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DEKRA stellt Gebrauchtwagenreport 2012 vor – Warum die Statistiken von ADAC, DEKRA und TÜV unzuverlässig sind

Donnerstag, 19. Januar 2012 von Mario Lehmann

Zu Beginn dieses Jahres stellt die DEKRA den Gebrauchtwagenreport 2012 vor. Dabei wurden 50 neue Fahrzeuge in einem Laufleistungsbereich von 0 – 50.000 Kilometer in die Datenbank der Prüforganisation aufgenommen. Insgesamt habe die DEKRA 15 Millionen Fahrzeuge bei der Hauptuntersuchung (HU) auf der Hebebühne gehabt. Insgesamt stehen in der Datenbank des Stuttgarter Prüfgesellschaft 280 Fahrzeugmodelle, die in acht Kategorien unterteilt werden. Der Opel Astra J wurde als Fahrzeug mit der besten Einzelwertung ausgezeichnet. Doch was ist eine solche Auszeichnung wert?

Screenshot gebrauchtwagenreport.com der DEKRA | 18. Januar 2012

Nicht nur die DEKRA veröffentlicht regelmäßig die Ergebnisse ihrer durchgeführten Hauptuntersuchungen. Auch der TÜV gibt mit seinem TÜV-Report eine Statistik aus, die Aussagen über Zuverlässigkeit und Qualität einzelner Fahrzeugmodelle treffen soll. Weiterhin großen Wert beigemessen wird der Pannenstatistik des ADAC, die angibt, wie oft und aufgrund welcher Probleme die gelben Engel zu bestimmten Fahrzeugen ausrücken mussten.

In der Theorie klingen solche Statistiken und Übersichten besonders geeignet, um sich einen Überblick über qualitative Fahrzeuge zu verschaffen. Sowohl für den Neuwagen- als auch den Gebrauchtwagenkauf können aussagekräftige Urteile die Kauf-Entscheidung maßgeblich beeinflussen. Zuverlässige Autos mit hoher Langzeitqualität versprechen keine oder nur wenige Werkstatt-Aufenthalte und würden somit für niedrigere Unterhalskosten sorgen.

Doch was, wenn diese Reporte und Statistiken nicht die ganze Wahrheit widerspiegeln?

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BMW i3 und der Werkstoff Carbon – Für leichtere Elektro-Autos setzen die Münchner auf Erdöl

Donnerstag, 5. Januar 2012 von Mario Lehmann

Auf der letztjährigen IAA in Frankfurt am Main war der BMW i3 mitsamt seines sportlichen Hybrid-Bruders i8 zu bewundern. Die Münchner von BMW stellen sich so die elektrisierte Neuwagen-Zukunft vor. Ja, der Elektro-Antrieb wird – in welcher Form auch immer – die heutigen konventionellen Antriebe ersetzen. Verbrennungsmotoren setzen auf Erdöl-basierte Kraftstoffe, E-Autos werden im Idealfall mit grünem Strom betrieben. Ziel ist es also, sich von der endlichen Ressource Erdöl zu emanzipieren. Aber BMW setzt mit der geplanten Großserienfertigung von Carbon bzw. kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK) voll auf Öl. Ein Widerspruch?

Der BMW i3 – Auf der IAA 2011 war das Elektro-Auto, das 2013 auf dem Neuwagen-Markt erscheinen soll, erstmals zu sehen. Die Karosserie soll zu großen Teilen aus Carbon gefertigt werden. | Foto: MLe

Von allen Seiten wird das Projekt Elektromobilität voran getrieben. Ziele, die den Vortrieb motivieren, sind, die Umwelt durch Verringerung des Schadstoff-Ausstoßes zu entlasten und auf das endliche und stetig teurer werdende Erdöl zu verzichten. Das sind lobens- und achtenswerte Motive. Allerdings stehen hinter diesen auch große Unternehmen und Industrien, die auf Umsatz und Profit angewiesen sind, sodass die technologisch, menschlich und ökologisch sinnvollsten Lösungen sicherlich nicht als erste herangezogen werden. Denn es geht um Geld; wie immer. Es wird daher einen behutsamen, fließenden Übergang geben müssen, der für sichere, hohe Einnahmen sorgen kann.

