Darf es auch etwas effizienter sein? Der Honda CR-V 1.6 i-DTEC & Hondas Hybrid-Palette

Schon vor einem Monat hatte ich den Honda Civic 1.6 i-DTEC kurz vorgestellt. Dabei war von Beginn an klar, dass der Civic nicht das einzige Modell bleiben wird, das den kompakten und derzeit leichtesten Dieselmotor auf dem Markt verpflanzt bekommen wird. Bereits auf dem Genfer Auto-Salon 2013 vorgestellt, wird der Honda CR-V 1.6 i-DTEC im September zu den Händlern rollen.

Honda CR-V 1.6 i-DTEC weiß Vorderansicht

Seit Anfang November 2012 ist der CR-V vierter Generation inzwischen erhältlich. Und obwohl ein Kompakt-SUV, scheint der CR-V mit einer Länge von über 4,50 Meter diesem Segment entwachsen. Im Herbst folgt schließlich der neue 1.6 i-DTEC-Motor, der bereits im Civic Premiere feierte.

Das Design hat sich im Vergleich zum Vorgänger deutlich weiterentwickelt. Mutet die Front des CR-V III etwa noch dem Civic VII entlehnt an, kommt der aktuelle CR-V einerseits moderner und andererseits auch eigenständiger rüber. Zumindest gilt das für die Frontpartie – das Heck dagegen erinnert frappierend an den Volvo XC60.

Honda CR-V 1.6 i-DTEC weiß Heckansicht schraeg Landstraße Schnee Wald dynamisch

Dennoch wirkt das Design stimmig, wenn auch unaufgeregt und leider auch beliebig. Wirklich hängen bleibt bei mir wenig. Auffällig und gelungen ist dennoch die Formgebung der Scheinwerfer und wie sie optisch in den Kühlergrill integriert wurden. So entsteht ein homogenes Ganzes. Das LED-Tagfahrlicht ist leider durch einzelne LED-Spots realisiert. Ein stimmiges LED-Band würde die Front besser abrunden.

Das Heck, obwohl stark an den XC60 erinnernd, kann bei näherem Besehen durch die elegante Verschränkung von Rückleuchten und dem kleinen Dachkantenspoiler gleichermaßen überraschen und überzeugen. Die nach oben verlaufenden Rückleuchten fließen in die Dachkante über. Ein gelungenes Detail.

Honda CR-V 2.2 i-DTEC 4WD Automatik Cockpit Innenraum Interieur

Der Innenraum ist schließlich etwas aufregender. Hier finden wir ein typisches Honda-Cockpit vor. Optisch durchaus gefällig, zeigt es sich im Detail jedoch etwas zerklüftet und überfrachtet. Sicherlich eine Frage der Gewöhnung, aber auf den ersten Blick fallen viele Bedienelemente ins Auge, die weit verstreut erscheinen. An sich befinden sich die meisten Schalter dort, wo ich diese bei einem Japaner erwarte, aber insgesamt wirkt es recht viel. Zu diesem Eindruck trägt u. a. auch das Multifunktionslenkrad bei. 20 Funktionen lassen sich auf dem Cockpit-Foto erkennen. Für meinen Geschmack zu viel und damit überfrachtet.

Widmen wir uns also dem Vortrieb. Die aus dem Vorgänger bekannten Motoren für den europäischen Markt kommen auch im CR-V IV zum Einsatz. Der 2.0 i-VTEC-Benziner leistet 114 kW/155 PS und 192 Nm Drehmoment, die er im Basismodell (22.990 €) allein an die Vorderachse abgibt. Für 2.000 € Aufpreis kommt eine – je nach Traktion und Untergrund – angetriebene Hinterachse hinzu. Nur für die Allrad-Version ist auch ein 6-Gang-Automatik-Getriebe erhältlich.

Honda CR-V 1.6 i-DTEC weiß Seitenansicht

Interessant: der 2.0-Liter-Benziner von Honda kommt ohne Turbo und Direkteinspritzung aus, ist also noch ein klassischer Sauger, mit variabler Ventilsteuerung. Entsprechend liegt das volle Drehmoment auch erst bei 4.300 Umdrehungen an.

Dieselseitig steht der 2.2 i-DTEC, der 110 kW/155 PS sowie satte 350 Nm Drehmoment im Bedarfsfall an alle vier Räder verteilt. Typischerweise fährt das Common-Rail-Aggregat mit Abgasturbolader und Direkteinspritzung vor. Der Diesel-Einstieg beginnt bei 28.975 €.

Ab September wird Honda jedoch ein weiteres Diesel-Aggregat ins Portfolio aufnehmen. Der neuentwickelte 1.6 i-DTEC, der bereits seine Premiere im Civic feierte, wird dann ab September 2013 auch in den CR-V verpflanzt.

