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Neuwagen-Vorstellung: Toyota baut weiter auf das Doppelherz – Der Toyota Yaris Hybrid soll mit bewährter Prius-Technik im Kleinwagen-Gehege wildern

Freitag, 27. April 2012 von Mario Lehmann

Die Frage muss erlaubt sein: Ist ein Hybrid-Triebwerk in einem Kleinwagen sinnvoll? Betrachtet werden muss diese Frage in vielerlei Maß. Dabei spielen Ökologie und Wirtschaftlichkeit ebenso eine Rolle, wie die Frage nach dem Sinn eines Hybriden überhaupt. Immerhin gilt unbestritten, dass Neuwagen mit der Kraft der zwei Herzen nur Brücken schlagen können im Übergang zur – wie auch immer gearteten – Elektromobilität. Der veranschlagte Einstiegspreis von 16.950,- € könnte jedoch ein gutes Argument für den Japaner sein.

Der Toyota Yaris Hybrid. Auf Pressefotos meist im obligatorischen Weiß – fällt der japanische Kleinwagen durch seine geänderte Front und die besseren Scheinwerfer auf. | © Toyota

Hybrid- und Elektro-Fahrzeuge machen derzeit einen Anteil von 0,12 % des Gesamt-Fahrzeugbestandes von fast 43.000.000 Millionen zugelassenen PKW in Deutschland aus. Das sind 52.183 Autos. Nicht gerade viel – gerade wenn wir bedenken, dass die Bundesregierung bis 2020 eine Million Elektro-Autos auf die Straßen bringen möchte. Die Japaner von Toyota setzen bekanntermaßen auf den Hybrid-Antrieb – einer Kombination aus Elektro- und Ottomotor – der aufgrund der weiterhin bestehenden Abhängigkeit von fossilen Kraftstoffen keine Dauerlösung sein kann. Renault dagegen bietet schon jetzt eine beachtliche Elektro-Flotte an. Für Toyota jedoch ist die E-Lösung bisher nicht ausgereift genug. Zudem ist aufgrund der Zulassungszahlen eine weitere Optimierung von Verbrennungsmotoren mittelfristig sinnvoller, um nachhaltig Emissionen zu senken. Erst im Anschluss wird wohl langfristig auf Elektroantriebe umgestellt werden. Insofern scheint der Hybrid-Weg Toyotas ein aus heutiger Perspektive sinnvoller Mittelweg zu sein – ganz im Wortsinne „hybrid“.

Mit dem Toyota Yaris Hybrid, der am 16. Juni 2012 in Deutschland seine Markteinführung erfahren wird, bauen die Japaner ihre Hybrid-Flotte weiter aus.

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Biosprit E10: Öko-Willkür sorgt für Unmut und Unverständnis bei Autofahrern – E10-Abschaffung steht im Raum während Super Plus an der Zapfsäule knapp wird

Freitag, 4. März 2011 von Mario Lehmann

Die Einführung des „Biosprits“ E10 in Deutschland ist gefloppt. Wer trägt die Schuld an dieser Misere? Der ADAC lässt durch Maxi Hartung im ARD-Morgenmagazin verlauten, die Mineralöl-Konzerne hätten die Aufklärung am Kunden verschlafen.

Was darf es denn sein? Statt auf dem Teller landen Mais, Weizen und Zuckerrüben vermehrt in den Tanks zahlreicher Verbrennungsmotoren. Die Verwendung als Nahrung erschiene auf den ersten Blick sinnvoller. // (CC) Wikimedia Commons, Autoren: Loyna (l.), Civertan (m), 4028mdk09 (r.)

Dort, wo das neue Produkt E10 erstanden werden kann und soll, fehle es an Informationen und Aufklärungsmaterial. Daher ist aus Sicht des ADAC die Schuld bei den Öl-Konzernen zu suchen. Die Öl-Wirtschaft dagegen verwies bisher auf die Autohersteller, die die Autofahrer darüber informieren müsse, ob und welche Modelle E10-verträglich sind. Langzeit-Tests und -Studien bei Neuwagen hierfür gibt es allerdings nicht. Stattdessen häufen sich die Fragen der Autofahrer. Wie sieht es bei Oldtimern mit der E10-Verträglichkeit aus? Verträgt ein VW Polo Baujahr 2010 E10, wird im Community-Bereich auf autoaid.de gefragt. Schnell wird klar, viele sind sich nach wie vor unsicher.

