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Markttransparenzstelle – Warum Benzinpreis-Regulierung scheitern wird

Freitag, 4. Mai 2012 von Mario Lehmann

Nach kräftigem Drücken kam die Erleichterung: Philipp Rösler drückt seine wahlkampf-geschwängerte Benzinpreis-Regulierung durch – geerntet werden nun Kritik und Skepsis. Wieder zeigt sich, dass der Staatsapparat in Mobilitätsfragen träge, falsch und gegen seine Bürger arbeitet. Auf das E10-Desaster folgt die allgemeine Kraftstoff-Katastrophe. Wie der ADAC berichtet, war der April 2012 der bisher teuerste Monat für Super-Benzin überhaupt – die Teuerungswelle hält an.

Tankstellen sollen künftig ihre Preise der Markttransparenzstelle melden, um Transparenz zu gewährleisten. Sinkende Spritpreise darf sich der Autofahrer davon jedoch nicht erhoffen. | Foto: Joho345, Wikimedia Commons

Seit Monaten steigen die Kraftstoff-Preise und schwanken überdies unnatürlich stark im Tagesverlauf. Das Kartellamt konnte im Rahmen einer dreijährigen Untersuchung keine Preisabsprachen unter den Big Five der Mineralöl-Konzerne nachweisen, konstatierte jedoch ein Oligopol, das den Markt beherrsche. Zu allem Überfluss bringen einige Politiker und der ADAC die sog. Pendlerpauschale ins Spiel. Da keine marktübliche Preisanpassung nach Angebot und Nachfrage vorliege, wurden immer mehr Stimmen laut, die eine politische Preisregulierung forderten. Mit der Markttransparenzstelle zollt die Politik diesen Stimmen Tribut. Der entsprechende Gesetzesentwurf wird von Kritikern als Wahlkampfmanöver betrachtet – stehen doch Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen sowie Schleswig-Holstein an.

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Kommentar: Spritpreise & Pendlerpauschale – Wie Politik und ADAC gegen Mineralölkonzerne hetzen

Freitag, 20. April 2012 von Mario Lehmann

Unbestritten ist das seit Wochen anhaltende Gebaren der großen fünf Mineralölkonzerne zu verurteilen. Preissprünge im teils zweistelligen Cent-Bereich an einzelnen Tagen sind nicht nachvollziehbar. Die Big Five der Öl-Branche geraten zudem ein weiteres Mal in den Fokus des Kartellamts – freien Tankstellen sei der Sprit zu teuer verkauft worden. Politik und ADAC stimmen an zur Hetze gegen die Ölmultis und fordern eine Erhöhung der sogenannten Pendlerpauschale. Doch den Löwenanteil der Kosten konventioneller Kraftstoffe in Deutschland macht die Besteuerung aus.

Seit Wochen steigen die Kraftstoffpreise. Die Grafik des ADAC verdeutlicht das Ganze. | Bild: ADAC

Die Kraftstoffpreise in Deutschland haben ein neues Allzeit-Hoch erreicht. Die Durchschnittspreise lagen im März 2012 für Super E5 sowie Diesel bei 1,73 bzw. 1,52 Euro je Liter. Die Kritik an der undurchsichtigen Preisgestaltung an den Tankstellen ist richtig und berechtigt. Auch ein Vorgehen gegen diese Willkür hinsichtlich mehrfacher Preisänderungen an einem Tag erscheint angebracht. Bei aller Kritik über die derzeitigen Kraftstoffpreise darf jedoch nicht vergessen werden, dass die Politik an jedem Preisanstieg mitverdient.

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Neuwagen-Vorstellung: Kleinwagen mit fünf Türen – Audi stellt den A1 Sportback vor

Montag, 21. November 2011 von Mario Lehmann

In Ingolstadt wurde am 18. November der Audi A1 Sportback, die fünftürige Variante des kleinen A1, offiziell vorgestellt. Mit 3,95 Meter bleibt er genauso lang wie der Dreitürer, dennoch soll er mehr Platz bieten. Auf der Webseite der Ingolstädter kann der Kleine bereits konfiguriert werden, zu den Händlern rollt der Audi A1 Sportback jedoch erst im ersten Quartal 2012.