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Neuwagen-Vorstellung: Der BMW 1er F20 – Der kompakte Hecktriebler aus Bayern

Montag, 12. Dezember 2011 von Mario Lehmann

Im Juni 2011 offiziell vorgestellt, rollen seit September diesen Jahres die ersten 1er der Baureihe F20 zu den deutschen BMW-Händlern. Der Neue kommt nun deutlich frischer daher, gleichzeitig wirkt sein Auftritt bulliger und stämmiger. Die dazugewonnenen acht Zentimeter Länge und die größeren Fondtüren sollen Zustieg und Platzverhältnisse in der hinteren Reihe optimieren.

Der 1er BMW – hier in der "Urban Line – kommt deutlich frischer daher. Erstmals bietet BMW zwei Ausstattungslinien neben dem Grundmodell an. | © BMW

Der BMW 1er ist zunächst lediglich als Fünftürer (F20) erhältlich. Der Dreitürer (F21) erscheint 2012 auf dem Neuwagen-Markt. Ob Cabriolet und Coupé des Vorgängers ebenfalls in das neue 1er-Kleid gewandet werden, ist bisher noch offen. Die Plattform teilt sich der kleinste Bajuware von BMW mit dem bereits vorgestellten, aber erst im nächsten Jahr erhältlichen neuen BMW 3er F30.

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Neuwagen-Premiere in München: BMW stellt den neuen 3er vor – BMW F30 wird leichter, schneller, sparsamer

Montag, 17. Oktober 2011 von Mario Lehmann

Am Freitag, den 14. Oktober 2011 stellte BMW in München offiziell den Nachfolger des BMW 3er E90 vor. Die sechste Inkarnation des bayerischen Mittelklasse-Neuwagens, intern F30 getauft, soll die Erfolgsgeschichte der 3er-Baureihe fortführen. Zugleich sei die Limousine bis zu 45 Kilogramm leichter als sein Vorgänger. Vom großen Bruder BMW 5er F10 erbt der 3er F30 allerlei Technik und Assistenz-Systeme.

So fährt der BMW 3er F30 ab Februar 2012 vor. | © BMW

Der neue BMW 3er ist gewachsen – so gehört es sich, denn jede Generation wird größer, meist auch schwerer. So nicht der BMW F30. Zwar ist er in der Länge um stramme 9,3 Zentimeter, in der Breite um zwei Zentimeter gewachsen, doch verspricht BMW eine Gewichtsersparnis von bis zu 45 Kilogramm im Vergleich zum Vorgänger E90. Trotz der leichten Zunahme in der Höhe wirkt der F30 stämmiger und breiter, dank der erhöhten Spurbreite. Schön ist der Zuwachs beim Radstand von fünf Zentimetern. Das verspricht einen Raumgewinn für die Insassen. BMW nennt ein Zugewinn von 15 Millimetern Kniefreiheit und fünf Millimetern Kopffreiheit im Fond.

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autoaid auf der 64. IAA in Frankfurt am Main: Die ZF Friedrichshafen AG – Vom neunten Gang und der Hybridisierung des 8-Gang-Automatgetriebes

Montag, 19. September 2011 von Mario Lehmann

Neben den zahlreichen Fahrzeugherstellern sind auch viele andere Unternehmen auf der IAA in Frankfurt vertreten. So auch die ZF Friedrichshafen AG, eines der weltweit führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Antriebs- und Fahrwerkstechnik. Neben einer Pressekonferenz war es mir möglich an einer Führung über den ZF-Stand auf der diesjährigen IAA teilzunehmen. Was ZF auf seinem Stand präsentiert, ist interessant und dient oftmals der Optimierung und Effizienzsteigerung im Automobilbau.

Hans-Georg Härter auf der Pressekonferenz der ZF Friedrichshafen AG am 13. September 2011 auf der IAA | Quelle: iaa.de

Am Anfang war das Wort

Alles fängt mit einer Pressekonferenz im Raum „Illusion“ des Congress Center der Frankfurter Messe an. Pünktlich um 12:30 Uhr eröffnet Hans-Geord Härter – Vorstandsvorsitzender der ZF Friedrichshafen AG – die Pressekonferenz und erläutert die wirtschaftliche Lage des Unternehmens, das trotz Weltwirtschaftskrise gesteigerte Gewinne einfahren konnte. Für 2011 können demnach 15–16 Milliarden Euro Umsatz erzielt werden, die Zahl der Beschäftigten solle die 70.000er Marke erreichen (Stand Ende August 2011: 68.630). Darüber hinaus kündigt Härter an, dass ZF mit Investitionen in Höhe von 70 Millionen Euro in das Windkraft-Geschäft einsteigen werde. Das Unternehmen stehe kurz vor Produktionsbeginn von Windkraft-Getrieben in einem ZF-Werk in Gainesville, Georgia. Weiterhin heißt es von Härter, dass ZF Zulieferer für den neuen VW up! sei.