Doch auch die Bundesregierung gerät in die Kritik. Tom Hillenbrand weist in seinem SpOn-Kommentar darauf hin, dass die Regierung den Verkauf von E10-Sprit erzwinge, um einen fragwürdigen Kraftstoff durchzusetzen, der eine fragwürdige Öko-Bilanz aufweise. Denn geholfen wird mit der E10-Einführung niemandem. Dirk Maxeiner und Michael Miersch bringen das Ganze in einem Artikel auf welt.de auf den Punkt: „E10 nutzt dem Klima nicht, schadet der Umwelt und macht die Menschen ärmer.“ Beide bringen zudem den Willkür-Begriff ins Spiel. Ihrer Meinung nach sei die „Biosprit“-Einführung per definitionem verfassungswidrige Willkür – sowohl von der Bundesregierung als auch der Europäischen Union. Somit werden die Endverbraucher dazu genötigt, einen Kraftstoff zu tanken, den viele nicht wollen – sei es aus Unsicherheit und Angst oder aus Überzeugung – und der darüber hinaus den Äußerungen vieler Experten und Vereinigungen gemäß keine ökologischen Vorteile bringe.

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Genfer Auto-Salon: Volkswagen präsentiert in Genf den Retro-Bulli, das neue Golf Cabrio sowie den neuen VW Tiguan neben Golf R-Designs und den BlueMotion-Modellen

Dienstag, 1. März 2011 von Mario Lehmann

Heute, am 01. März 2011 öffnete der Genfer Auto-Salon, der Salon International de l’Auto & Accessoires Genève, seine Pforten. Vorerst öffnet die Messe für Pressevertreter, um am 03. März schließlich auch für das Publikum zugänglich zu sein. Die Automobil-Bauer wie VW nutzen die Pressetage, um neue Modelle und Sondereditionen vorzustellen und anzupreisen. So können in Genf das VW Golf Cabrio und der geliftete Tiguan bestaunt werden. Daneben zeigt der Volkswagen-Konzern zum wiederholten Male eine Studie zur Reinkarnation des Bulli und preist seine neue Öko-Linie.

Stellt den Nabel der Auto-Welt dar: Der Genfer Auto-Salon 2011 ist bis zum 13. März das große Auto-Mekka.

Genf ist dieser Tage das Zentrum der Auto-Welt. An den ersten Tagen werden zahlreiche Premieren gefeiert. Zwar sind die Fahrzeuge meist schon bekannt, doch stehen sie nun erstmals der Weltöffentlichkeit zur näheren Erkundung zur Verfügung.

Nach neun Jahren und einem zwiespältig aufgenommenen Nachfolger präsentierte VW in Genf heute das neue VW Golf Cabriolet. Nachdem der VW Eos das Golf IV Cabrio beerbte, der Erfolg jedoch ausblieb, soll es nun wieder ein klassisches Cabrio mit Stoffverdeck richten.

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Großer E10-Bio-Betrug — Wie der vermeintliche Biosprit das Autofahren verteuert und Umwelt und Klima belastet

Freitag, 25. Februar 2011 von Mario Lehmann

Als hätte man es nicht geahnt – die Spritpreise feiern ein neues Allzeit-Hoch, der E10-„Biosprit“ sorgt  für ratlose Autofahrer und entgegen der Versprechungen und Versicherungen wird das Super Benzin mit 95 Oktan und maximal 5 %-igem Bio-Ethanol-Anteil klammheimlich vom Markt weg- und totgeschwiegen. Autofahrer dieser Zeit stöhnen auf.

Sprit statt Brot — In Deutschland wird überwiegend Getreide zur Bio-Ethanol-Erzeugung verwandt. Weder ein Gewinn für die Umwelt noch für den Endverbraucher und Autofahrer. // Public Domain (PD), United States Department of Agriculture

Es hätte alles so einfach sein sollen: Aufgrund einer EU-Richtlinie wird in der Bundesrepublik ein Treibstoff mit 10 % statt wie bisher 5 % Bio-Ethanol neben den bisherigen Kraftstoffen Super 95 und Super Plus angeboten. Der Plan: Ein erhöhter Anteil an ökologisch erzeugtem Alkohol in unserem Benzin soll die Ölreserven schonen und die Umwelt weniger belasten. Das Problem: Ethanol weist einen schlechteren Wirkungsgrad als Super-Benzin auf. Das bedeutet, um die gleiche Leistung erzeugen zu können wie mit konventionellem E5-Super, muss mehr E10 verbrannt werden, um E5-Niveau zu erreichen. Um also 100 % Leistung zu erzeugen, für die 1 Liter E5 ausgereicht hätte, müssen nun 1,3 Liter E10 verbrannt werden.