Ist von seinem dreitürigen Pendant kaum zu unterscheiden: Der Audi A1 Sportback. | © Audi

Der Audi A1 ist umstritten. Die Absatzzahlen des Dreitürers fielen ernüchternd aus, Audi selbst feierte neben den hohen Fertigungszahlen gleichfalls die Verkaufszahlen. Für 2010 wurden 50.000 Audi A1-Neuwagen gefertigt, jedoch nur 28.000 zugelassen. Mit 40% liegt der Anteil der Zulassungen durch Audi-Händlern und Audi selbst recht hoch. Erfolg sieht anders aus. Und nun schieben die Ingolstädter den A1 Sportback hinterher.

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Bundeskartellamt konnte keine Preisabsprachen unter Mineralölkonzernen nachweisen – Dennoch liege ein Benzin-Oligopol vor

Dienstag, 24. Mai 2011 von Mario Lehmann

Das Bundeskartellamt analysierte drei Jahre lang Preis-Dynamiken am deutschen Benzin- und Sprit-Markt. Medienberichten zufolge seien Preisabsprachen nicht nachweisbar, dennoch falle der Preis an der Zapfsäule zu hoch aus. Der Markt werde beherrscht von fünf großen Unternehmen, die ihre Preise zwar nicht absprechen, aber abschauen. Die Politik und der ADAC fordern nun Konsequenzen. Den Ölmultis soll es an den Kragen gehen. Aber ist das überhaupt gerechtfertigt?


Benzinpreisentwicklung 1991 – 2009. Es geht steil bergauf, ein Ende ist nicht in Sicht. | Wikimedia Commons, Public Domain. Urheber: Boonekamp


Im Bericht des Kartellamtes sei die Rede von einem Benzin-Oligopol. Was ein Monopol (gr. mónos – allein, pōlein – verkaufen) ist, dürfte ein Großteil der Menschen wissen. Die Telekom war ein Monopol, ebenso wie die Post oder die Bahn. Da Monopolisten allein den Preis bestimmen können, ohne auf eine Konkurrenz achten zu müssen, widerstreben monopolistische Strukturen den Gesetzmäßigkeiten des Marktes und der bundesdeutschen Marktwirtschaft. Das ist soweit noch einleuchtend.

Ein Oligopol (gr. óligoi – wenige, pōlein – verkaufen) dagegen sieht eine Handvoll Anbieter einem Heer Nachfrager gegenüber. Hier ist keine willkürliche Preistreiberei möglich, denn die Konkurrenz kann durch günstigere Angebote die Nachfrage auf sich konzentrieren. Daher orientieren sich die Anbieter gegenseitig aneinander. Wucher ist aber dann möglich, wenn die wenigen Unternehmen Hand in Hand arbeiten und ihre (hohen) Preise absprechen und sich damit das Heer der Nachfrager untereinander aufteilen. Dies wiederum widerstrebt dem Marktgedanken und ist illegal. Und diesem Verdacht sollte das Bundeskartellamt nachgehen. Wie sich zeigte, seien die Preise nicht abgesprochen – was strafbar wäre – sondern über Preis-Scouts lediglich abgeschaut und angeglichen. Ein solches Vorgehen ist wiederum erlaubt.

Erhöht also ein Anbieter seine Sprit-Preise registrieren das die Konkurrenten und erhöhen ebenfalls den Preis. Das ärgert den Kunden und Autofahrer, schließlich soll er plötzlich 1,60 € für Super-Benzin löhnen.

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Diesel-Preise: Die EU-Kommission plant offenbar drastische Steuererhöhungen für Diesel-Kraftstoff

Freitag, 8. April 2011 von Mario Lehmann

Wie es heute vielfach in den Medien hieß, habe die EU-Kommission die Absicht, Kraftstoff nach Energiegehalt statt nach Volumen zu besteuern. Aufgrund des höheren Energiegehalts des Diesel-Treibstoffs im Vergleich zu Benzin seien Preissteigerungen von bis zu 28 Cent je Liter möglich.