Wird mit Teilen des Zulieferers ZF bestückt: der neue VW up! | (CC) MLe

Auch auf ZF-Neuheiten der diesjährigen IAA ging der ZF-Chef ein, etwa die 9- bzw. 8-Gang-Automatgetriebe, für deren weitere Produktion ZF 300 Millionen Euro investieren werde. Auf Nachfrage, ob ZF ein eigenes ZF-Auto plane, da Getriebe, Elektro-Lösungen, Fahrwerkstechnik und andere Teile bereits vorhanden und in Produktion sind, erklärte Härter, dass das Unternehmen weiterhin auf seine Kernkompetenzen setze und keine Ambitionen zeige, ein eigenes Fahrzeug auf den Markt zu bringen.

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Neuwagen-Vorstellung: Das neue BMW 6er Coupé kommt im Herbst – BMW verspricht ein Mehr an Ästhetik & Dynamik

Montag, 14. März 2011 von Mario Lehmann

Mit viel Luxus und technischen Spielereien, erhöhter Effizienz und mehr Leistung geht das BMW 6er Coupé der dritten Generation auf Kundenfang. Nach der Pressemitteilung von BMW seien „Ästheten mit Freude an Luxus und innovativer Technologie“ das anvisierte Klientel des 6ers. Als solche sehen sich sicher viele, die das Coupé sahen und fühlten; es wird für die meisten jedoch ein schöner Traum bleiben müssen, denn ein Preis jenseits der 70.000,- € hat mit Eleganz und Grazie nur bedingt etwas gemein.

Das neue 6er Coupé – Die dritte Generation verbindet klassisches Coupé-Design mit zeitgenössischer Moderne.

Darf man in Zeiten von Erdbeben, Tsunami, Atomkraft, Libyen & Krise der arabischen Welt, Öko-Welle und E10-Misere überhaupt ein solches Automobil bauen und auf den Markt bringen? Gibt es denn weiß Gott nichts Wichtigeres als Luxus-Coupés mit 4,4-Liter-Achtzylinder-Motoren? Ganz bestimmt; sicher gibt es das. Aber mal ehrlich: ist es nicht schön? Diese lang gezogene Motorhaube, das kurze Stummelheck mit Bürzel, die breit ausgestellten Radkästen. Dazu die verchromte, eckige Duplex-Auspuff-Anlage und die neu gestalteten LED-Rückleuchten. Hier treffen sich klassisches Coupé-Design und zeitgenössische Moderne vereint wieder. Und natürlich: ein solches Autos erfüllt keinen Zweck, es ist sinnfrei und völlig nutzlos. Aber es erfreut das Auge.

Dieses Gesicht könnte ab Herbst 2011 gelegentlich im Rückspiegel auftauchen: Die neue Front des 6er Coupés.

Doch ist ein solches Fahrzeug ökologisch bedenklich? Ja, ist es eigentlich schon. Das kleinste 6er Coupé ist der BMW 640i, ein Dreiliter Reihensechszylinder mit Turbolader, Direkteinspritzung und 320 PS. Sicher, BMW arbeitet auch im Segment der Oberklasse-Coupés an der Effizienz der Motoren, und ein vorläufiger Normverbrauch von 7,7 Litern auf 100 Kilometer lässt hoffen. Doch einerseits ist der genormte Verbrauchszyklus kritisch zu beäugen, da im Alltagsturnus wesentlich mehr verbraucht wird. Andererseits ist der gleiche Motor N55B30 ebenfalls im 14 PS schwächeren BMW 535i verbaut. Dort ist jener mit einem Verbrauch von 8,5 Litern angegeben. Und der tatsächliche Verbrauch liegt sowieso höher. Entsprechend der Motorgröße und des Verbrauchs sieht schließlich auch der Schadstoffausstoß weniger rosig aus. Aber Dank EU-Verbrauchsnorm erfüllt das 6er Coupé die Euro-5-Norm.