In einem Test mit einem VW Golf VI 1.4 TSI (Turbomotor mit Direkteinspritzung) hat die Autobild die beiden Spritsorten E5 und E10 verglichen. Das Ergebnis war eindeutig und schockierend: Mindestens 5 % Mehrverbrauch. Ein weiterer Versuch mit einem Seat Ibiza 1.4 (ohne Aufladung oder Direkteinspritzung, Saugmotor) bestätigte die erste Versuchsreihe. Daraus errechnete die Autobild Mehrkosten für den Autohalter von durchschnittlich 176,- € pro Jahr.

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Neuwagen-Vorstellung: Toyota präsentiert den neuen Toyota Verso-S – Der Kompakt-Van mit dem variablen Innenraum startet am 19. März 2011

Freitag, 4. Februar 2011 von Mario Lehmann

Nachdem die Japaner bereits vor zwei Wochen die Erweiterung des Hybrid-Angebots und die Prius-Familie ankündigten, besinnt sich Toyota mit dem kleinen Verso-S auf ein früher begründetes und bedientes Segment: Der Mini-Van oder Kompakt-Van Toyota Verso-S soll nach Toyota-Angaben durch kompakte Außenmaße – 3,99 Meter in der Länge – und einem großzügigen Raumangebot sowie größtmöglicher Variabilität – 429 Liter Kofferraumvolumen auf bis zu 1.388 Liter erweiterbar, flexibler Ladeboden, Easy Flat genanntes, variables Sitzsystem – bestechen. Die Markteinführung ist für den 19. März 2011 vorgesehen.

Der Toyota Verso-S: Ab 19. März steht der 3,99 Meter lange Mini-Van bei den Händlern.

Die Intention der Toyota-Ingenieure sei das Angebot eines größtmöglichen Platzangebots für Gepäck und Passagiere bei möglichst geringen Abmessungen. Ergebnis dieses Vorhabens ist der Toyota Verso-S, der vornehmlich junge Familien ansprechen soll. Mit einer Länge von 3,99 Meter ist der Kompakt-Van Verso-S das kürzeste Modell in seiner Fahrzeug-Klasse. Dennoch sollen im Innenraum problemlos fünf Passagiere Platz finden.

Wenn mehr Platz benötigt wird, kann die geteilt klappbare Rücksitzbank vom Heck aus per Hebel umgeklappt werden. Der Ladeboden ist in der Höhe verstellbar und kann damit für eine ebene Ladefläche bei umgelegten Rücksitzen genutzt werden. Toyota unterstreicht weiterhin die hohe Praktikabilität des Verso-S, für die schon die allein 19 Staufächer bezeichnend seien.

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Daimler feiert 125 Jahre Automobil-Geschichte: Am 29. Januar 1886 meldete Carl Benz seinen Motorwagen zum Patent an

Montag, 31. Januar 2011 von Mario Lehmann

Mit einem Festakt beging die Daimler AG in Stuttgart den 125. Geburtstag des Automobils. Unter den 1.400 geladenen Gästen fanden sicher allerlei namhafte Persönlichkeiten aus Politik, Sport, der Automobil-Branche und den Medien wie etwa Angela Merkel oder Michael Schumacher. Nachdem man anscheinend auch bei Mercedes bemerkt hat, dass das Auto mit Verbrennungsmotor nach 125 jähriger Lebenszeit im Sterben liegt, propagiert Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG, dass das Unternehmen als Erfinder des Automobils den Anspruch erhebt, auch in Zukunft wegweisende Impulse für die Mobilität der Zukunft zu geben.

Der Patent-Motorwagen Nummer 1, den Carl Benz am 29. Januar 1886 zum Patent anmeldete.

Unter der Patentnummer 37435 meldete Carl Benz – eigentlich geboren und getauft als Karl – seinen (Patent-)Motorwagen Nummer 1 beim Kaiserlichen Patentamt zu Berlin zum Patent an. Das Dreirad wurde angetrieben von einem Einzylinder-Viertaktmotor aus 0,954 Litern Hubraum, leistete 0,9 PS bei 400 Umdrehungen pro Minute und fuhr bis zu 16 Kilometer pro Stunde schnell. Zwar fanden erste Probefahrten auf einem Innenhof bereits 1885 statt, doch wurde erst mit der Patentierung vom 29. Januar 1886 das Automobil offiziell, mit dem schließlich auch öffentliche Probefahrten unternommen worden sind. Die erste dokumentierte Ausfahrt fand am 03. Juli 1886 in Mannheim statt. Carls Sohn Eugen Benz lief mit einer Flasche Benzin nebenher, um den Patent-Motorwagen bei Bedarf zu betanken.