Das Berlaymont-Gebäude beherbergt in Brüssel die Europäische Kommission, die derzeit für Wirbel sorgt mit ihren Steuer-Plänen. // (CC) Wikimedia Commons, Fotograf: JLogan

Die deutsche Marktanteil für Diesel-Neuwagen liegt dieser Zeit bei über 50 %. Technologisch gab es in den letzten zehn Jahre große Fortschritte zur Effizienzsteigerung und Schadstoffminimierung im Bereich der Diesel-Technologie. Viele Neuwagen-Käufer entschieden sich trotz höherer Kfz-Steuern oft für ein Dieselaggregat, da der bisher günstigere Kraftstoff-Preis im Vergleich zu Super oder Super plus auf lange Sicht für eine positive Bilanz sorgt. Damit soll nach Maßgabe der EU bald Schluss sein.

Sollte es tatsächlich dazu kommen, dass Diesel nach Energiegehalt besteuert werden sollte, ergäbe sich daraus eine Preisdifferenz von derzeit 17 %. Wenn Deutschland – wovon nicht auszugehen sein dürfte – die Steuern für Benzin nicht senkt, müsste der Diesel-Preis um deftige 17 % zulegen. Somit wäre Diesel um ca. 28 Cent pro Liter teurer und würde von aktuell 1,469 € je Liter im Bundesdurchschnitt auf etwa 1,749 € ansteigen. Das würde einen herben Dämpfer für Industrie und Wirtschaft bedeuten, die auf den Absatz von Diesel-Technologie angewiesen ist. Grund sei es, die unterschiedlichen, angebotenen Kraftstoffe in Bezug auf ihr Klimaschutzpotential und ihre Energieeffizienz vergleichbar machen zu wollen, sodass  die Steuersätze entsprechend angepasst werden müssten. Und da „Bio“-Kraftstoffe einen geringeren Energiegehalt aufwiesen – Super-E10 lässt grüßen – stelle die bisherige Besteuerung einen Nachteil für die „Bio“-Kraftstoffe dar. Vollzogen sein soll dieser Plan bis 2020.

Doch so leicht dürfte eine Durchsetzung nicht werden, denn europaweite Änderungen im Steuersystem bedürfen der Zustimmung aller EU-Staaten. Und bei diesem Spiel dürften nicht alle EU-Mitglieder mitspielen wollen.

Biosprit E10: Öko-Willkür sorgt für Unmut und Unverständnis bei Autofahrern – E10-Abschaffung steht im Raum während Super Plus an der Zapfsäule knapp wird

Freitag, 4. März 2011 von Mario Lehmann

Die Einführung des „Biosprits“ E10 in Deutschland ist gefloppt. Wer trägt die Schuld an dieser Misere? Der ADAC lässt durch Maxi Hartung im ARD-Morgenmagazin verlauten, die Mineralöl-Konzerne hätten die Aufklärung am Kunden verschlafen.

Was darf es denn sein? Statt auf dem Teller landen Mais, Weizen und Zuckerrüben vermehrt in den Tanks zahlreicher Verbrennungsmotoren. Die Verwendung als Nahrung erschiene auf den ersten Blick sinnvoller. // (CC) Wikimedia Commons, Autoren: Loyna (l.), Civertan (m), 4028mdk09 (r.)

Dort, wo das neue Produkt E10 erstanden werden kann und soll, fehle es an Informationen und Aufklärungsmaterial. Daher ist aus Sicht des ADAC die Schuld bei den Öl-Konzernen zu suchen. Die Öl-Wirtschaft dagegen verwies bisher auf die Autohersteller, die die Autofahrer darüber informieren müsse, ob und welche Modelle E10-verträglich sind. Langzeit-Tests und -Studien bei Neuwagen hierfür gibt es allerdings nicht. Stattdessen häufen sich die Fragen der Autofahrer. Wie sieht es bei Oldtimern mit der E10-Verträglichkeit aus? Verträgt ein VW Polo Baujahr 2010 E10, wird im Community-Bereich auf autoaid.de gefragt. Schnell wird klar, viele sind sich nach wie vor unsicher.

