Neuwagen-Vorstellung: Der BMW 1er F20 – Der kompakte Hecktriebler aus Bayern

Im Juni 2011 offiziell vorgestellt, rollen seit September diesen Jahres die ersten 1er der Baureihe F20 zu den deutschen BMW-Händlern. Der Neue kommt nun deutlich frischer daher, gleichzeitig wirkt sein Auftritt bulliger und stämmiger. Die dazugewonnenen acht Zentimeter Länge und die größeren Fondtüren sollen Zustieg und Platzverhältnisse in der hinteren Reihe optimieren.

Der 1er BMW – hier in der „Urban Line – kommt deutlich frischer daher. Erstmals bietet BMW zwei Ausstattungslinien neben dem Grundmodell an. | © BMW

Der BMW 1er ist zunächst lediglich als Fünftürer (F20) erhältlich. Der Dreitürer (F21) erscheint 2012 auf dem Markt. Ob Cabriolet und Coupé des Vorgängers ebenfalls in das neue 1er-Kleid gewandet werden, ist bisher noch offen. Die Plattform teilt sich der kleinste Bajuware von BMW mit dem bereits vorgestellten, aber erst im nächsten Jahr erhältlichen neuen BMW 3er F30.

In der Heckansicht wirkt der 1er F20 nun stämmiger. Die neuen Heckleuchten stellen eine behutsame Fortentwicklung des Vorgängers dar. | © BMW

Mit der zweiten Generation des BMW 1er bleiben die Münchner ihrem bisherigen Konzept treu: sportlicher Kompakter mit Heckantrieb und antrittsstarken Motoren. Optisch wirkt der F20 nun im wahrsten Sinne runder und erwachsener. Er greift – ebenso wie BMW 6er und bald auch der BMW 3er – das Design des im März 2010 eingeführten BMW 5er F10 auf und entwickelt dabei das Design des Vorgängers konsequent fort. Typische Merkmale wie die Nieren oder die Corona in den Scheinwerfern, die die Tagfahrleuchten darstellt, bleiben ebenso Bestandteil des 1er F20 wie das markante Heck, das einer behutsamen Evolution gehorcht.

Neuland für BMW ist das Anbieten von Ausstattungslinien. Zwar bleibt der 1er auch als einfache Basis erhalten, daneben werden aber auch die „Sport Line“ und „Urban Line“ angeboten, die einerseits sportlich ambitionierte Fahrer sowie hippe Großstädter ansprechen sollen. Beide Linien kommen mit exklusiven Ausstattungsdetails, die ausschließlich in diesen Linien erhältlich sind, daher. Das umfasst teilweise Felgen, Farben und Farbakzente im Innenraum sowie Stoffmuster und -farben. Ebenfalls eine Premiere feiert der sogenannte „Fahrerlebnisschalter“, der es dem Fahrer erlaubt, verschiedene Fahrmodi auszuwählen. Dagegen immer an Bord sind diverse Sprit-Spar-Vorrichtungen wie ein Start-Stopp-System, Rekuperation (nur Benziner) und eine Schaltpunktanzeige.

Der BMW 1er „Sport Line“ wird bevorzugt in Rot gezeigt. Dazu passen die roten Innenraum-Applikationen und die sportlichen Fahrleistungen, die schon der kleinste Benziner 116i bereithält. | © BMW

Doch allzu gute Manieren wollten die Bayerischen Ingenieure dem 1er dann doch nicht beibringen. So krankt der 1er Dank des kleinen Heckfensters an schlechter Sicht nach hinten. Auch die breiten C-Säulen erschweren trotz des weiter reingezogenen Hofmeister-Knicks die Sicht.

Typisches BMW-Cockpit: zum Fahrer orientierte Mittelkonsole, klar strukturierte Instrumente. Die roten Konstraste versprühen sportliches Flair. | © BMW

Nebelscheinwerfer bleiben leider stets aufpreispflichtig, ebenso wie die praktischen klappbaren Fond-Kopfstützen, eine Beifahrer-Airbag-Deaktivierung oder die geteilt umklappbare Rückbank und die Mittelarmlehne. Diese Details machen moderne Auto praktischer, heute jedoch auch noch teurer. Zudem sind viele dieser Extras nur in teureren Paketen enthalten. Das ist weniger verbraucherfreundlich, zumal solcherlei Bauteile gut und gerne auch serienmäßig an Bord sein könnten.

Die Scheinwerfer orientieren sich optisch am BMW 6er, die Corona-Ringe dagegen spielen bei BMW schon länger eine wichtige Design-Tradition. Nebelscheinwerfer kosten jedoch extra; Xenon sowieso. | © BMW

Motorseitig bietet BMW seinen Neuwagen-Kunden derzeit (Stand Dezember 2011) zwei Benziner und drei Diesel an. Die Benziner unterscheiden sich zwar in ihren Bezeichnungen (116i und 118i), werden aber beide von einem mittels Turbo aufgeladenen 1.6-Liter-Motor angetrieben, die jeweils 136 bzw. 170 PS leisten. Die Diesel-Aggregate dagegen sind durchweg 2.0-Liter-Maschinen, die zwischen 116 und 184 PS Leistung an die Hinterachse abgeben.

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