ADAC-Test – Coupé-Diesel sparsamer als Coupé-Hybrid

Der ADAC hat in seinem Öko-Vergleichstest das neue hybride Coupé Honda CR-Z dem Volvo C30 1.6 DRIVe und dem VW Scirocco 1.4 TSI BlueMotion Technology gegenübergestellt und kam zu einem überraschenden Ergebnis.

Mit einem Stadtverbrauch von 4,9 Litern Diesel auf 100 km konnte der Volvo C30 1.6 DRIVe Honda und VW hinter sich lassen. Dass der Volvo den VW in Sachen Verbrauch unterbieten würde, wundert eigentlich nicht wirklich. Dass jedoch der Hybrid von Honda in der Paradedisziplin der Hybrid-Technologie – dem Stadtverkehr – scheitert und ihm der Volvo den Rang ablaufen würde, ist verwunderlich. Immerhin, so in der Theorie, ist  ein Hybrid-Fahrzeug einem Auto, das ausschließlich von einem Verbrennungsmotor angetrieben wird, überlegen. Denn der Elektromotor soll in der Stadt in der täglichen Rush Hour und beim Stop-and-go-Verkehr die Hauptaufgabe übernehmen, während der Benzinmotor lediglich unterstützend eingreift, wenn mehr Energie benötigt wird, als der Elektromotor zur Verfügung stellen kann. Das hat einen niedrigeren Kraftstoffverbrauch zur Folge; theoretisch.

Der Hybrid-Honda CR-Z hat im Verbrauchstest gegen den Volvo-Diesel das Nachsehen

So zeigte sich im Test des ADAC, dass der Diesel von Volvo sowohl in der Stadt als auch auf der Landstraße und der Autobahn am wenigsten verbrauchte. Selbst die ausgestoßenen CO2-Emissionen waren beim Volvo mit 113 g/km am niedrigsten im Test.

Kombiniert verbrauchte der C30 4,3 Liter Diesel, der CR-Z 5,4 Liter Super und der Scirocco 6,3 Liter auf 100 km. Trotz des höchsten Verbauchs gewinnt jedoch der Scirocco von VW nach Auswertung der über 300 Testkriterien des ADAC mit einer Testnote von 2,2. Kurz dahinter konnte sich der Volvo (2,4) platzieren, während der Honda CR-Z (2,7) das Schlusslicht darstellt. Die KO-Kriterien, die dem Volvo den ersten Platz kosteten, sind der durchzugsschwache, träge Motor mit seinem zu lang übersetzten Getriebe. Alle Kategorien, abgesehen von der Umwelt-Kategorie, kann der VW für sich entscheiden.

Schließlich hat der Test des ADAC mal wieder gezeigt, dass der viel gelobte und von mehr und mehr Automobil-Herstellern bemühte Hybrid-Antrieb, bestenfalls eine Übergangslösung ist, um dauerhaft und nachhaltig Schadstoffausstöße zu reduzieren. Denn letztlich bleiben die aktuellen Hybrid-Modelle abhängig von fossilen Brennstoffen, von denen wir eigentlich unabhängig werden wollen. Und eine echte Alternative sind die Hybrid-Autos, wie der Test zeigt, nicht. Bleibt nur, auf Elektro-Autos zu warten, deren Strom durch erneuerbaren Ressourcen gewonnen wird und auf eine baldige Serienreife der Brennstoffzellen-Fahrzeuge zu hoffen.