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Neuwagen-Vorstellung: Der Mitsubishi i MiEV – Das erste Großserien-Elektroauto im Test

Freitag, 28. Januar 2011 von Mario Lehmann

Es ist soweit. Die Zukunft hält Einzug und beschert uns den Mitsubishi i MiEV als Aushängeschild der zukunftsweisenden Elektromobil-Technologie. Der Kleinstwagen wird in Deutschland seit Dezember 2010 zu Preisen ab 34.990,- € angeboten. Die Tests des ADAC verrieten dabei, dass der i MiEV ein voll alltagstaugliches Gefährt ist, das zudem crash-sicher daherkommt. Den Aspekt der Wirtschaftlichkeit spart der ADAC in seinem Test aus – aus gutem Grund.

Der Mitsubishi i MiEV. Das erste Elektrofahrzeug in Großserie ist seit Dezember 2010 in Deutschland erhältlich.

Nachdem seit annähernd 40 Jahren Ölknappheit und das Versiegen der Rohölreserven propagiert werden, scheint es erst Ende 2010 möglich, ein Großserien-Elektroauto auf dem Weltmarkt anzubieten. Mitsubishi stattet sein Elektroauto, das für deutsche Ohren auf den wenig schmeichelhaften Namen i MiEV – sprich „Ei Mief“ – hört, mit einem 67 PS starken Elektromotor aus, der ein Drehmoment von 180 Nm entwickelt. Untergebracht wurde der E-Motor unter dem Kofferraum. Im Fahrzeugboden dagegen ist der 200 Kilogramm schwere Akkumulator zu finden. Dieser besteht aus 88 Lithium-Ionen-Akku-Zellen und kann bis zu 16 KWh speichern. Angeschlossen an eine gewöhnliche 230V-Steckdose ist der i MiEV in sechs Stunden aufgeladen. Mittels einer Schnellladestation kann der Akku aber auch in 30 Minuten zu 80 % aufgeladen werden. Nach FAZ-Angaben kostet allein der Stromspeicher derzeit 14.000 $. Das Preisniveau soll jedoch noch gesenkt werden.

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Neuwagen-Vorstellung & Hybrid-Fahrzeuge: Auf der Detroit Motor Show präsentiert Toyota eine geplante Prius-Modell-Familie – Was Toyota der Automobil-Zukunft beschert

Freitag, 14. Januar 2011 von Mario Lehmann

Trotz klemmender Gaspedale, Rückrufaktionen und Weltwirtschaftskrise – die Marke Toyota baut ihren Marktanteil weiter aus und möchte für die Zukunft das Hybrid-Konzept weiter etablieren und auskosten. Der Hybrid-Primus Prius soll in eine breitere Modellpalette aufgefächert werden. Für den US-Markt angekündigt sind bereits für den Spätsommer 2011 der Toyota Prius v (versatility – ‘Vielseitigkeit’) – ein kompakter Familien-Van in typischem Prius-Design – und für die erste Jahreshälfte 2012 der Prius c Concept, der als City-Kleinwagen vernehmlich Alleinstehende und kinderlose Paare im groß-urbanen Umfeld ansprechen soll.

Der Toyota Prius v, der im Spätsommer 2011 in den USA auf den Markt kommen soll, ist deutlich auf Familien zugeschnitten.