Doch auch die Bundesregierung gerät in die Kritik. Tom Hillenbrand weist in seinem SpOn-Kommentar darauf hin, dass die Regierung den Verkauf von E10-Sprit erzwinge, um einen fragwürdigen Kraftstoff durchzusetzen, der eine fragwürdige Öko-Bilanz aufweise. Denn geholfen wird mit der E10-Einführung niemandem. Dirk Maxeiner und Michael Miersch bringen das Ganze in einem Artikel auf welt.de auf den Punkt: „E10 nutzt dem Klima nicht, schadet der Umwelt und macht die Menschen ärmer.“ Beide bringen zudem den Willkür-Begriff ins Spiel. Ihrer Meinung nach sei die „Biosprit“-Einführung per definitionem verfassungswidrige Willkür – sowohl von der Bundesregierung als auch der Europäischen Union. Somit werden die Endverbraucher dazu genötigt, einen Kraftstoff zu tanken, den viele nicht wollen – sei es aus Unsicherheit und Angst oder aus Überzeugung – und der darüber hinaus den Äußerungen vieler Experten und Vereinigungen gemäß keine ökologischen Vorteile bringe.

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Großer E10-Bio-Betrug — Wie der vermeintliche Biosprit das Autofahren verteuert und Umwelt und Klima belastet

Freitag, 25. Februar 2011 von Mario Lehmann

Als hätte man es nicht geahnt – die Spritpreise feiern ein neues Allzeit-Hoch, der E10-„Biosprit“ sorgt  für ratlose Autofahrer und entgegen der Versprechungen und Versicherungen wird das Super Benzin mit 95 Oktan und maximal 5 %-igem Bio-Ethanol-Anteil klammheimlich vom Markt weg- und totgeschwiegen. Autofahrer dieser Zeit stöhnen auf.

Sprit statt Brot — In Deutschland wird überwiegend Getreide zur Bio-Ethanol-Erzeugung verwandt. Weder ein Gewinn für die Umwelt noch für den Endverbraucher und Autofahrer. // Public Domain (PD), United States Department of Agriculture

Es hätte alles so einfach sein sollen: Aufgrund einer EU-Richtlinie wird in der Bundesrepublik ein Treibstoff mit 10 % statt wie bisher 5 % Bio-Ethanol neben den bisherigen Kraftstoffen Super 95 und Super Plus angeboten. Der Plan: Ein erhöhter Anteil an ökologisch erzeugtem Alkohol in unserem Benzin soll die Ölreserven schonen und die Umwelt weniger belasten. Das Problem: Ethanol weist einen schlechteren Wirkungsgrad als Super-Benzin auf. Das bedeutet, um die gleiche Leistung erzeugen zu können wie mit konventionellem E5-Super, muss mehr E10 verbrannt werden, um E5-Niveau zu erreichen. Um also 100 % Leistung zu erzeugen, für die 1 Liter E5 ausgereicht hätte, müssen nun 1,3 Liter E10 verbrannt werden.

In einem Test mit einem VW Golf VI 1.4 TSI (Turbomotor mit Direkteinspritzung) hat die Autobild die beiden Spritsorten E5 und E10 verglichen. Das Ergebnis war eindeutig und schockierend: Mindestens 5 % Mehrverbrauch. Ein weiterer Versuch mit einem Seat Ibiza 1.4 (ohne Aufladung oder Direkteinspritzung, Saugmotor) bestätigte die erste Versuchsreihe. Daraus errechnete die Autobild Mehrkosten für den Autohalter von durchschnittlich 176,- € pro Jahr.

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Der Hybrid-Wahn geht in neue Runde – Honda bietet mit dem Honda Jazz Hybrid als erster Automobil-Hersteller einen Hybrid-Antrieb im Kleinwagen an

Montag, 21. Februar 2011 von Mario Lehmann

Ab April werden die Japaner von Honda den variablen Kleinwagen Jazz auch als Hybrid-Variante anbieten. Doch die Freude über vermeintlich ökologisches Fahren dürfte nicht lange währen. Denn sowohl der hohe Anschaffungspreis als auch der tatsächliche Öko-Nutzen enttäuschen.