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Neuwagen-Premiere: Mercedes stellt noch vor dem Genfer Auto-Salon das C-Klasse Coupé vor

Dienstag, 15. Februar 2011 von Mario Lehmann

Obwohl die Weltpremiere für das Coupé C 204 der Mercedes C-Klasse W 204 eigentlich für den Genfer Auto-Salon angedacht ist, wird das Nachfolgemodell des gefloppten Mercedes CLC schon jetzt anhand von Bildern und einem Pressetext öffentlich gemacht. Deutlich wird auf den ersten Blick die Orientierung an der Limousine. Damit dürfte das C-Klasse Coupé eher in die Fußstapfen des alten Mercedes CLK treten, der offiziell vom Mercedes E-Klasse Coupé abgelöst worden ist.

Das neue C-Klasse Coupé (C 204) beerbt offiziell den mäßigen CLC, aber eigentlich sehen wir hier den Nachfolger des CLK.

Schon gestern, am 14. Februar 2011, präsentiert die Daimler AG ihr neues Coupé basierend auf der C-Klasse W 204, obwohl die eigentliche Präsentation & Weltpremiere für den Genfer Auto-Salon gedacht ist. Schon seit Wochen geistern im Netz Bilder von Erlkönigen und ersten völlig enthüllten C-Klasse Coupés. Und diese erste Enthüllung war schließlich der BILD auch gut genug für einen  schlecht konstruierten Mini-Skandal. Angeblich verwende Mercedes-Benz den Hofmeister-Knick, den BMW seit den 60er Jahren an vielen Modellen verbaut. Typisch Boulevard und auch schön innerhalb der verschiedenen Springer-BILD-Redaktionen weitergereicht, sodass auch die Autobild brav propagiert, Mercedes würde den sogenannten Hofmeister-Knick von BMW verwenden.

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Preisverleihung: Die Gelben Engel gehen an BMW, Porsche und Toyota – ADAC und deutsche Automobilbauer feiern sich selbst

Montag, 17. Januar 2011 von Mario Lehmann

Am 13. Januar 2011 wurde in München zum siebenten Mal die vom ADAC initiierte Veranstaltung zur Vergabe des Gelben Engels abgehalten. In fünf Kategorien wurden Preise, Lobhudelei und Eierkuchenfriede verteilt. Der ADAC-Autopreis sorgte für Medienrummel und einen Schaulauf der deutschen Automobil-Prominenz.

Der BMW 5er F10 wurde von den Mitgliedern des ADAC zum beliebtesten Auto gewählt und ist somit in der Kategorie "Auto" mit dem Gelben Engel ausgezeichnet worden.

Die Veranstaltung eröffnete Stefan Müller, seines Zeichens ADAC-Geschäftsführer, mit einem Grußwort, in welcher der Club-Chef darstellt, wie toll der Club ist, dem er vorsitzt. Der Eigenlob-Reigen ist damit eröffnet. Dieser wird auch konsequent fortgesetzt, wenn ADAC-Präsident Peter Meyer eine Reihe rhetorischer Fragen in den Raum stellt, die allesamt mit „ADAC“ beantwortet werden sollen. Sicherlich verrichtet der Allgemeine Deutsche Automobil-Club wichtige Arbeit, gerade als Verbraucherschützer. Aber Veranstaltungen wie die Verleihung des Gelbe Engels verdeutlichen auch, dass sich der ADAC peu à peu der Automobilbranche annäherte. Überdeutlich zu spüren, wenn Meyer den Verantwortlichen der Auto-Hersteller Honig ums Maul schmiert und darüber hinaus jegliche Selbstreflexion vermissen lässt. Auch die Bundesregierung bekommt ein gutes Zeugnis ausgestellt. Im Beisein von Verkehrsminister Peter Ramsauer und Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner unterstreicht ADAC-Präsident Meyer, der ADAC sei mit der Politik der Bundesregierung zufrieden. Das liege an der Nicht-Einführung der PKW-Maut.

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TÜV-Report 2010 – Fast jedes fünfte Fahrzeug fällt durch die erste Hauptuntersuchung (HU)

Freitag, 17. Dezember 2010 von Mario Lehmann

Der diesjährige TÜV-Report sorgt für vielerlei Reaktionen bei denjenigen, die ihn sich näher betrachten. Einerseits Ernüchterung, denn die Abwrackprämie zeigt statistisch keine Auswirkungen auf die Mängel-Masse. Andererseits nährt der aktuelle TÜV-Report Besorgnis. Von den fast 7,5 Millionen Hauptuntersuchungen (HU), die der TÜV zwischen Juli 2008 und Juni 2009 durchgeführt hat, bestanden 17,6 % der geprüften Fahrzeuge aufgrund erheblicher Mängel die HU nicht.