Honda CR-V 1.6 i-DTEC weiß Vorderansicht Landstraße Schnee Wald dynamisch

Trotz der vermeintlich geringen Leistung von 88 kW/120 PS dürften die ab 2.000 Umdrehungen anliegenden 300 Nm für ausreichend zügigen Vortrieb sorgen. Maßgeblich für Honda war im Falle dieses Motors jedoch die Effizienz. Und effizient, das scheint dieses Triebwerk angesichts der Daten auf dem Papier zu sein. Welche Maßnahmen Honda zur Effizienzsteigerung ergriffen hat, könnt ihr im entsprechenden Artikel zum Honda Civic 1.6 i-DTEC nachlesen.

Und weitere, allgemeine Infos zum Honda CR-V findet ihr auf der Honda-Webseite.

Wem das jedoch noch nicht effizient und sparsam genug ist, der sollte sich vielleicht in der Hybrid-Ecke von Honda umsehen. Drei unterschiedliche Modelle rüstet Honda derzeit in Europa mit der Kraft der zwei Herzen aus.

Honda CR-Z Vorderansicht schraeg Landschaft Premium Energetic Yellow Metallic

Der Honda CR-Z ist nicht nur als Hybrid ein Exot, selbst unter Hybriden ist er Exot. Denn der CR-Z ist ein Hybrid-Coupé mit manuellem 6-Gang-Schaltgetriebe. Im Januar 2013 wurde der CR-Z leicht überarbeitet und soll mit um 13 PS auf 137 PS gesteigerte Systemleistung nach wie vor 5,0 Liter verbrauchen. Mit ca. 6,0 Liter laut spritmonitor.de bei einer Flotte von 75 Fahrzeugen scheint der Verbrauch für ein kleines Hybrid-Coupé etwas erhöht. Zu einer ähnlichen Erkenntnis kam auch der ADAC – trotz eines Testverbrauchs von 5,4 Litern.

Honda Insight Premium White Pearl Seitenansicht Studio

Der Honda Insight war Honda erstes Hybrid-Modell, das 1999 noch als Kleinwagen durch die USA rollte, aber mit der zweiten Generation 2009 in die Kompaktklasse aufstieg. Wie die meisten Hybrid-Fahrzeuge verrichtet ein stufenloses Automatikgetriebe (CVT) die Schaltarbeit. Die Systemleistung beziffert sich auf 102 PS. Trotz der verhältnismäßig geringen Leistung lässt sich der Insight durchaus zügig bewegen, wie Sebastian in seinem Fahrbericht zum Honda Insight zu berichten weiß. 5,5 Liter kann er nach über 2.200 gefahrenen Kilometern ausweisen. Und dass das ein durchaus respektabler Wert ist – wer Sebastian kennt, weiß, was ich meine – gerade angesichts des spritmonitor-Schnitts von 5,74 Litern.

Für Sebastian bleibt schließlich als Fazit:

[In] kaum einem Auto habe ich mich so wohl dabei gefühlt, einfach nur entspannt und vor allem gemütlich von A nach B zu kommen. Der Insight macht es einem einfach, beim Fahren zu entspannen und entspannt zu fahren.

Honda Jazz Hybrid Fresh Lime Metallic Seitenansicht

Und wer es für die Stadt noch kleiner haben mag und darüber hinaus außerordentlich variabel, der greift zum Honda Jazz Hybrid. Der Hybrid-Kleinwagen, der seit 2011 auf dem Markt ist, überzeugt mit denselben Talenten wie seine Verbrenner-Brüder. Und bleibt dabei angenehm sparsam. Jens Stratmann unterzog dem Jazz Hybrid auf Rad-ab.com bereits einem Test und kommt letztlich zu dem Schluss:

Mit dem Honda Jazz Hybrid macht man nicht viel verkehrt, ein guter Begleiter mit viel Platz, pfiffigen Detaillösungen, vielen Ablagen und vor allem wenig Verbrauch. Das zeigt mal wieder: Ein Auto muss nicht groß sein um groß zu sein.

Mit einem Testverbrauch von 5,1 Litern steht Jens ziemlich gut da. Zwar betont er, dass er die NEFZ-Angabe von 4,5 Litern zwar nicht erreicht hat, aber dafür liegt der deutlich unter dem spritmonitor-Durchschnitt, der bei 50 Jazz Hybrid bei ca. 5,65 Liter auf 100 Kilometer liegt.

Wer weitere Informationen zum Honda Jazz Hybrid nachlesen möchte, findet diese auf der Herstellerseite.

Text: MLe
Fotos: © Honda 

3 Reaktionen auf diesen Beitrag

  1. Deutscher Auto Blogger Digest vom 19.04.2013 › "Auto .. geil"

    […] AutoAidDarf es auch etwas effizienter sein? Der Honda CR-V 1.6 i-DTEC & Hondas Hybrid-PaletteSchon vor einem Monat hatte ich den Honda Civic 1.6 i-DTEC kurz vorgestellt. Dabei war von Beginn an klar, dass… […]

  2. Manuel

    Habe mit Honda zahlreiche gute Erfahrungen gemacht. Gerade im Hybridbereich gibt es weniges was besser ist. Das optimale Stadtauto, wie ich finde.

  3. Honda CR-V – Technische Daten › Mein Auto Blog

    […] Artikel von autoaid über den kommenden CR-V 1.6 i-DTEC // // […]

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