Es ist schon faszinierend. Außerordentlich erfolgreich feiert sich Toyota selbst als Hybrid-Vorreiter und Pionier der Nachhaltigkeit. Unbestritten, der von Toyota perfektionierte Hybrid-Antrieb verbraucht weniger Kraftstoff, erzeugt weniger CO2-Emissionen als konventionelle Neuwagen mit Verbrennungsmotor. Dennoch bleibt die Abhängigkeit vom Mineralöl. Ziel ist es bekanntermaßen, die Fesseln der Erdöl-Abhängigkeit zu sprengen und mithilfe ökologisch unbedenklicher Verfahrensweisen weiterhin uneingeschränkt mobil zu bleiben und unseren westlich-industriellen Lebensstandard zu halten. Nun hat es Toyota geschafft, die Übergangslösung Hybridantrieb salonfähig und marktreif zu machen. Seit 1997 und nach drei Generationen Prius wurden weltweit über 2.000.000 Einheiten abgesetzt. Zwar ist es unwahrscheinlich, dass dieser Erfolg wirtschaftlich einen Erfolg für den Hybrid-Antrieb darstellt – die Entwicklungs- und Forschungskosten werden immens (gewesen) sein – aber der Prius bescherte Toyota ein unbezahlbares Image als Öko-Vorreiter. Dass der Hybrid-Antrieb nur eine Übergangstechnologie darstellt, dessen ist sich Toyota selbst offenbar bewusst. Nicht umsonst forschen die Japaner unaufhörlich und nachdrücklich im Bereich der Brennstoffzellen-Technologie. So ist für 2015 auch geplant, Japan großflächig mit Wasserstoff-Tankstellen und entsprechender Infrastruktur zu versehen, um ein Brennstoffzellen-Fahrzeug marktreif in Serie zu produzieren; für den Privatkunden. Toyota forciert dieses Vorhaben gemeinsam mit Nissan, Honda und vielen weiteren japanischen Unternehmen. Toyota wird also nicht dauerhaft am Hybriden festhalten. Das ist vernünftig, allerdings hat Toyotas Arbeit im Hybrid-Segment schwerwiegende Folgen, wie es scheint.

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„Biosprit“: Mit Beginn des Jahres ist der E10-Bio-Kraftstoff in Deutschland erhältlich

Montag, 3. Januar 2011 von Mario Lehmann

Um den EU-Auflagen zum CO2-Ausstoß etwas näher zu kommen, wurde beschlossen, den E10-Bio-Kraftstoff in Deutschland einzuführen.  Damit wird der Bio-Ethanol-Anteil des Superbenzins von bisher maximal fünf auf höchstens zehn Prozent erhöht. Der bisherige E5-Kraftstoff wird aber noch bis  mindestens 2013 erhältlich bleiben. Vorteil: Ein winziges Stück mehr Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen, ein geringerer CO2-Ausstoß. Unmittelbarer Nachteil: Nicht jedes Fahrzeug verträgt den neuen Kraftstoff. Und die Umweltfreundlichkeit von Bio-Sprit darf überdies bezweifelt werden.

Eine gewöhnliche Tankstelle in Deutschland. Mit Beginn dieses Jahres wird auch der neueingeführte E10-Kraftstoff verkauft. // (CC) Wikimedia Commons, Immanuel Giel

Seit einigen Jahren sind die Bundesrepublik, die EU und Teile der restlichen Welt bestrebt, den CO2-Ausstoß dieser Welt zu reduzieren. Hierfür werden verschiedene Maßnahmen ergriffen. Beispielsweise werden Abgasnormen erlassen, die vorschreiben, wie viel Schadstoffe ein Neufahrzeug nach einem genormten, ideellen Fahrzyklus ausstoßen darf. Über die Sinnhaftigkeit eines ideellen Zyklus muss nicht gestritten werden; dennoch gelten sie und legen fest, dass mit dem 01.01.2011 die sogenannte Euro-5-Norm von jedem neuzugelassenen Fahrzeug erfüllt werden muss.  Ein Fahrzeug, das dieser Norm nicht gerecht wird, muss draußen bleiben und darf in der EU nicht zugelassen werden. So ist ein Mazda RX-8 z. B. nicht mehr als Neuwagen erhältlich.

Der Euro-5-Norm zum Opfer gefallen und damit in der EU ausgestorben: Der Mazda RX-8.

Eine weitere Maßnahme der EU ist die Anreicherung unseres fossilen, auf Erdöl basierenden Benzin-Kraftstoffes mit biogen erzeugtem Ethanol. Bisher waren im Benzin an der deutschen Tankstelle maximal fünf Prozent Ethanol enthalten. Mit Beginn dieses Jahres soll daneben ein E10 genannter „Biosprit“ angeboten werden – allerdings wohl erst im Februar und nicht wie geplant bereits im Januar. Der Name trügt, denn besonders „biologisch“ ist auch dieser Kraftstoff nicht. Lediglich der Anteil des Bio-Ethanols ist auf bis zu zehn Prozent angehoben. Daraus resultieren leicht gesenkte CO2-Emissionen, die jedoch teuer erkauft werden müssen.

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BMW EfficientDynamics mit Leerlauf im 535i Gran Turismo – Alte Suppe aus neuen Dosen?