Der Besitzer eines 911er Porsches braucht sich keine Sorgen um die HU machen. Im TÜV-Report 2010 belegt er Platz 1. / © Porsche

Freuen dürfen sich Porsche-Fahrer. Mit einer Durchfallquote von 1,9 % bei den 2- bis 3-Jährigen liefert der Porsche 911 die beste Vorstellung ab. Im Durchschnitt schaffen 5,1 % der zwei bis drei Jahre alten Autos die erste Hauptuntersuchung nicht. Schlusslicht: Der Kia Carnival mit 29,3 % nicht bestandener Hauptuntersuchungen. Gefolgt wird der Koreaner von Chrysler PT Cruiser (13,8 %), Peugeot 407 (12,1%) und dem Hyundai Atos (10,3 %).

Auf den Spitzenpositionen hinter dem Porsche 911 (1,9 %) finden sich der Mazda 2 (2,4 %), der VW Golf Plus (2,6 %), Ford Fusion (2,6 %) und der Mazda 3 (2,6 %).

Wie der TÜV-Report 2010 zeigt, ist der Anteil mangelhafter Autos, die bei der ersten Hauptuntersuchung keine Plakette bekommen, auf über 17 % angestiegen.

Insgesamt wiesen 80,5 % der 2- bis 3-Jährigen keine Mängel auf, 14,4 leichte und 5,1 % fielen durch schwere Mängel auf.

Auffällig ist, dass oftmals die Beleuchtung schon bei zwei- und dreijährigen Autos falsch eingestellt ist. Mangelhafte Beleuchtung ist nicht ohne Grund ein HU-Kriterium, da falsch eingestellte Scheinwerfer andere Verkehrsteilnehmer blenden können und so zu einem höheren Unfallrisiko beitragen.

Bei den 4- bis 5-Jährigen ging der VW Golf Plus als Sieger hervor. Nur 3,4 % der geprüften Modelle bestanden die Hauptuntersuchung des TÜV nicht. Gefolgt von einem weiteren Familien-Van ist der Toyota Corolla Verso mit 3,6 % dem Golf Plus auf den Versen. Weiter folgen der 1er BMW (3,7 %), Mazda 3 (4,1 %) und der Porsche Boxster (4,6 %).

Die Schlusslichter bei den vier und fünf Jahre alten Fahrzeugen sind der Renault Espace (20 %), wieder der Chrysler PT Cruiser (20,9 %), der Peugeot 106 und der Renault Laguna (jeweils 21,9 %) sowie der Kia Carnival mit 28,2 %. Und der bleibt auch insgesamt im TÜV-Report das Schlusslicht.

Der Kia Carnival - Er genießt keinen guten Ruf und ist kein begehrter Gebrauchtwagen. Zu recht, denn fast 30 % aller zugelassenen Carnival sind bereits bei einer HU nicht durchgekommen. / © Rudolf Stricker, Wikimedia Commons

Erschreckend sind die Ergebnisse der elfjährigen Fahrzeuge. Fast ein Viertel (24,1 %) erhielt die HU-Plakette vom TÜV erst nach einem Werkstattbesuch. Gerade bei den älteren Autos zeigten sich Mängel an Bremsen, Bremsleitungen und -schläuchen. Ebenso häufig betroffen waren die Auspuffanlage und die Achsen. Rost und Lenkungsspiel seien ebenso Schwerpunkte gewesen.

Anhand des TÜV-Reports 2010 ließen sich etwa 9 Millionen Fahrzeuge annehmen, die mit erheblichen Mängeln  in Deutschland zugelasen und unterwegs seien. Problematisch: Wenn es den Fahrzeughaltern an Geld mangelt, wird häufig zuerst an Wartung und Inspektion der Autos gespart. Dies geht auf Kosten der Verkehrssicherheit.

BMW EfficientDynamics mit Leerlauf im 535i Gran Turismo – Alte Suppe aus neuen Dosen?

