbeigekommen sein. Seit einiger Zeit gehört das Entwickeln von vermeintlich umweltschonenden Fahrzeugen zum guten Ton eines jeden Automobil-Konzerns. Zu jeder Messe werden „neue“ Hybridelektrokraftfahrzeuge und „einzigartige“ Elektro-Automobil-Konzepte präsentiert und vorgestellt. Um den Eindruck der Sauber- und Jungfräulichkeit herauszuarbeiten und zu verdeutlichen werden die entsprechenden Stände, Podeste und Fahrzeuge in den Farben Grün, Gelb, Weiß und Himmelblau präsentiert.
Selbiges vollziehen die Hersteller in ihren Prospekten ihrer umwelt- und ressourcen-schonenden Autos. Das suggeriert – man möchte fast Ochsen oder Rindviecher schreiben – den Messebesuchern und Kaufinteressenten, man befände sich in einer naturbelassenen Umgebung, frei von Schadstoffen, reich an gutem Sauerstoff und gesunder, frischer Luft, am Fahrbahnrand huschen die in vollen Blüten stehenden Sonnenblumen an uns vorüber, während die freundlich lächelnde Sonne die Solarzellen auf dem Autodach bedient und uns Schulter und Innenraum wärmt. Einen Augenblick später passieren wir auch schon eine wunderschöne, von Bäumen gesäumte Landstraße. Ganz allein, summend und surrend gleiten wir dahin, als scheinbar einziges Auto dieser Welt, vorbei an Windkrafträdern, die den herrlich sauberen Strom produzieren, den ich durch mein mief-freies Auto konsumiere. Unser jungfräulich weißes Öko-Unschuldslamm-Auto gleitet dahin, lässt saftig grüne Wiesen – meist ist es dann doch künstlich angelegter, unnatürlich grün leuchtender Rasen – die unsere Hoffnung auf eine glückselige Zukunft nähren, vorüberziehen. Die neugierigen, strahlendgelben Sonnenblumen-Köpfe schauen verwundert unserem geräuscharmen Gleiter hinterher, der weiße Unschuldswindkrafträder links und rechts hinter sich lässt und uns in verheißungsvoll leuchtendes Azur, das uns am Horizont zu erwarten scheint, fährt, als sei es das natürlichste der Welt.
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Freitag, 5. November 2010 von Mario Lehmann

Eine Allee im Sommer auf der Insel Rügen | Quelle: Wikimedia Commons, (CC) Awa2009
In einigen Ländern Europas ist tagsüber das Fahren mit Licht – wenn auch nur in den Herbst- und Wintermonaten – Pflicht. In Deutschland besteht zwar keine Tagfahrlicht-Pflicht, aber dennoch sollten Autofahrer häufiger das Licht ihrer Autos einschalten; nicht nur bei Dämmerung und Dunkelheit.
Schon als Kind lernt man heute im Rahmen der Verkehrserziehung in der Schule, „Sehen und gesehen werden“ ist für das Zurechtkommen des Verkehrsteilnehmers im Straßenverkehr – egal, ob als Fußgänger, Fahrradfahrer, Motorrad- oder Autofahrer – unabdingbar. Umso unverständlicher scheint es, dass bis heute wenige Autofahrer ihre Scheinwerfer bei mäßigen Sicht- und Lichtverhältnissen nicht einschalten. Viele sagen sich, solang es nicht dämmert oder dunkel ist, sehe ich ausreichend gut und brauche kein Licht. Aussagen und Denkweise wie diese sind es, die zu Unfällen und Todesopfern führen können. Anstatt stets an das eigene Ich zu denken („Ich seh‘ doch noch was.“), sollten die Gedanken bei anderen Verkehrsteilnehmern sein, denen es erleichtert werden sollte, das eigene Auto frühzeitig zu erkennen. Dadurch können andere ihr weiteres Vorgehen entsprechend dem gegenwärtigen Verkehr anpassen. Sie agieren somit im Verkehr vorsichtiger und bedachter, vorausschauender und risikovermindernder.

Der neue BMW X3 mit in den Scheinwerfern integriertem Tagfahrlicht. So ist das Fahrzeug auch bei diesigem, herbstlichen Wetter schneller und besser zu sehen.
Nicht umsonst müssen Motorradfahrer mit eingeschaltetem Abblendlicht unterwegs sein, immer und zu jeder Tageszeit. Das hat den Sinn, damit die kleineren Motorräder nicht übersehen werden. Eine solche Regelung wäre aber ebenfalls für Autos und Autofahrer sinnvoll, wie Alltagserfahrungen, die viele täglich machen müssen, zeigen.
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