Montag, 6. Dezember 2010 von Mario Lehmann

Während alle Welt und nahezu jeder Automobil-Hersteller ein Hybrid-Modell nach dem anderen ankündigt und ebenso jeder neuen Nachricht über die E-Mobilität huldigt, geht BMW alte, ausgetretene Pfade. Doch, das ist nicht schlecht, denn die Bajuwaren wühlen die alten Trampel-Pfade auf, schichten fein säuberlich Kies und Beton-Recycling auf, verdichten gewissenhaft und verlegen frisch aufpolierte Gehwegplatten. Sie zeigen uns damit, dass Altes und Bewährtes immer verbessert und effizienter werden kann.

Mit einem BMW 5er Gran Turismo erproben die Bayern ein Eco-Management-System, das den Verbrauch deutlich senken kann.

Toyota feiert sich seit Jahren selbst, haben sie doch den Hybrid-Antrieb und den Prius salonfähig gemacht. Längst gilt der Hybrid-Primus nicht mehr als Streber-Auto grüner Linksalternativer. Er hielt Einzug im gehobenen Bürgertum, das über die Zeit ein Umwelt-Bewusstsein entwickelte und nun auf der vermeintlich grünen Welle mitschwimmt. Ein Großteil der automobilen Welt zieht mit, versucht krampfhaft und überschnell mit Toyota gleichzuziehen. Im großen Stil werden nun Hybrid-Fahrzeuge auf den Markt geworfen, auf Messen präsentiert. Und die deutschen Autobauer müssen sich oftmals anhören, sie hätten den Hybrid-Trend verschlafen. Und genau das ist der Rummel um die hybride Mobilität auch: ein Trend, der ein umweltbewusstes, grünes Bewusstsein der Automobil-Konzerne vorgaukelt und dadurch einen enormen, noch nicht vorhersehbaren Image-Gewinn darstellt. Das investierte Geld kommt ohnehin nicht wieder rein, der Umweltschutz hält sich in Grenzen. Einen aberwitzigen Höhepunkt erreicht die Öko-Lüge um den Hybrid-Hype, wenn Porsche einen 320 km/h schnellen Rennsportwagen namens 918 Spyder vorstellt, der im batteriebetriebenen Schleichgang drei Liter Sprit auf 100 Kilometer verbrauchen soll, zumindest nach der zweifelhaften EU-Verbrauchsnorm.

Der Porsche 918 Spyder bekommt einen Hybrid-Antrieb spendiert und stülpt sich damit die grüne Maske der Hybrid-Lüge über, denn drei Liter wird der nicht auf 100 Kilometer verbrauchen.

Dass im tatsächlichen Betrieb drei Liter verbraucht werden, ist sehr wahrscheinlich; bei 700 PS Leistung sind diese in etwa 15 Minuten durchgeblasen. Wir sehen: Porsche springt auf den Hybrid-Zug auf, platziert sich zwischen den Waggons in einer Gesetzeslücke und lässt den Elektromotor zur pseudo-ökologischen Dekoration verkommen, der zu Steuerersparnissen und Fehleinschätzungen in der Öko-Bilanz führt. Aber anders zieht es Toyota mit seiner Luxus-Marke Lexus auch nicht durch, wenn Modelle wie der RX 450h oder LS 600h als völlig absurde und sinnlose Alternativen zum Diesel angeboten werden. Zumal auch schon kleinere, augenscheinlich sinnvollere Hybrid-Modelle nicht zwangsläufig weniger verbrauchen als ein vergleichbares Diesel-Aggregat.

Dass der Hybrid-Antrieb im Allgemeinen keine dauerhafte Lösung für die Zukunft sein kann, haben wir bereits zur Genüge dargelegt. Letztlich verhält es sich mit dem Elektro-Auto, dem E-Mobil oder wie auch immer man diese Erscheinung nennen möchte, nicht anders. Mitsubishis i-MiEV steht in Deutschland und Europa kurz vor der Markteinführung und ersten Neuwagen-Auslieferungen. Groß, ganz groß wird das Elektro-Auto als Antrieb der Zukunft gepriesen. Endlich ökologisch in der Stadt unterwegs sein, endlich leise surrend, in einem einzigen Gang und ohne Schaltrucken oder Schubunterbrechung. Und das Ganze bei Null Komma nichts CO2-Ausstoß. Denkste; Pustekuchen. Es scheint, vielen E-Enthusiasten gereicht der Verstand bis zur heimischen Steckdose. Fragt sich jemand der Elektrolisten eigentlich, woher unser Strom kommt, wie er gewonnen wird?

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