Im April 2011 kommt der Honda Jazz Hybrid auf den Markt. Typische Bildersprache, die Ökologie implizieren soll: Grüne Lackierung, "naturbelassene" Landstraßen. // © Honda

Der Honda Jazz ist, wie seine Brüder Honda Insight und Honda CR-Z, ein Mild-Hybrid-Fahrzeug, das mittels eines 1.3-Liter-Benziners mit 88 PS und eines 14 PS starken Elektromotors betrieben wird. Die Systemleistung des Honda Jazz Hybrid liegt bei 98 PS.

Anders als bei Toyota, die ihre Hybride auch im elektrischen Betrieb fahren lassen, dient der Elektromotor als Unterstützung für den Verbrennungsmotor oder funktioniert als Generator. Das heißt, rein elektrisch fährt der Jazz Hybrid nicht. Das Raunen und Staunen, das bisweilen ein geräuschlos anfahrender Toyota Prius verursacht, dürfte dem Honda Jazz damit fremd bleiben. Verbrennungsmotor und E-Motor arbeiten stets Hand in Hand, laufen gemeinsam. Einzig an Ampeln und Bahn-Übergängen sorgt eine Start-Stopp-Automatik für Ruhe.

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Neuwagen-Vorstellung: Toyota präsentiert den neuen Toyota Verso-S – Der Kompakt-Van mit dem variablen Innenraum startet am 19. März 2011

Freitag, 4. Februar 2011 von Mario Lehmann

Nachdem die Japaner bereits vor zwei Wochen die Erweiterung des Hybrid-Angebots und die Prius-Familie ankündigten, besinnt sich Toyota mit dem kleinen Verso-S auf ein früher begründetes und bedientes Segment: Der Mini-Van oder Kompakt-Van Toyota Verso-S soll nach Toyota-Angaben durch kompakte Außenmaße – 3,99 Meter in der Länge – und einem großzügigen Raumangebot sowie größtmöglicher Variabilität – 429 Liter Kofferraumvolumen auf bis zu 1.388 Liter erweiterbar, flexibler Ladeboden, Easy Flat genanntes, variables Sitzsystem – bestechen. Die Markteinführung ist für den 19. März 2011 vorgesehen.

Der Toyota Verso-S: Ab 19. März steht der 3,99 Meter lange Mini-Van bei den Händlern.

Die Intention der Toyota-Ingenieure sei das Angebot eines größtmöglichen Platzangebots für Gepäck und Passagiere bei möglichst geringen Abmessungen. Ergebnis dieses Vorhabens ist der Toyota Verso-S, der vornehmlich junge Familien ansprechen soll. Mit einer Länge von 3,99 Meter ist der Kompakt-Van Verso-S das kürzeste Modell in seiner Fahrzeug-Klasse. Dennoch sollen im Innenraum problemlos fünf Passagiere Platz finden.

Wenn mehr Platz benötigt wird, kann die geteilt klappbare Rücksitzbank vom Heck aus per Hebel umgeklappt werden. Der Ladeboden ist in der Höhe verstellbar und kann damit für eine ebene Ladefläche bei umgelegten Rücksitzen genutzt werden. Toyota unterstreicht weiterhin die hohe Praktikabilität des Verso-S, für die schon die allein 19 Staufächer bezeichnend seien.

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BMW EfficientDynamics mit Leerlauf im 535i Gran Turismo – Alte Suppe aus neuen Dosen?

Montag, 6. Dezember 2010 von Mario Lehmann

Während alle Welt und nahezu jeder Automobil-Hersteller ein Hybrid-Modell nach dem anderen ankündigt und ebenso jeder neuen Nachricht über die E-Mobilität huldigt, geht BMW alte, ausgetretene Pfade. Doch, das ist nicht schlecht, denn die Bajuwaren wühlen die alten Trampel-Pfade auf, schichten fein säuberlich Kies und Beton-Recycling auf, verdichten gewissenhaft und verlegen frisch aufpolierte Gehwegplatten. Sie zeigen uns damit, dass Altes und Bewährtes immer verbessert und effizienter werden kann.