Montag, 6. Dezember 2010 von Mario Lehmann

Während alle Welt und nahezu jeder Automobil-Hersteller ein Hybrid-Modell nach dem anderen ankündigt und ebenso jeder neuen Nachricht über die E-Mobilität huldigt, geht BMW alte, ausgetretene Pfade. Doch, das ist nicht schlecht, denn die Bajuwaren wühlen die alten Trampel-Pfade auf, schichten fein säuberlich Kies und Beton-Recycling auf, verdichten gewissenhaft und verlegen frisch aufpolierte Gehwegplatten. Sie zeigen uns damit, dass Altes und Bewährtes immer verbessert und effizienter werden kann.

Mit einem BMW 5er Gran Turismo erproben die Bayern ein Eco-Management-System, das den Verbrauch deutlich senken kann.

Toyota feiert sich seit Jahren selbst, haben sie doch den Hybrid-Antrieb und den Prius salonfähig gemacht. Längst gilt der Hybrid-Primus nicht mehr als Streber-Auto grüner Linksalternativer. Er hielt Einzug im gehobenen Bürgertum, das über die Zeit ein Umwelt-Bewusstsein entwickelte und nun auf der vermeintlich grünen Welle mitschwimmt. Ein Großteil der automobilen Welt zieht mit, versucht krampfhaft und überschnell mit Toyota gleichzuziehen. Im großen Stil werden nun Hybrid-Fahrzeuge auf den Markt geworfen, auf Messen präsentiert. Und die deutschen Autobauer müssen sich oftmals anhören, sie hätten den Hybrid-Trend verschlafen. Und genau das ist der Rummel um die hybride Mobilität auch: ein Trend, der ein umweltbewusstes, grünes Bewusstsein der Automobil-Konzerne vorgaukelt und dadurch einen enormen, noch nicht vorhersehbaren Image-Gewinn darstellt. Das investierte Geld kommt ohnehin nicht wieder rein, der Umweltschutz hält sich in Grenzen. Einen aberwitzigen Höhepunkt erreicht die Öko-Lüge um den Hybrid-Hype, wenn Porsche einen 320 km/h schnellen Rennsportwagen namens 918 Spyder vorstellt, der im batteriebetriebenen Schleichgang drei Liter Sprit auf 100 Kilometer verbrauchen soll, zumindest nach der zweifelhaften EU-Verbrauchsnorm.

Der Porsche 918 Spyder bekommt einen Hybrid-Antrieb spendiert und stülpt sich damit die grüne Maske der Hybrid-Lüge über, denn drei Liter wird der nicht auf 100 Kilometer verbrauchen.

Dass im tatsächlichen Betrieb drei Liter verbraucht werden, ist sehr wahrscheinlich; bei 700 PS Leistung sind diese in etwa 15 Minuten durchgeblasen. Wir sehen: Porsche springt auf den Hybrid-Zug auf, platziert sich zwischen den Waggons in einer Gesetzeslücke und lässt den Elektromotor zur pseudo-ökologischen Dekoration verkommen, der zu Steuerersparnissen und Fehleinschätzungen in der Öko-Bilanz führt. Aber anders zieht es Toyota mit seiner Luxus-Marke Lexus auch nicht durch, wenn Modelle wie der RX 450h oder LS 600h als völlig absurde und sinnlose Alternativen zum Diesel angeboten werden. Zumal auch schon kleinere, augenscheinlich sinnvollere Hybrid-Modelle nicht zwangsläufig weniger verbrauchen als ein vergleichbares Diesel-Aggregat.

Dass der Hybrid-Antrieb im Allgemeinen keine dauerhafte Lösung für die Zukunft sein kann, haben wir bereits zur Genüge dargelegt. Letztlich verhält es sich mit dem Elektro-Auto, dem E-Mobil oder wie auch immer man diese Erscheinung nennen möchte, nicht anders. Mitsubishis i-MiEV steht in Deutschland und Europa kurz vor der Markteinführung und ersten Neuwagen-Auslieferungen. Groß, ganz groß wird das Elektro-Auto als Antrieb der Zukunft gepriesen. Endlich ökologisch in der Stadt unterwegs sein, endlich leise surrend, in einem einzigen Gang und ohne Schaltrucken oder Schubunterbrechung. Und das Ganze bei Null Komma nichts CO2-Ausstoß. Denkste; Pustekuchen. Es scheint, vielen E-Enthusiasten gereicht der Verstand bis zur heimischen Steckdose. Fragt sich jemand der Elektrolisten eigentlich, woher unser Strom kommt, wie er gewonnen wird?

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