Pariser Autosalon 2014: Škoda Fabia III feiert Weltpremiere

Pariser Autosalon 2014: Škoda Fabia III feiert Weltpremiere

Auf der diesjährigen Mondial de l’Automobile in Paris wird Škoda die dritte Generation des Fabia vorstellen. Der tschechische Kleinwagen soll das Wachstum der VW-Tochter weiter beflügeln. Mit weniger Gewicht sowie neuen Motoren soll der Fabia III auf Effizienz getrimmt werden. Optisch greift er Design-Merkmale anderer Škoda-Modelle auf und gibt sich damit sachlich wie unaufgeregt.

2014 Skoda Fabia III Race-Blau Vorderansich

Der Škoda Fabia III wurde um acht Millimeter kürzer und solle dennoch mehr Platz im Innenraum bieten als der Vorgänger. Mit einem Kofferraum-Volumen von 330 Litern zeigen die Tschechen auch im Kleinwagensegment, was in puncto Stauraum möglich ist. Der im Tankdeckel versteckte Eiskratzer, der bereits aus dem Škoda Rapid und dem Škoda Octavia III bekannt ist, hält nun auch Einzug in den Fabia. Praktikabilität – eine große Stärke von Škoda – zeichnet den neuen Fabia in vielen kleinen Details aus. Bis zu neun dieser sogenannten „Simply Clever“-Features werden verfügbar sein. Neben dem genannten Eiskratzer gehören dazu etwa der kleine Abfallbehälter für die Seitentür, zahlreiche Ablagefächer sowie -netze, Platz für bis zu sieben Getränkeflaschen oder der kleine Tickethalter an der Windschutzscheibe und die Taschenhaken im Kofferraum.

2014 Skoda Fabia III Race-Blau Heckansich

Auf den ersten Blick jedoch wichtiger: die Optik. Das Erscheinungsbild des neuen Fabia hat sich meines Erachtens schon allein aufgrund der Proportionen deutlich gebessert. Dem viel zu hohen Fabia II konnte ich nie allzu viel abgewinnen. Selbst als Fabia RS, der mir konzeptionell durchaus zu gefallen weiß, wirkt mir mit seinem hohen, abgerundeten Aufbau zu van-artig. Das ist passé – zu meiner Freude. Neben der reduzierten Länge wurde der Fabia III darüber hinaus drei Zentimeter flacher und neun breiter. Ob jedoch ein solches Mehr an Breite in der Stadt sinnvoll ist, darf getrost bezweifelt werden. In Grundausstattung wiegt der neue Fabia mit dem 60 PS starken 1.0-MPI-Basismotor 980 Kilogramm.

Auch mag das Design des neuen Fabia zwar keinen emotionalen Ausbruch darstellen, aber ähnlich wie die netten Detaillösungen im Interieur besticht das Exterieur-Design durch viele angenehme optische Details. Der Fabia III wirkt nun dank horizontaler Kanten straffer und sehniger. Da er flacher und breiter wurde, scheint er endlich selbstbeuwsster auf dem Asphalt zu ruhen als seine Vorgänger.

The_New_ŠKODA_Fabia_Interio

Vom Interieur gibt es bisher nur ein Bild, das ich nicht sonderlich aussagekräftig finde. Das Lenkrad sieht dem des VW Polo V Facelift sehr ähnlich; und überhaupt scheint das Cockpit einige Übereinstimmungen mit dem Wolfsburger Kleinwagen-Pendant aufzuweisen. Das Infotainment gehört jedoch nicht dazu. Zwar lässt sich – zumindest in der Theorie – das Smartphone wie im Polo via MirrorLink spiegeln, allerdings ist die technische Basis eine andere. Das bedeutet, die feine Navi-Technik des Octavia III wird es nicht im Fabia III geben.

2014 Skoda Fabia III Race-Blau Heckansicht Heckleuchte Detai

Dafür ist der Fabia III dem Polo in anderen Belangen technologisch überlegen. Wie auf dem skodaportal zu lesen ist, baut der Fabia laut iFaster.cz zwar nicht zur Gänze, aber scheinbar großteils auf den modularen Querbaukasten (MQB). Damit ist er der erste Kleinwagen des Volkswagen-Konzerns, der – zumindest teilweise – auf dem MQB basiert. Des Weiteren nutzt der Fabia die Plattform PQ26, auf die der aktuelle Polo (Facelift) beruht, und wird in wenigen Punkten durch die etwas ältere PQ25 ergänzt. Insofern bin ich sehr auf den Vergleich Polo V Facelift vs. Fabia III gespannt.

2014 Skoda Fabia III Race-Blau Vorderansicht Produktionsbeginn Mlada Bolesla

Motorseitig bietet der Fabia ebenfalls Neues. Alle Motoren erfüllen die EURO-6-Abgasnorm, die Diesel sind sowohl mit Direkteinspritzung als auch Turbolader ausgerüstet. Dieselseitig gibt es den 1.4 TDI in drei Leistungsstufen. Der Common-Rail-Dreizylinder mit 1.422 cm³ Hubraum ist mit 55 kW/75 PS, 66 kW/90 PS und 77 kW/105 PS Leistung verfügbar. Bei den Benzinern bilden die aus VW up!, Seat Mii und Škoda Citigo bekannten 1.0-MPI-Dreizylinder-Sauger mit 44 kW/60 PS oder 55 kW/75 PS den Einstieg. Daneben wird Škoda den bekannten 1.2 TSI in zwei Varianten mit 66 kW/90 PS bzw. 81 kW/110 PS anbieten

Aussagen zum Preis machte Škoda noch nicht, aber der Basispreis soll sich im Vergleich zum Fabia II (11.640 €) nicht wesentlich ändern und dürfte damit unter 12.000 € liegen.

Text: MvB
Fotos: Škoda

2 Reaktionen auf diesen Beitrag

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