Mit einem BMW 5er Gran Turismo erproben die Bayern ein Eco-Management-System, das den Verbrauch deutlich senken kann.

Toyota feiert sich seit Jahren selbst, haben sie doch den Hybrid-Antrieb und den Prius salonfähig gemacht. Längst gilt der Hybrid-Primus nicht mehr als Streber-Auto grüner Linksalternativer. Er hielt Einzug im gehobenen Bürgertum, das über die Zeit ein Umwelt-Bewusstsein entwickelte und nun auf der vermeintlich grünen Welle mitschwimmt. Ein Großteil der automobilen Welt zieht mit, versucht krampfhaft und überschnell mit Toyota gleichzuziehen. Im großen Stil werden nun Hybrid-Fahrzeuge auf den Markt geworfen, auf Messen präsentiert. Und die deutschen Autobauer müssen sich oftmals anhören, sie hätten den Hybrid-Trend verschlafen. Und genau das ist der Rummel um die hybride Mobilität auch: ein Trend, der ein umweltbewusstes, grünes Bewusstsein der Automobil-Konzerne vorgaukelt und dadurch einen enormen, noch nicht vorhersehbaren Image-Gewinn darstellt. Das investierte Geld kommt ohnehin nicht wieder rein, der Umweltschutz hält sich in Grenzen. Einen aberwitzigen Höhepunkt erreicht die Öko-Lüge um den Hybrid-Hype, wenn Porsche einen 320 km/h schnellen Rennsportwagen namens 918 Spyder vorstellt, der im batteriebetriebenen Schleichgang drei Liter Sprit auf 100 Kilometer verbrauchen soll, zumindest nach der zweifelhaften EU-Verbrauchsnorm.

Der Porsche 918 Spyder bekommt einen Hybrid-Antrieb spendiert und stülpt sich damit die grüne Maske der Hybrid-Lüge über, denn drei Liter wird der nicht auf 100 Kilometer verbrauchen.

Dass im tatsächlichen Betrieb drei Liter verbraucht werden, ist sehr wahrscheinlich; bei 700 PS Leistung sind diese in etwa 15 Minuten durchgeblasen. Wir sehen: Porsche springt auf den Hybrid-Zug auf, platziert sich zwischen den Waggons in einer Gesetzeslücke und lässt den Elektromotor zur pseudo-ökologischen Dekoration verkommen, der zu Steuerersparnissen und Fehleinschätzungen in der Öko-Bilanz führt. Aber anders zieht es Toyota mit seiner Luxus-Marke Lexus auch nicht durch, wenn Modelle wie der RX 450h oder LS 600h als völlig absurde und sinnlose Alternativen zum Diesel angeboten werden. Zumal auch schon kleinere, augenscheinlich sinnvollere Hybrid-Modelle nicht zwangsläufig weniger verbrauchen als ein vergleichbares Diesel-Aggregat.

Dass der Hybrid-Antrieb im Allgemeinen keine dauerhafte Lösung für die Zukunft sein kann, haben wir bereits zur Genüge dargelegt. Letztlich verhält es sich mit dem Elektro-Auto, dem E-Mobil oder wie auch immer man diese Erscheinung nennen möchte, nicht anders. Mitsubishis i-MiEV steht in Deutschland und Europa kurz vor der Markteinführung und ersten Neuwagen-Auslieferungen. Groß, ganz groß wird das Elektro-Auto als Antrieb der Zukunft gepriesen. Endlich ökologisch in der Stadt unterwegs sein, endlich leise surrend, in einem einzigen Gang und ohne Schaltrucken oder Schubunterbrechung. Und das Ganze bei Null Komma nichts CO2-Ausstoß. Denkste; Pustekuchen. Es scheint, vielen E-Enthusiasten gereicht der Verstand bis zur heimischen Steckdose. Fragt sich jemand der Elektrolisten eigentlich, woher unser Strom kommt, wie er gewonnen wird?

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